Globale Kryptoabflüsse weiten sich aus
Digitale Anlageprodukte stehen weiter unter Druck. In der dritten Woche in Folge verzeichnete der Markt deutliche Kapitalabflüsse. Laut CoinShares summierten sich die Mittelabzüge zuletzt auf 1,67 Milliarden US-Dollar – der zweithöchste Wochenwert des Jahres 2026. Verantwortlich dafür ist vor allem die anhaltende Risk-off-Stimmung infolge des Iran-Konflikts, die positive Impulse durch regulatorische Fortschritte in den USA derzeit überlagert.
Globale Abflüsse weiten sich auf 1,67 Mrd. US-Dollar aus – dritte negative Woche in Folge
Über die vergangenen drei Wochen summierten sich die Abflüsse aus digitalen Anlageprodukten auf 4,21 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig sank das verwaltete Vermögen von 148 Milliarden auf 141 Milliarden US-Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Anfang April. Das aktuelle Muster erinnert an die Phase von Januar bis Februar, als der Markt fünf Wochen in Folge Abflüsse verzeichnete.
Regional dominierten die USA das Geschehen mit Mittelabzügen von 1,63 Milliarden US-Dollar. Auch Deutschland schloss sich der Risk-off-Bewegung an und verzeichnete Abflüsse von 25,7 Millionen US-Dollar. Weitere Mittelabflüsse wurden aus Schweden (6,6 Mio. US-Dollar) und Hongkong (4,5 Mio. US-Dollar) gemeldet.

Bitcoin und Ethereum unter Druck
Bitcoin musste mit Abflüssen von 1,44 Milliarden US-Dollar den stärksten wöchentlichen Mittelabzug des laufenden Jahres hinnehmen. Damit wurden sowohl der bisherige Rekord der Vorwoche als auch die hohen Abflüsse vom Januar übertroffen. Die kumulierten Bitcoin-Zuflüsse seit Jahresbeginn reduzierten sich dadurch deutlich auf 1,2 Milliarden US-Dollar. Vor zwei Wochen lagen sie noch bei 3,9 Milliarden US-Dollar.
Auch Ethereum blieb von der Risikoaversion nicht verschont und verzeichnete Abflüsse von 257 Millionen US-Dollar.
Altcoins verlieren an Dynamik
Besonders deutlich zeigte sich die Zurückhaltung der Anleger bei Altcoins. Vor drei Wochen konnten noch elf verschiedene Assets Zuflüsse verzeichnen, inzwischen sind es nur noch fünf. Zu den wenigen positiven Ausnahmen gehörten XRP mit Zuflüssen von 20,3 Millionen US-Dollar, Hyperliquid mit 10,8 Millionen US-Dollar sowie Near mit 7,6 Millionen US-Dollar.
Die Entwicklung deutet darauf hin, dass Anleger derzeit verstärkt auf Risikoabbau setzen und selbst innerhalb des Kryptomarkts selektiver vorgehen. Solange die geopolitischen Unsicherheiten und die angespannte Marktstimmung anhalten, dürfte die Nachfrage nach digitalen Anlageprodukten unter Druck bleiben.
CoinShares/IJ