Fed profitiert von Iran-Abkommen
Die US-Notenbank steht vor ihrer ersten Sitzung unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh. Nach den jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten könnte die Federal Reserve dabei einen vorsichtigeren Kurs einschlagen als noch vor wenigen Tagen erwartet. Darauf weist Nathaniel Hyde, Senior Portfolio Manager bei Insight Investment, hin.
Fed zwischen Zinserwartungen und geopolitischer Unsicherheit

Seit der letzten Fed-Sitzung hat sich die Marktstimmung deutlich verändert. Während Anleger zunächst auf Zinssenkungen setzten, wurden zuletzt wieder Zinserhöhungen eingepreist. Das jüngste Iran-Abkommen könnte diesen Druck jedoch etwas reduzieren und Warsh mehr Spielraum für einen zurückhaltenderen geldpolitischen Ton geben.
Unsicherheiten bleiben bestehen
Trotz der Einigung bleiben wichtige Fragen offen. Noch ist unklar, wann der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus vollständig wieder aufgenommen wird und wie sich die Lage im Libanon entwickelt. Diese Unsicherheiten dürften sich auch in den Aussagen der Fed widerspiegeln. Hyde erwartet daher, dass sowohl die offizielle Erklärung als auch der sogenannte „Dot Plot“ weiterhin unterschiedliche Einschätzungen innerhalb des Offenmarktausschusses hinsichtlich Zeitpunkt und Richtung des nächsten Zinsschritts erkennen lassen.
Fokus auf Warshs Kommunikationsstrategie
Besondere Aufmerksamkeit dürfte der Pressekonferenz von Kevin Warsh gelten. Anleger werden darauf achten, ob der neue Fed-Chef an seinen Plänen festhält, die Kommunikation der Notenbank und die Forward Guidance zurückzufahren. Darüber hinaus könnte Warsh Hinweise auf seine Haltung zu den Anleihekaufprogrammen der Fed geben. Seine Aussagen werden als wichtiger Indikator dafür gewertet, wie sich die geldpolitische Strategie der US-Notenbank unter seiner Führung künftig entwickeln könnte.
Insight Investments/IJ