16. November 2020

Blue Economy: Ressourcen unserer Erde vernünftig nutzen

Blue Economy basiert auf der Idee der verantwortungsvollen Nutzung maritimer Ressourcen unter der Berücksichtigung von Umweltfragen. Sie ist Bestandteil der Nachhaltigkeitskonzepte vieler Institutionen.

Gastbeitrag von Claus Hecher, Head of Business Development ETF & Index Solutions, BNP Paribas Asset Mgt.

Das Meer und die Ozeane stehen im Mittelpunkt der ökologischen und wirtschaftlichen Herausforde­rungen des 21. Jahrhunderts. Laut UNO „tragen die Ozeane zur Beseitigung der Armut bei, indem sie nachhaltige Lebensgrundlagen und menschenwür­dige Arbeit schaffen, Nahrung und strategische Mi­neralien liefern, Sauerstoff erzeugen, Treibhausgase absorbieren und die Auswirkungen des Klimawan­dels mildern, die Witterungsverhältnisse und die globale Temperatur beeinflussen und als Auto­bahnen für den internationalen Seehandel dienen“.

Wirtschaft und Ökologie

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts haben die Meeres­aktivitäten – Tourismus, Energieerzeugung, Aqua­kultur, Seeverkehr – rapide zugenommen. Nach An­gaben der OECD beträgt der jährliche Beitrag der Ozeane zum globalen BIP aktuell 1,5 Billionen Dol­lar und wird bis 2030 über drei Billionen Dollar lie­gen. Die maritimen Geschäftsmodelle, ob traditio­nell (Fischerei, Hafenaktivitäten oder Ausbeutung fossiler Brennstoffe) oder neu (marine Biotechnolo­gien), beeinflussen jedoch das empfindliche Gleich­gewicht der Ozeane. Aus diesem Grund schlägt das Konzept der Blue Economy vor, ökologische und ökonomische Ansätze zu kombinieren. Die Welt­bank definiert die Blue Economy als „nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen für wirtschaftliches Wachstum, Verbesserung der Lebensgrundlagen und Beschäftigung bei gleichzeitiger Erhaltung eines gesunden Meeresökosystems“.

Überlegungen zum Ozean von morgen

Offshore-Windenerge trägt wesentlich zur Steiger­gerung der Energieerzeugungskapazität bei und wird bis 2040 um das Fünfzehnfache steigen (Inve­stitionsvolumen: 1.000 Milliarden US-Dollar). In Europa wird die installierte Kapazität von 20 Giga­watt (GW) in 2018 bis 2040 um das Neunfache an­wachsen. Ein weiterer schnell wachsender Sektor ist die Meeresbiotechnologie, d. h. die Nutzung der ma­rinen Biodiversität (Bakterien, Phytoplankton, Al­gen usw.) für die Verwendung in der Pharmazie, Kosmetik, Chemie und Nahrungsmittelindustrie so­wie im Energiesektor. Bis 2025 wird eine jährliche Wachstumsrate von mehr als zehn Prozent erwartet.

Investitionsthema: Blue Economy

Der ECPI Global ESG Blue Economy Equity Index umfasst fünfzig Unternehmen, die in frn Bereichen Meeresenergien und -ressourcen (Offshore-Winde­nergie, Meeresbiotechnologie, Gezeitenenergie), so­wie bei Küstenaktivitäten (Küstenschutz, Ökotouris­mus), Fischerei und Aquakultur, Reduzierung der Umweltverschmutzung (Recycling-/Abfallentsor­gungsunternehmen, Umweltdienste) und schließ­lich Seeverkehr (Containerschifffahrt, Schiffsausrü­stung) positiv tätig sind. Diese Unternehmen betrei­ben eine verantwortungsvolle aber auch rentable Nutzung der Meeresressourchen. Die in diesem Be­reich aktiven Gesellschaften werden vom ECPI nach Sektoren und nach ESG -Kriterien ausgewählt, um die Vielfalt und Dynamik der Blue Economy wider­zuspiegeln. Im Einklang mit dem UNO-Ziel 14 der nachhaltigen Entwicklung („Erhaltung und nachhal­tige Nutzung der Ozeane, Meere und Meeresres­sourcen für eine nachhaltige Entwicklung“) hat BNP Paribas Asset Management vor kurzem einen neuen ETF innerhalb seiner BNP Paribas Easy-Reihe auf den Markt gebracht. Der ETF-Vertrieb von BNP Pari­bas Asset Management im deutschsprachigen Raum wird seit 2016 von Claus Hecher geleitet.

Blue Economy über ETF investierbar: Der im Oktober 2020 aufgelegte BNP Paribas Easy ECPI Global ESG Blue Economy Leaders UCITS ETF (ISIN Code: LU2194447293; WKN: A2QCJJ) bildet den Index von ECPI nach. Der Subfonds des BNP Paribas Easy SICAV nach Luxemburger Recht repli­ziert den Index physisch ohne Wert­papierleihe. Der ETF ist in der Han­delswährung Euro auf XETRA gelistet. Die jährliche Gesamtkostenquote be­trägt 0,30 Prozent.

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