10. Feber 2022

Studie: Neue Generation von Anlegern

Welche Motivation haben Anleger heute? Und wie legen sie eigentlich ihr Vermögen an? Diesen Fragen geht DIW Econ mit einer großangelegten Studie nach und gibt Einblicke in das Verhalten einer neuen Generation von Anlegern.

Dafür hat DIW Econ Antworten von über 200.000 Usern der Broker-Plattform Trade Republic untersucht und ihr Nutzungsverhalten analysiert. Daraus ist der weltweit größte Datensatz über die Anlagemotivation und das Verhalten von Privatanlegern entstanden.

The next generation

„Es ist eine zentrale Frage, wie junge Menschen auf die gegenwärtige Lage auf den Kapitalmärkten und auf Negativzinsen reagieren. Die Untersuchungen des DIW Econ zeigen, dass eine neue Generation von Anlegern heranwächst, die einen signifikanten Teil ihres Vermögens am Kapitalmarkt investiert. Dieses Geld wird breit gestreut angelegt mit dem Ziel, langfristig zu sparen. Bemerkenswert ist, dass vor allem junge Menschen an diese Anlageformen herangeführt werden, zum Teil auch Erstanlegerinnen und Erstanleger“, sagt Alexander Kritikos, Ökonom und Senior Research Associate bei DIW Econ.

Nicht „blind und riskant“

Christian Hecker_Gründer_Trade Republic_Mai 2021
Christian Hecker, Mitgründer von Trade Republic

„Die Analyse zeigt uns, wie drängend das Problem der Rentenlücke für viele junge Menschen ist, die einen signifikanten Teil ihres Vermögens am Kapitalmarkt investieren. Sie zeigt darüber hinaus sehr deutlich, dass diese Menschen eigenständig, gut informiert und vor allem langfristig sparen”, sagt Christian Hecker, Mitgründer von Trade Republic. „Mit dieser Studie wollen wir auch einen Beitrag zur öffentlichen Debatte leisten. Immer wieder wird gemutmaßt, dass vor allem junge Menschen ihr Geld blind und riskant anlegen, mit einem hohen Risiko es zu verlieren. Die mit der Studie erhobenen Daten widerlegen diese These klar.”

Keine Alternative

Weitere Ergebnisse: 47 Prozent der Befragten gaben an, zum ersten Mal am Kapitalmarkt zu investieren. Nicht verwunderlich ist es dabei, dass diese neue Generation von Anlegern jünger ist: Rund 70 Prozent der Erstanleger sind unter 35 Jahre alt.

Ein entscheidender Aspekt bei der Analyse des Anlageverhaltens war auch die Frage nach der Motivation für die Anlage am Kapitalmarkt: 72 Prozent der Nutzer möchten mit ihren Investments einen langfristigen Beitrag zur Altersvorsorge leisten. 77 Prozent investieren, weil es keine andere lukrative Alternative zu sparen gibt.

Beliebt: Aktien und ETFs

Diese Aussagen decken sich auch mit der faktischen Portfoliostruktur der Anleger: 85 Prozent des Vermögens wird in Aktien und ETFs angelegt, bei Erstanlegern sind es sogar knapp 90 Prozent. Derivate, die aufgrund von Hebelwirkungen deutlich riskanter sind als Aktien und ETFs, machen lediglich 2 Prozent der Portfolios aus. Bei Erstanlegern sogar nur 1,2 Prozent.

Die Studie ist ab sofort unter diesem Link zugänglich.

DIW Econ/ Trade Republic/HK

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