30. April 2021

Wifo: Erholung in Industrie und Wirtschaft

Laut der aktuellen Schnellschätzung des WIFO stieg die österreichische Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2021 gegenüber der Vorperiode leicht an. Die positive Entwicklung in der Industrie und im Bauwesen kompensierte die anhaltenden Rückgänge in konsumrelevanten Sektoren.

Erholung in der Industrie begünstigte die Wirtschaft im I. Quartal 2021: BIP +0,2%

Nach dem Rückgang im 4. Quartal 2020 stabilisierte sich die heimische Wirtschaft. Gemäß ersten Berechnungen stieg das BIP im ersten Quartal 2021 um 0,2% gegenüber dem Vorquartal. Im Jahresvergleich bedeutet dies einen Rückgang um 2,7% gegenüber dem 1. Quartal 2020, wo bereits erste negative wirtschaftliche Effekte der COVID-19- Pandemie verzeichnet wurden.

Industrie als Vorreiter

Positive Impulse kamen im 1. Quartal 2021 von der fortschreitenden Erholung der Industrie- und Baukonjunktur. Die Wertschöpfung in der Industrie stieg im 1. Quartal um 2,6% (IV. Quartal 2020 +0,6%), in der Bauwirtschaft um 3,6% (IV. Quartal 2020 -2,4%). Im Gegensatz dazu ging die Wirtschaftsleistung in den konsumnahen Dienstleistungsbereichen in Folge der getroffenen Maßnahmen des dritten Lockdown erneut zurück, wenngleich nicht mehr so massiv wie im vierten Quartal 2020.

Handel und Service leiden

Die Wertschöpfung im Bereich Handel, Beherbergung, Gastronomie und Verkehr sank um 3,1%; bei den sonstigen Dienstleistungen, welche persönliche Dienstleistungen (wie Friseure), Kunst, Unterhaltung und Erholung beinhalten, betrug der Rückgang der Wertschöpfung -4,6% (jeweils gegenüber dem Vorquartal). Einige Unternehmen dieser Bereiche waren im I. Quartal 2021 zur Gänze geschlossen. Gestützt wurde die Wertschöpfungsentwicklung weiterhin von weniger physischen kontaktintensiven Dienstleistungen (wie etwa im IT-, Banken-, Versicherungs- oder Immobiliensektor) sowie der Öffentlichen Verwaltung.

Konsum: Moderater Rückgang

Die Angebotsbeschränkungen durch den dritten Lockdown (bis 8. Februar 2021) im Handels- und Dienstleistungsbereich zogen erneut einen Nachfragerückgang im privaten Konsum mit sich, wenngleich dieser deutlich moderater als im vierten Quartal 2020 ausfiel. Im ersten Quartal 2021 sank die Konsumnachfrage der privaten Haushalte nach ersten Berechnungen um 0,2% gegenüber der Vorperiode (IV. Quartal 2020 -5,2%). Die außenwirtschaftliche Dynamik ist einerseits von der Stabilisierung der Industriekonjunktur und andererseits von den Ausfällen im internationalen Reiseverkehr geprägt.

Wifo/HK

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