11. Juni 2021

Innovation: Trendfolger setzt auf Nachhaltigkeit

Unter dem Stichwort ESG werden immer mehr Wirtschafts- und Finanzbereiche erobert. Leo Willert erklärt, wie sich das Thema mit dem bewährten Ansatz von ARTS umsetzen lässt.

Leo Willert, Gründer und Head of Trading bei ARTS Asset Management

Nicht jeder Anleger kann mit den Begriffen „quantitative Strategie“, „Momentum“ oder „Trendfolger“ etwas anfangen. Können Sie kurz erklären, was dahintersteckt?

Leo Willert: ARTS Asset Management ist Spezialist für systematische, trendfolgende Handelsstrategien und setzt diese bereits seit über 18 Jahren für Dachfonds, aber jetzt auch für Einzelfonds ein. Es geht darum, jene Titel auszuwählen, die relativ gesehen die stabilsten Trends aufweisen und somit das stärkste Momentum zeigen. Die Empirie hat erwiesen, dass diese Titel gute Chancen haben, die beste Performance zu erzielen. Dieser Ansatz zählt zu den wissenschaftlich am meisten untersuchten und wird auch seit langem erfolgreich in der Praxis angewandt. Wichtig ist, zu erwähnen, dass keine diskretionären Eingriffe erfolgen. Das bedeutet: Alle Entscheidungen werden vom Computersystem getroffen, anhand von Regeln, die gezeigt haben, dass ihre Anwendung Risikosituation und Ertrag verbessern.

Was hat Sie nun dazu bewogen, dieses System im Nachhaltigkeitsbereich umzusetzen?

Leo Willert: Nachhaltigkeit ist ohne Zweifel ein entscheidender Trend, und viele institutionelle Investoren wie Versicherungen nehmen nur noch ESG-Fonds neu in ihre Portfolios auf. Wir haben deshalb zunächst an einen nachhaltigen Dachfonds gedacht, allerdings gibt es auf diesem Gebiet bereits eine Reihe von Produkten, die sich im Wesentlichen sehr gleichen. Wir haben deshalb als Innovation einen Einzelfonds aus der Taufe gehoben: Den C-Quadrat ARTS Total Return ESG (ISIN: AT0000618137), den ersten trendfolgenden Fonds nach ESG-Kriterien.

Wie funktioniert das Produkt konkret?

Leo Willert: Das Anlageuniversum besteht ausschließlich aus ESG-konformen Einzeltiteln, welche die Ratingagentur ISS ESG im Vorfeld auswählt. Grundlage ist der „Best-in-Class“-Ansatz auf Basis individueller ESG Corporate-Ratings für jede Aktiengesellschaft. Die Bewertungskriterien orientieren sich an anerkannten ESG-Standards, darunter die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen und die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte. Die ESG-Bewertungen werden von der Ratingagentur laufend überprüft und die Auswahl monatlich angepasst. Bestimmte kontroverse Branchen wie Atomkraft, Rüstung, fossile Brennstoffe, aber auch einzelne Unternehmen bzw. Staaten, die Menschen- und Arbeitsrechte verletzen, werden im Vorhinein von der Selektion ausgeschlossen. Im nächsten Schritt selektiert das ARTS-Handelssystem aus diesem vordefinierten Universum jene Titel für das Fonds-Portfolio, die das stärkste Momentum zeigen, also bereits in einem steigenden Trend sind. Die Aktienquote kann sich dabei zwischen 100 und null Prozent bewegen.

Wie kann man sich die Steuerung des Aktienanteils vorstellen?

Leo Willert: Sind Aktien insgesamt im stabilen Aufwärtstrend, kann der Fonds sein gesamtes Anlagevermögen darin investieren. Ist das Umfeld aber weniger günstig, reduziert das System automatisiert das Aktienrisiko – im Extremfall eben bis auf null. Nicht im Aktienmarkt investiertes Vermögen wird in sichere ESG-konforme Staatsanleihen oder geldmarktnahe Instrumente umgeschichtet. Nicht in Frage kommen beispielsweise Staatsanleihen aus Ländern, in denen die Todesstrafe gesetzlich vorgesehen ist oder in denen Umweltstandards nicht eingehalten werden.

Wenn wir bei Aktien bleiben: Welche Sektoren sind stark im Portfolio vertreten?

Leo Willert: Nennen möchte ich hier vor allem die Bereiche Financials, Healthcare, zyklischer Konsum und Informationstechnologie. Diese Sektoren befinden sich in ihrer starken Positionierung schon ziemlich lange im Portfolio, was für ausgeprägte Trends spricht. Wobei ich hinzufügen möchte, dass sich das System schnell von Titeln trennt, die negativ auffallen. Gute Unternehmen können hingegen praktisch „for ever“ behalten werden.

www.arts.co.at

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