30. September 2026

Neuer Österreich-Aktienfonds

Am 24. September startete der Schoellerbank Aktien Österreich der Schoellerbank Invest mit einem Volumen von 20 Millionen Euro. CIO Jörg Mushuber erklärt die Vorteile der Aktien im ATX Prime und die Anlagephilosophie des neuen Fonds.

Jörg Moshuber, CIO, Schoellerbank Invest AG

Der Wiener Aktienmarkt wurde lange Zeit unterschätzt. Erst die Outperformance in den vergangenen Jahren im Vergleich zu EuroStoxx, DAX & Co, lenkten die Aufmerksamkeit internationaler Investoren wieder auf die Wiener Börse. Für Jörg Moshuber, CIO von Schoellerbank Invest, ist das ein Grund, einen eigenen Österreich-Aktienfonds zu starten, denn gerade die Unterschiede zu den großen globalen Indizes sind für Anleger interessant. Während im S&P 500 und im MSCI World Technologieunternehmen dominieren, weist der österreichische Markt eine andere Zusammensetzung auf. Hier finden sich vor allem traditionelle Branchen wie Banken, Industrie, Energie und Rohstoffe. „Wer eine Alternative zur hohen Tech- und KI-Konzentration sucht, findet im österreichischen Markt eine andere sektorale Zusammensetzung. Auch die im internationalen Vergleich attraktive Dividendenrendite spricht für österreichische Aktien“, so Moshuber. Ein weiterer Faktor ist die starke wirtschaftliche Verflechtung Österreichs mit Zentral- und Osteuropa. Hier eröffnet sich eine Zusatzfantasie, wenn es zu einer Lösung im Ukraine-Krieg kommt.

Günstig bewertete Aktien des ATX Prime

Bei der Bewertung der österreichischen Unternehmen verweist Moshuber auf die günstigen Kurs-Gewinn-Verhälnisse (KGVs) und die relativ hohen Dividendenrenditen. Letztlich sei für den Kapitalmarkt entscheidend, ob die Firmen Gewinne machen und Wert schaffen können. Der neue Schoellerbank Österreich-Aktienfonds wird aktiv nach fundamentalen Kriterien gemanagt (Bottom Up). Als Anlageuniversum dient der ATX Prime, wobei entsprechend des ATX Prime neben den großen Unternehmen auch Small Caps berücksichtigt werden – rund 30 Prozent des Portfolios sollen auf kleinere Unternehmen entfallen. Nicht nur die Einzeltitelauswahl, auch die Sektorallokation wird aktiv gestaltet und soll dabei helfen, auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren. Derzeit liegt der Fokus auf Finanzwerten, da Banken von einer steileren Zinskurve profitieren. Daneben setzt Moshuber auf Industrieunternehmen sowie auf ausgewählte Energie-, Rohstoff- und Versorgerwerte. Dabei versteht Moshuber den österreichischen Markt nicht als isolierte Wette auf Österreich. Viele der heimischen Unternehmen erzielen einen erheblichen Teil ihrer Umsätze außerhalb des Landes und sind damit in Europa und teilweise weltweit tätig. Die größte Position zum Fondsstart ist die OMV, gefolgt von der Raiffeisen Bank International, der Bawag und der Erste Group. Hinzu kommen ein paar Small-Caps.

Stammdaten des Schoellerbank Österreich Aktienfonds:
ISIN Ausschütter: AT0000A3V2F1
ISIN Thesaurierer: AT0000A3V2G9

mf

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