Stresstest für Schwellenländer

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, volatile Ölpreise und die restriktive Geldpolitik der großen Zentralbanken stellen Schwellenländer zunehmend auf die Probe. Laut Dr. Johannes Feist, CEO von MK Global Kapital, geht es dabei längst nicht mehr nur um Ölpreise, Zinsen oder Währungen – entscheidend sei vor allem die Struktur der Finanzierung.

Hotelmarkt wächst

Die börsennotierte EPH Group AG mit Sitz in Wien will internationale Hotelgruppen verstärkt in Premium- und Luxusdestinationen im DACH-Raum bringen. Dafür führt das Unternehmen aktuell eine Barkapitalerhöhung mit einem maximalen Bruttoemissionsvolumen von rund 10,3 Mio. Euro durch. Die öffentliche Zeichnungsfrist läuft noch bis 26. Juni 2026.

Aktienmarkt Chart

Inflation verändert Märkte

Geopolitische Unsicherheit, Inflation und strukturelle Veränderungen der Weltwirtschaft stellen Anleger zunehmend vor Herausforderungen. Laut Bruno Lamoral, Portfoliomanager für institutionelle Mandate bei DPAM, hängt die Portfoliozusammenstellung heute stärker denn je von der Korrelation verschiedener Anlageklassen und den daraus resultierenden Diversifizierungsvorteilen ab.

Ungarn im Fokus

Trotz politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen könnte sich Ungarn laut James Donald, Portfoliomanager und Leiter der Emerging-Markets-Plattform bei Lazard Asset Management, zu einer attraktiven Investmentchance entwickeln. Die jüngste Parlamentswahl könne den Beginn einer schrittweisen Neubewertung des Landes markieren – vorausgesetzt, der neuen Regierung gelingt es, die Beziehungen zur Europäischen Union zu verbessern und das Vertrauen der Kapitalmärkte nachhaltig zu stärken.

Schwellenländer attraktiv

Aktien aus Schwellenländern haben sich seit Beginn des Iran-Konflikts vollständig erholt. Laut Vladimir Oleinikov, Senior Quantitative Analyst bei Generali Investments, stiegen Schwellenländeraktien auf Basis der Total-Return-Rendite um 5,3 %. Trotz geopolitischer Spannungen verbesserten sich die Gewinnrevisionen, was auf makroökonomische Widerstandsfähigkeit und KI-getriebene Ergebnisse zurückgeführt wird.

Aberdeen: Enhanced Index Webinar

Volatile Märkte und veränderte Zinsentwicklungen stellen Anleger vor neue Herausforderungen. Seien Sie am 2. Juni 2026 um 10:00 Uhr dabei und erfahren Sie, wie ein diszipliniertes quantitatives Rahmenwerk Aktienportfolios im heutigen dynamischen Umfeld unterstützen kann.

KI treibt Märkte

Während geopolitische Spannungen, Energieschocks und Inflationsrisiken zunehmen, zeigen sich die Aktienmärkte erstaunlich robust. Laut Joel Frick, Investment Lead bei der BENDURA BANK AG, blendet der Markt derzeit viele Risiken aus – getrieben vor allem von der anhaltenden KI-Euphorie.

aktienmarkt

Wandelanleihen stabil

Wandelanleihen zeigen sich laut Arnaud Brillois, Leiter des Global Convertible-Teams bei Lazard Asset Management, auch in einem von geopolitischen Spannungen geprägten Marktumfeld robust. Gerade angesichts steigender Volatilität und sinkender Risikobereitschaft können sie an steigenden Aktienmärkten partizipieren und gleichzeitig in schwächeren Marktphasen vor Kursrückgängen schützen.

Eurozone schwächelt

Die Stimmung der Unternehmen im Euro-Raum hat sich weiter eingetrübt. Laut Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz, zeigen die aktuellen Daten nicht nur eine konjunkturelle Schwäche, sondern auch einen strukturellen Anpassungsprozess. Insbesondere steigende Kosten, Unsicherheit und eine zunehmende Zurückhaltung der Verbraucher belasten – vor allem im Dienstleistungssektor.

KI-Wettstreit: USA vs. China

Führerschaft in der Künstlichen Intelligenz bemisst sich nicht allein an besseren Modellen. Entscheidend sind auch Umsetzung, Energieversorgung und Produktivitätsgewinne. Nick Robinson, Deputy Head of Global Emerging Market Equities bei Aberdeen Investments, analysiert, welche unterschiedlichen Wege die USA und China einschlagen, um Künstliche Intelligenz in wirtschaftliche Wirkung zu übersetzen.

Kurzlaufende Anleihen: Chancen mit reduziertem Risikoprofil

Jahrzehntelang verließen sich Anleger auf eine einfache Faustregel: Wenn die Aktienmärkte instabil werden, sorgen Anleihen für Stabilität. Diese Beziehung gilt in vielen Szenarien noch – aber die jüngsten Marktbewegungen sind eine deutliche Erinnerung daran, dass sie bedingt und nicht garantiert ist, so Peter Marsland, Investment Specialist bei Aberdeen Investments, in seinem aktuellen Marktkommentar.

Fed weiter in Warteposition

Die US-Notenbank hat ihren Leitzins auf der heutigen Sitzung wie erwartet unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Angesichts der unklaren Folgen des Kriegs im Iran für Wachstum und Inflation setzt die Fed weiter auf Abwarten.