EZB: Leitzins unverändert

Auf ihrer Märzsitzung hat die EZB ihren Leitzins wie erwartet unverändert bei 2,0% gehalten. Mit Blick auf den Anstieg der Energiepreise seit Anfang März hat die EZB ihren Inflationsausblick für 2026 deutlich angehoben und den Wachstumsausblick gesenkt.

Autoindustrie Europa unter Druck

Nach dem „Annus Horribilis“ 2025 steht die europäische Automobilindustrie weiter unter Druck. Darauf weist Mark Heinrichs von DJE Kapital AG hin. Trumps Zollpolitik, die Transformation zur Elektromobilität sowie der zunehmende Wettbewerb durch chinesische Hersteller – sowohl im Heimatmarkt als auch global – haben sich zu einem „perfekten Sturm“ entwickelt. Entsprechend blieb der europäische Automobilsektor deutlich hinter dem breiten Markt zurück.

Fed unter Druck

Die US-Notenbank hat die Leitzinsen wie erwartet unverändert gelassen, die Entscheidung fiel jedoch nicht einstimmig: Stephen Miran sprach sich für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte aus. Darauf verweist Christian Scherrmann. In der Kommunikation wurde insbesondere die gestiegene Unsicherheit durch die Eskalation im Nahen Osten betont.

Elektrifizierung Boom

Die weltweite Elektrifizierung der Industrie gewinnt weiter an Tempo. Darauf weist Pierre Schang, Co-Leiter des Bereichs Impact und Umwelt sowie Fondsmanager bei La Financière de l’Echiquier, hin. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wächst der Energiebedarf mit der Elektrifizierung konstant um 3 bis 4 % pro Jahr. Zusätzlichen Druck erzeugen die massive Zunahme von Rechenzentren und der erwartete Boom humanoider Roboter, wodurch Energie in bestimmten Regionen mittelfristig knapp werden könnte.

Auf Marktkorrektur vorbereiten

Wie sich Anleger auf eine mögliche Marktkorrektur vorbereiten können, erläutert Arne Tölsner, Head of Client Group Dach bei Capital Group. Trotz grundsätzlich positiver Aussichten für 2026 – gestützt durch lockerere monetäre Bedingungen in den USA, fiskalische Impulse in Europa und Reformen in Asien – bleibt das Umfeld von Unsicherheiten geprägt.

Vier Energieszenarien

Der Konflikt im Iran hält an und sorgt weiterhin für Unsicherheit an den Energiemärkten. Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass der Iran möglicherweise versucht, die Straße von Hormus zu verminen – ein Schritt, der zu einem zwei- bis dreimonatigen Stillstand des Schiffsverkehrs führen könnte. Theodore Bunzel und Ron Temple skizzieren vier mögliche Entwicklungspfade des Konflikts und deren Auswirkungen auf die Energiepreise. Ron Temple sieht in den Marktverwerfungen zudem Chancen für Anleger, Kapital in Nicht-US-Märkte umzuschichten.

Flughafenboom Europa

Laut einer Studie von Fortune Business Insights wird sich die Entwicklung der internationalen Flughafen-Infrastruktur bis 2034 robust fortsetzen – insbesondere in Europa, das bereits heute rund 30 Prozent des globalen Marktanteils hält und damit die führende Region ist.

Aberdeen: 12 Jahre Investments in Frontier Markets-Anleihen

In diesem Jahr verwaltet Aberdeen Investments seine spezielle Frontier Markets-Anleihenstrategie bereits seit 12 Jahren. „Unsere Philosophie ist heute dieselbe wie zu Beginn: Frontier Markets-Anleihen bieten hohe Renditen und Diversifizierungsvorteile über eine Reihe von Vermögenswerten hinweg, bei geringer Korrelation zu US-Staatsanleihen“, so Leo Morawiecki, Investment Specialist, Fixed Income, Aberdeen Investments.

Federal Reserve Building

Notenbanken unter Druck

Die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Geldpolitik kommentiert Felix Schmidt, Leitender Volkswirt bei Berenberg. Der Anstieg der Energiepreise erhöht weltweit den Inflationsdruck und erschwert damit den Handlungsspielraum der großen Zentralbanken.

Märkte unter Druck

Das Strategie-Team von DJE Kapital AG bewertet die aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten anhand der hauseigenen FMM-Methode, die fundamentale, monetäre und markttechnische Faktoren kombiniert. Nach einem positiven Jahresstart setzte sich die Aufwärtsbewegung auch im Februar fort. Während der weltweite Aktienmarkt moderat zulegte, entwickelten sich der deutsche und der europäische Markt dynamischer, wobei Japan die stärkste Monatsentwicklung verzeichnete. Der breite US-Aktienmarkt blieb dagegen zurück, gebremst durch die schwächere Entwicklung vieler US-Technologiewerte.

Anleihen in geopolitisch unruhigen Zeiten

Der Ölpreissprung und geopolitische Risiken haben die gewohnten Muster an den Anleihemärkten aufgebrochen und Investoren zu einer Neubewertung von Inflation und Risiko gedrängt. Wie sich diese Verschiebung erklären lässt, ordnet Luke Hickmore, Investment Director bei Aberdeen Investments, im folgenden Kommentar ein.