Fünf Frontier Markets, die neue Impulse setzen

Die Lokalwährungsmärkte der Frontier Markets sind in diesem Jahr stark in den Fokus gerückt. Da sich die Kreditspreads weiter verengen, haben viele Anleger – darunter auch Aberdeen – ihre Allokationen von relativ teuren Hartwährungsanlagen in Lokalwährungsanlagen umgeschichtet. Dort erscheinen Bewertungen und makroökonomische Rahmenbedingungen derzeit attraktiver, so Leo Morawiecki, Investment Specialist, Fixed Income, Aberdeen Investments.

Robotik-Boom in Asien

Während generative künstliche Intelligenz zuletzt im Mittelpunkt stand, rückt zunehmend die nächste Entwicklungsstufe in den Fokus: Robotik beziehungsweise „Physical AI“. Besonders in Emerging Asia entstehen derzeit zentrale Wachstumszentren für diese Technologie. Darauf weist James Donald von Lazard Asset Management hin. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und Belastungen für Lieferketten bleiben die strukturellen Wachstumstreiber im Robotiksektor intakt.

Hormus und Ernährungssicherheit

Die Blockade der Straße von Hormus hat nicht nur Auswirkungen auf Energie- und Rohstoffmärkte. Sie könnte auch die globale Lebensmittelversorgung unter Druck setzen. Darauf weist Alexis Bienvenu von La Financière de l’Échiquier hin.

Infrastrukturaktien im Fokus

Europäische Versorger zählen derzeit zu den stärksten Segmenten im Infrastruktursektor. Darauf weist Frederik Bröker in einem Themendienst hin. Gemessen am MSCI Europe Utilities Index legten sie im ersten Quartal um 13,84 % zu und übertrafen damit deutlich den breiten europäischen Aktienmarkt (MSCI Europe Index), der im selben Zeitraum leicht im Minus lag.

Bitcoin vs. Gold

Geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben zuletzt zu einer ungewöhnlichen Entwicklung an den Finanzmärkten geführt: Während Gold an Wert verlor, zeigte Bitcoin Widerstandskraft. Warum sich beide klassischen Krisenassets unterschiedlich entwickelten und welche Szenarien nun für die Kryptomärkte relevant sind, erläutert James Butterfill.

Chancen bei Schwellenländeraktien

Der Iran-Krieg hat Schwellenländeraktien zuletzt deutlich unter Druck gesetzt. Steigende Energiepreise, Inflationssorgen und Unsicherheit über das globale Wachstum belasten die Märkte. Historisch waren jedoch gerade Phasen erhöhter Volatilität häufig der Ausgangspunkt für kräftige Erholungen. Darauf weist Sammy Suzuki, Head – Emerging Markets Equities bei AllianceBernstein, in einem Marktkommentar hin.

Private Markets vorne

Eine neue Analyse von Aberdeen Investments zeigt: Private-Markets-Anlagen haben klassische Portfolios aus Aktien und Anleihen in den vergangenen 25 Jahren deutlich übertroffen – allerdings bei höherem Risiko. Gleichzeitig stehen Regierungen weltweit vor der Herausforderung, Investitionen in produktive Vermögenswerte zu fördern und zugleich ihre heimischen Aktienmärkte zu stärken.

Halbleiter, Chip

Warum Daten das neue Gold sind

Künstliche Intelligenz (KI), digitale Konnektivität, Automatisierung und Cloud Computing sorgen für ein exponentielles Wachstum bei der Erzeugung, Speicherung und Verarbeitung von Daten. Zusammen verändern sie die Funktionsweise von ganzen Volkswirtschaften.

Hormus bestimmt Märkte

Die Blockade der Straße von Hormus entwickelt sich zu einem geopolitischen Flaschenhals für die Weltwirtschaft. Darauf verweist die Schoellerbank in ihrer Presseinformation zum Kapitalmarktausblick für das 2. Quartal 2026. Die Sperrung der Meerenge gefährdet globale Warenströme weit über den Energiesektor hinaus. Neben Öl und Gas betrifft dies auch industrielle Vorprodukte wie Nitrat, Schwefel oder Helium. Gleichzeitig bleibt die konjunkturelle Verfassung der Weltwirtschaft laut Analyse robust, während die Notenbanken Inflationsstabilität priorisieren und selektive Einstiegschancen an den Märkten entstehen.

Asiens Batterie-Dominanz

Der globale Batteriemarkt wächst rasant: 2025 legte er um rund 40 % zu. Doch hinter diesem Wachstum steht ein stark konzentrierter Markt, der von wenigen asiatischen Akteuren dominiert wird. Darauf weist Stian Ueland von DNB Asset Management hin. Für westliche Investoren entstehen dadurch strategische Fragen, insbesondere mit Blick auf Wettbewerbsfähigkeit und Lieferketten.

Energieschock: Europa

Der Ausbruch der Kampfhandlungen zwischen den USA, Israel und dem Iran seit dem 28. Februar rückte den Persischen Golf erneut in den Fokus der Märkte. Darauf verweist der Investmentausblick „The Globe“ von Eurizon. Die militärische Eskalation führte zu einem Angebotsschock infolge der Blockade der Straße von Hormus – jenes Seewegs, über den etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gasangebots transportiert wird.

Schwellenmärkte vorne

Ein Jahr nach den Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump zum sogenannten „Liberation Day“ führen Schwellenmärkte die globalen Kursgewinne an. Darauf weist der Vermögensverwalter Aberdeen Investments in einer aktuellen Analyse hin. Demnach widerlegen die Ergebnisse die weit verbreitete Erwartung, dass die Zollpolitik die Entwicklung dieser Märkte deutlich belasten würde.