Geld zurück von der Bank
Wie österreichische Kreditnehmer rechtswidrig kassierte Gebühren zurückholen können, nachdem der OGH die jahrelange Praxis der Banken gekippt hat. Jetzt muss gehandelt werden, um Erfolg zu haben.
Wie österreichische Kreditnehmer rechtswidrig kassierte Gebühren zurückholen können, nachdem der OGH die jahrelange Praxis der Banken gekippt hat. Jetzt muss gehandelt werden, um Erfolg zu haben.
Österreichs Versicherungsunternehmen bleiben trotz wirtschaftlicher Unsicherheit, hoher Schadenjahre und anhaltender regulatorischer Veränderungen finanziell sehr solide aufgestellt. Gleichzeitig wird Versicherungsschutz für Kund:innen weiter teurer: Die verrechneten Prämien stiegen 2025 um 4,9 Prozent und damit stärker als die Inflation von 3,6 Prozent. Das zeigt die aktuelle EY-Analyse der Solvency-II-Kennzahlen, für die sämtliche österreichischen Versicherungsunternehmen analysiert wurden, die der heimischen Versicherungsaufsicht unterliegen.

Nach fast zwei Jahrzehnten außergewöhnlicher US-Outperformance sieht Ronald Temple, Chief Market Strategist bei Lazard, die Zeit gekommen, die starke Gewichtung von US-Aktien kritisch zu hinterfragen. Zwar blieben die Vereinigten Staaten ein Markt mit hoher Innovationskraft, starker Kapitalproduktivität und führenden Unternehmen. Gleichzeitig sprächen hohe Bewertungen, eine starke Marktkonzentration, ein schwächerer US-Dollar und zunehmende Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Investitionsbooms dafür, Portfolios nach Jahren extremer US-Dominanz wieder breiter aufzustellen.
Die Zeiten, in denen Anleger im Rentenmarkt vor allem von sinkenden Zinsen profitieren konnten, sind vorerst vorbei. In einem anspruchsvollen Zinsumfeld schafft aktives Management Mehrwert. Im nachfolgendem Interview erläutert Nicholas Fellmann, Head of Fixed Income bei Mandatum, warum Unternehmensanleihen in den nordischen Ländern ein Markt mit vielen Facetten sind.
Wie Anleger:innen in einem anspruchsvollen Marktumfeld Orientierung finden, welche Rolle eine langfristige Strategie spielt und warum persönliche Begleitung wichtiger denn je ist, erläutert Karl-Heinz Strube, Leiter Asset Management im Folgenden.
Quantitative Anlagestrategien setzen auf Daten, Regeln und Prozesse statt auf Intuition. Im Interview erklärt Pascale-Céline Cadix, Head of Wholesale Business Development Germany & Austria bei Aberdeen Investments, wie Enhanced-Index-Strategien funktionieren, worin ihr Mehrwert liegt und warum sie gerade in unsicheren Zeiten überzeugen.

Trotz geopolitischer Risiken und höherer Energiepreise sieht Christophe Braun, Equity Investment Director bei Capital Group, auch für die zweite Jahreshälfte 2026 attraktive Chancen an den Aktienmärkten. Besonders interessant erscheinen ihm drei Bereiche: der anhaltende KI-Investitionszyklus, neue KI-Gewinner außerhalb der USA und Unternehmen der physischen Infrastrukturwirtschaft.
Die Märkte haben sich in den vergangenen Monaten spürbar neu ausgerichtet: Statt eines ölpreisgetriebenen Inflationsschocks steht inzwischen die Widerstandsfähigkeit des globalen Wachstums im Vordergrund. Chris Kushlis, Chief EM Macro Strategist bei T. Rowe Price, sieht darin auch für Schwellenländer ein konstruktiveres Umfeld als noch zu Jahresbeginn erwartet.

Der Ausblick für Aktien bleibt dank des aktuellen Gewinnwachstums positiv, selbst angesichts anhaltender geopolitischer Unsicherheiten. Doch der Einsatz künstlicher Intelligenz verursacht Umwälzungen, und die Performanceunterschiede sind größer geworden. Das erfordert Diversifizierung und Selektivität bei der Titelauswahl, schreiben Nicolas Janvier und Neil Robson von Columbia Threadneedle Investments.
Der spektakuläre Börsengang von SpaceX ist für Laurent Denize, Global Co-CIO von ODDO BHF, mehr als nur ein Einzelereignis: Er sieht darin den Auftakt einer neuen Phase an den Kapitalmärkten, in der der enorme Finanzierungsbedarf für KI-Infrastruktur wieder mehr Unternehmen an die Börse treiben könnte. Gleichzeitig warnt er vor einer wachsenden Konzentration der Wertschöpfung auf wenige Gewinner – und damit auch vor steigenden Rückschlagrisiken.
Die Präsidentschaftswahl in Kolumbien bringt den erwarteten politischen Kurswechsel, fällt jedoch deutlich knapper aus als angenommen. Für die Finanzmärkte rückt damit weniger der Sieg von Abelardo de la Espriella selbst in den Mittelpunkt, sondern die Frage, ob die neue Regierung ausreichend politisches Kapital für Reformen und Haushaltskonsolidierung hat. Das analysiert Viktor Szabo, Investment Director EMD bei Aberdeen Investments.
Die US-Notenbank hat die Leitzinsen wie erwartet unverändert gelassen. Gleichzeitig strich sie den bisherigen Hinweis auf mögliche geldpolitische Lockerungen aus ihrer Erklärung. Für Christian Scherrmann, Chefvolkswirt USA, markiert die Sitzung den Beginn einer neuen Ära unter Fed-Chef Kevin Warsh.