Bundesanleihen unter Druck

Auch mit „Iran-Deal“ dürften sich Bundesanleihen schwertun. Die Entspannung im Nahen Osten sorgt zwar für Hoffnung auf eine Normalisierung der Energieversorgung, die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs werden die Eurozone aber noch länger begleiten. Fabian Birli, Multi-Asset Stratege bei Berenberg, sieht weiterhin erhöhte Stagflationsrisiken und begrenztes Potenzial für sinkende Renditen bei Bundesanleihen.

In 20 Minuten um die Welt

Am 23. Juni 2026 steht die nächste Ausgabe des Kapitalmarktausblick-Webinars von Aberdeen Investments an. Das Webinar wird auf Deutsch von Andrea Wehner, Investment Director bei Aberdeen Investments, gehalten.

bank99 Studie: Kredite

ketagent im Auftrag der bank99 unter 1.500 Personen zwischen 14 und 75 Jahren. Demnach versuchen 88 Prozent, Kredite möglichst zu vermeiden. Gleichzeitig hat jedoch fast jede zweite Person (42 Prozent) bereits mehrmals einen Kredit aufgenommen.

Allianz Global Insurance Report 2026

Die weltweite Versicherungsbranche ist 2025 um 7,1 % gewachsen und hat damit ein zusätzliches Prämienvolumen von 456 Milliarden Euro erzielt. Insgesamt beliefen sich die globalen Prämieneinnahmen laut dem aktuellen Allianz Global Insurance Report 2026 auf 6,9 Billionen Euro. Österreich konnte mit einem Plus von 4,5 % ebenfalls deutlich wachsen, blieb aber unter dem globalen Durchschnitt. Für die kommenden zehn Jahre erwartet Allianz Research ein stabiles jährliches Wachstum von 5,3 %, getragen von einem steigenden Bedürfnis nach privater Absicherung und Resilienz.

Ausblick

Marktstress offenbart alte Risiken

Geopolitische Spannungen, volatile Märkte und wirtschaftliche Unsicherheiten rücken bewährte Anlagestrategien wieder stärker in den Fokus. Für Peter Branner, Chief Investment Officer bei Aberdeen Investments, sind gerade Phasen erhöhter Unsicherheit ein wichtiger Stresstest für Portfolios. Entscheidend sei nicht, kurzfristige Entwicklungen vorherzusagen, sondern auf Liquidität, Diversifikation und eine disziplinierte Portfoliokonstruktion zu setzen.

Vorerst keine KI-Wunder in Sicht

Die US-Produktivität steigt wieder. Für ein KI-getriebenes neues Wachstumsregime reicht das aber noch nicht. Künstliche Intelligenz gilt für viele als nächster großer Wachstumstreiber der Weltwirtschaft. Tatsächlich zeigen die aktuellen US-Produktivitätsdaten erste positive Effekte. Für einen nachhaltigen, KI-getriebenen Produktivitätsschub auf gesamtwirtschaftlicher Ebene ist es laut DWS jedoch noch zu früh. Zwar steigen Effizienz und Kaufkraft, die erhofften „KI-Wunder“ lassen aber weiterhin auf sich warten.

KI treibt Märkte

Die US-Aktienmärkte erreichen trotz geopolitischer Spannungen und hoher Energiepreise neue Höchststände. Angetrieben wird die Rallye vor allem vom Thema Künstliche Intelligenz. Laut Justin Streeter, Portfoliomanager für US-Aktien bei Comgest, geht es angesichts der hohen Bewertungen nun stärker denn je darum, Unternehmen zu identifizieren, die nachhaltig Umsatz- und Gewinnwachstum generieren – auch abseits des KI-Hypes.

Zinshoffnung schwindet

Die Hoffnungen der Märkte auf rasche Zinssenkungen haben sich innerhalb weniger Monate deutlich eingetrübt. Während Anleger Anfang 2026 noch mit einem globalen Lockerungszyklus rechneten, wurden diese Erwartungen inzwischen spürbar zurückgenommen. Hintergrund sind vor allem steigende Inflationserwartungen infolge der geopolitischen Eskalation im Nahen Osten und der Unsicherheit rund um die Straße von Hormus.

Stresstest für Schwellenländer

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, volatile Ölpreise und die restriktive Geldpolitik der großen Zentralbanken stellen Schwellenländer zunehmend auf die Probe. Laut Dr. Johannes Feist, CEO von MK Global Kapital, geht es dabei längst nicht mehr nur um Ölpreise, Zinsen oder Währungen – entscheidend sei vor allem die Struktur der Finanzierung.

Hotelmarkt wächst

Die börsennotierte EPH Group AG mit Sitz in Wien will internationale Hotelgruppen verstärkt in Premium- und Luxusdestinationen im DACH-Raum bringen. Dafür führt das Unternehmen aktuell eine Barkapitalerhöhung mit einem maximalen Bruttoemissionsvolumen von rund 10,3 Mio. Euro durch. Die öffentliche Zeichnungsfrist läuft noch bis 26. Juni 2026.

Aktienmarkt Chart

Inflation verändert Märkte

Geopolitische Unsicherheit, Inflation und strukturelle Veränderungen der Weltwirtschaft stellen Anleger zunehmend vor Herausforderungen. Laut Bruno Lamoral, Portfoliomanager für institutionelle Mandate bei DPAM, hängt die Portfoliozusammenstellung heute stärker denn je von der Korrelation verschiedener Anlageklassen und den daraus resultierenden Diversifizierungsvorteilen ab.

Ungarn im Fokus

Trotz politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen könnte sich Ungarn laut James Donald, Portfoliomanager und Leiter der Emerging-Markets-Plattform bei Lazard Asset Management, zu einer attraktiven Investmentchance entwickeln. Die jüngste Parlamentswahl könne den Beginn einer schrittweisen Neubewertung des Landes markieren – vorausgesetzt, der neuen Regierung gelingt es, die Beziehungen zur Europäischen Union zu verbessern und das Vertrauen der Kapitalmärkte nachhaltig zu stärken.