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9. Juni 2023

Kolumne Putz: The end is near!

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Mag. Alexander Putz Geschäftsführer bei alexanders INVESTMENTS

Die meisten institutionellen Anleger haben sich bereits positioniert: Sie liegen auf der Lauer. Denn in der kommenden Woche geht mit einer letzten Zinsanhebung möglicherweise der aktuelle Zinszyklus zu Ende.

Die letzte Woche war von geringen Handelsumsätzen und generell wenig Bewegung geprägt. Das können wir für die kommende Woche nicht erwarten. Die großen institutionellen Anleger haben sich in Erwartung der Notenbankentscheidungen positioniert und werden nun reallokieren (= die asset allocation – Investmentstruktur – an die neuen Marktgegebenheiten anpassen).

Dass die EZB ihre Leitzinsen erneut anheben wird, gilt als fix. Und die USA? Obwohl dort in den letzten Wochen bereits offen über eine mögliche Pause im Juni und eine letzte (?) Leitzinsanhebung dann im Juli diskutiert wurde, will das derzeit niemand so richtig glauben. Was weiterhin Marktkonsens bleibt, ist die vergleichsweise rasche Zinssenkung in den USA bereits ab Dezember. Die Fed sieht das nicht ganz so und sagt das auch sehr klar. Egal? Hierzu sei eine alte Börsenweisheit zitiert: Never fight the Fed.

Asien

Marktbewegende Makrodaten kommen aus Asien erst in der zweiten Wochenhälfte (Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion aus China bzw. die Leitzinsentscheidung – unverändert – mit geldpolitischem Statement der BoJ). Beides könnte die Volatilität nach der Fed-Zinsentscheidung verstärken.

Europa

Die europäischen Makrodaten werden zum Wochenauftakt bestätigt. Die Konjunkturerwartung bleibt weiter negativ, verbessert sich aber im Vergleich zum Vormonat erheblich. Am Donnerstag erhöht die EZB voraussichtlich die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf dann 4,0%. Die Lohnkostensteigerung kühlt in Folge der generellen Wirtschaftsabkühlung ebenfalls ab und steigt mit 3,3% geringer als die generelle Teuerung (VPI-Kernrate 5,3%).

USA

DAS wichtige Ereignis in den USA ist am Mittwoch die möglicherweise letzte Leitzinserhöhung um 0,25% bei stabilem Arbeitsmarkt und weiter sinkender Inflation (erwartet wird am Dienstag ein Rückgang von 4,9% auf 4,25). Die 5-jährige Zinserwartung bleibt bei 2,5%. Hier könnte es in der Zukunft Enttäuschungspotenzial geben – und Zinsänderungsrisiko.

Fazit

Die Spannung, die sich in den letzten Wochen in Erwartung der Notenbankentscheidungen aufgebaut hat, entlädt sich in dieser Woche. Die Hoffnung, dass es zumindest in den USA der letzte Zinsschritt sein könnte, wird – zusätzlich verstärkt durch Makrodaten aus Asien – in der zweiten Wochenhälfte für erhöhte Volatilität sorgen.

Für den Inhalt der Kolumne ist allein der Verfasser verantwortlich. Der Inhalt gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder, nicht die von GELD-Magazin / 4profit Verlag.

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Mag. Alexander Putz Geschäftsführer bei alexanders INVESTMENTS

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