12. Oktober 2021

Milliardäre: Wer ist „Selfmade“?

Forbes 400 ist ein Ranking der wohlhabendsten US-Amerikaner. Um einen Platz in der Liste zu ergattern, muss mittlerweile ein Reinvermögen von rund 2,9 Milliarden US-Dollar vorgewiesen werden. Aber nur ein Teil der Milliardäre ist wirklich „Selfmade“.

Das Ranking enthält in diesem Jahr ganze 44 neue Namen und verabschiedete sich von einigen altbekannten, wie etwa Donald Trump. Das kollektive Vermögen dieser 400 Menschen ist im vergangenen Jahr um ganze 40 Prozent gestiegen.

Grafik_Statista_Milliardäre

Geerbt ist nicht Selfmade

Unter den Eliten der Welt bezeichnen sich viele Personen mit Stolz als “Selfmade-Milliardäre”. Aber wie viele von ihnen können dies auch völlig zu Recht von sich behaupten? Forbes hat den Werdegang aller 400 Einträge in der Liste analysiert und in eine von zehn Kategorien eingeteilt. Die ersten sechs Kategorien sind von Menschen besetzt, die ihr Vermögen teilweise oder komplett geerbt haben, dabei wird weiterhin unterschieden, ob diese Personen weiterhin arbeiten oder inwiefern sie zur Vergrößerung des Reichtums beigetragen haben.

René Bocksch erklärt auf statista.com: „Kategorie Nummer sechs ist reserviert für die 3,3 Prozent der Milliardär:innen, die ihr Vermögen als Angestellte in einem großen Unternehmen erwirtschaftet haben, wie beispielsweise der frühere Microsoft CEO und Besitzer der Los Angeles Clippers Steve Ballmer.“

Amerikanischer Traum und Wirklichkeit

Die letzten vier Kategorien sind die der Selfmade-Milliardäre und wohl die interessantesten. Insgesamt fallen etwa 63,7 Prozent der Forbes 400 in diese Rubrik. Boksch: „Doch Selfmade ist nicht gleich Selfmade. Wie die Statista-Grafik zeigt, ist etwa ein Zehntel dieser 269 Personen bereits mit reichen Eltern aufgewachsen, weitere 18,6 Prozent stammen aus der Mittelschicht – unter anderem die momentan vier reichsten Menschen der USA; Bezos, Musk, Zuckerberg und Gates.“

Die Arbeiterklasse hat mit 59,5 Prozent den größten Anteil selbstgemachter Superreicher hervorgebracht. Den sprichwörtlichen amerikanischen Traum leben nur etwa 31 Personen (11,5 Prozent) unter den Forbes 400. Beispielhaft zu nennen sind George Soros und Talkshow-Ikone Oprah Winfrey.

Statista/HK

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