14. September 2026

Europas Aktien bleiben stark

Trotz anhaltend negativer Schlagzeilen zeigt sich der europäische Aktienmarkt robust. Der MSCI Europe Index ist seit August 2021 von rund 150 auf über 220 Punkte gestiegen – ein Plus von knapp 50 Prozent. DJE verweist auf starkes Gewinnwachstum, solide Margen, einen robusten Arbeitsmarkt und eine aktuell günstige Sektorstruktur.

Unternehmen nicht im Krisenmodus

Für 2026 werden in Europa derzeit fast 20 Prozent Gewinnwachstum und Gewinnmargen von mehr als 10 Prozent erwartet. Auch der Arbeitsmarkt bleibt robust: Die Arbeitslosenquote in der Eurozone liegt bei rund 6,3 Prozent und damit nahe historischer Tiefstände. Spanien kommt trotz deutlicher Verbesserung noch auf etwa 10 Prozent, Deutschland auf knapp 4 Prozent, Italien auf rund 5,5 Prozent und Frankreich auf gut 8 Prozent. Von einem flächendeckenden Einbruch kann daher keine Rede sein.

Auch die Sektorstruktur hilft dem europäischen Aktienmarkt. Energietitel profitieren vom höheren Ölpreis von aktuell über 90 US-Dollar je Barrel. Banken wiederum profitieren von einem Zinsumfeld, das das Zinsgeschäft stützt, von ordentlicher Aktivität und bislang moderaten Kreditausfällen. Der häufig im Fokus stehende Autosektor ist für den breiten Index dagegen weniger entscheidend, als die mediale Präsenz vermuten lässt. Entlassungen und Strukturprobleme sind real, erklären aber nicht den Gesamtmarkt.

Die Börse ist damit weder ein exaktes Abbild der Konjunktur noch der Stimmung. Märkte bewerten Erwartungen, Gewinne und Sektortrends. Gerade in Europa hat sich zuletzt gezeigt, dass es sich auch in einem Umfeld schlechter Stimmung lohnen kann, investiert zu bleiben.

DJE/IJ

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