12. März 2026

ETF-Boom Rekord

Der europäische ETF-Markt hat seinen Wachstumskurs im Februar fortgesetzt und einen neuen Rekord erreicht. Laut Marktbericht von David Hau, Head of Index Equity und ETF Product Specialism bei Vanguard Europe, flossen im Februar insgesamt 56,3 Milliarden US-Dollar in europäische ETFs – mehr als im bisherigen Rekordmonat Januar.

David Hsu Head of Index Equity und ETF Product Specialism, Vanguard Europe
David Hsu, Head of Index Equity und ETF Product Specialism bei Vanguard Europe

Damit summierten sich die Zuflüsse in den ersten beiden Monaten des Jahres bereits auf 112,2 Milliarden US-Dollar. Dieses Niveau war im Jahr 2025 erst im Mai erreicht worden. Unterstützt wurde die Entwicklung durch ein konstruktives Marktumfeld mit steigenden Aktien- und Anleiheindizes.

Aktien-ETFs treiben Wachstum

Aktien-ETFs blieben auch im Februar der wichtigste Wachstumstreiber. Insgesamt flossen 45,9 Milliarden US-Dollar in diese Kategorie. Besonders gefragt waren Core-Equity-ETFs mit 18,8 Milliarden US-Dollar Zuflüssen und bestätigten ihre Rolle als zentrale Bausteine vieler Portfolios.

Auch gezieltere Strategien verzeichneten starke Nachfrage. Smart-Beta-ETFs sammelten 10,6 Milliarden US-Dollar ein und lagen damit auf Rang zwei. Market-Access-ETFs folgten mit 5,3 Milliarden US-Dollar, während Sektor-ETFs 3,7 Milliarden US-Dollar an neuen Mitteln anzogen. In keiner der beobachteten Aktienkategorien kam es zu Nettoabflüssen.

Global und Emerging Markets gefragt

Auf regionaler Ebene dominierten erneut globale Aktienstrategien mit Zuflüssen von 8,5 Milliarden US-Dollar. Auffällig stark war auch die Nachfrage nach ETFs auf Schwellenländeraktien, die 7,4 Milliarden US-Dollar einsammelten.

Strategien auf Industrieländer, Europa und die USA konnten ebenfalls zulegen. Einzig ETFs auf chinesische Aktien verzeichneten Nettoabflüsse von 456 Millionen US-Dollar.

Anleihe-ETFs bleiben stabil

Anleihe-ETFs verzeichneten im Februar Nettozuflüsse von 9,8 Milliarden US-Dollar. Besonders gefragt waren Strategien auf Staatsanleihen, die mit 5,6 Milliarden US-Dollar bereits im zweiten Monat in Folge die höchsten Zuflüsse erzielten.

Corporate-Bond-ETFs sammelten 1,4 Milliarden US-Dollar ein, während ETFs mit ultrakurzen Laufzeiten Zuflüsse von 754 Millionen US-Dollar verzeichneten. Größere Abflüsse blieben auch im Rentenbereich aus.

Euroraum-Anleihen im Fokus

Regional dominierten ETFs auf Anleihen aus dem Euroraum mit Zuflüssen von 6,4 Milliarden US-Dollar. Auch globale Anleihe-ETFs und Schwellenländeranleihen verzeichneten deutliche Zuflüsse von 2,1 beziehungsweise 1,5 Milliarden US-Dollar.

Lediglich ETFs auf US-Anleihen entwickelten sich schwächer und verzeichneten Nettoabflüsse von 1,2 Milliarden US-Dollar.

Breite Nachfrage über alle Segmente

Auch Alternative-, Multi-Asset- und Rohstoff-ETFs schlossen den Monat mit Zuflüssen ab. Insgesamt zeigt sich damit eine breit abgestützte Nachfrage nach ETFs.

Nach dem außergewöhnlich starken Jahresauftakt hat der europäische ETF-Markt seinen Wachstumskurs im Februar nicht nur fortgesetzt, sondern nochmals beschleunigt – getragen vor allem von der starken Nachfrage nach Aktien-ETFs und stabilen Zuflüssen im Anleihebereich.

Vanguard Europe/IJ

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