11. Januar 2022

Versicherungen: Sorgen und Risiken

Das zweite Corona-Jahr hat viele Branchen vor herausfordernde Aufgaben gestellt. Welche Risiken, Sorgen und Stolpersteine die heimischen Versicherungen in naher Zukunft sehen, zeigt eine aktuelle PwC-Studie.

Thomas Windhager, Insurance Leader bei PwC Österreich
Thomas Windhager, Insurance Leader bei PwC Österreich

Vorweg: Die Grundstimmung der globalen Versicherungsbranche bleibt trotz COVID-Krise überwiegend optimistisch. Die fünf größten Sorgen der österreichischen Versicherungsbranche sind wiederum:

Regulierung

Die Hauptsorge der österreichischen Versicherer ist seit der letzten Umfrage 2019 unverändert die zunehmende Regulierung in Europa. Diese belastet die Branche mit hohen bürokratischen Kosten und erschwert gerade für kleine Marktteilnehmer die Geschäftsbedingungen (weltweit: Platz 2).

Niedrige Zinssätze

Die niedrigen Zinssätze liegen in Österreich an zweiter Stelle der größten Herausforderungen (weltweit: Platz 5). Aufgrund der gegenwärtigen Niedrigzinslage und der gleichzeitig steigenden Kosten durch Regulation befürchten österreichische Branchenteilnehmer zunehmend ein Risiko des Rentabilitätsverlustes.

Klimawandel

Überschwemmungen, Hagel, Waldbrände und Hitzewellen wirken sich für Versicherer bereits jetzt spürbar aus. Der Klimawandel wird im Vergleich zu 2019 durch die Zunahme von Katastrophenereignissen als unmittelbarer Risikofaktor gesehen und liegt in Österreich auf Platz drei (weltweit: Platz 4).

Performance

Weit über dem internationalen Durchschnitt (weltweit: Platz 9) teilen die österreichischen Versicherer Bedenken zur Anlagenperformance. Daher stellen sie Portfolios mit geringem Risiko auf, um sich vor Marktveränderungen besser zu schützen.

Cyber-Kriminalität

Die Sorge gegenüber Cyber-Kriminalität ist im Vergleich zu vorherigen Umfragewerten in Österreich konstant. Aufgrund der Menge an relevanten Daten ist die Versicherungsbranche ein verlockendes Ziel für Cyber-Angriffe. Damit bereitet Cyber-Kriminalität besonders internationalen Versicherungsvertreter:innen die größten Sorgen (weltweit Platz 1).

Fazit: Begrenzte Sorgen

„Die Corona-Pandemie hat im Jahr 2021 auch in der heimischen Versicherungsbranche Spuren hinterlassen. Durch Geschäftsausfälle sowie Betriebsunterbrechungs- und Notfallpolizzen wurden hohe Schadenssummen ausbezahlt. Obwohl die österreichischen Versicherungen in den nächsten Jahren große Herausforderungen hinsichtlich der Marktbedingungen, dem Klimawandel und der Digitalisierung prognostizieren, bleibt die Grundstimmung dennoch überwiegend optimistisch.

Im internationalen Vergleich zeigt sich Österreich sogar weniger besorgt und vertraut in die Fähigkeiten der Branche, kommende Veränderungen und Herausforderungen zu bewältigen“, so Thomas Windhager, Insurance Leader bei PwC Österreich. 

Alle Ergebnisse und den Bericht zum Download finden Sie hier.

PwC/HK

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