13. Januar 2022

Infrastruktur: Optimismus dominiert

„Die Aussichten für globale Infrastruktur-Aktien im Jahr 2022 sind positiv. Wir sind weiterhin optimistisch, was die erheblichen Investitionsmöglichkeiten im Zusammenhang mit der Dekarbonisierung des weltweiten Energiebedarfs angeht“, so First Sentier Investors.

Peter Meany, Head of Global Listed Infrastructure bei First Sentier Investors
Peter Meany, Head of Global Listed Infrastructure bei First Sentier Investors

Versorgungsunternehmen machen etwa die Hälfte des weltweiten Angebots an Infrastruktur-Aktien aus und sind für kontinuierliches Ertragswachstum gut aufgestellt. Denn parallel zum Bau neuer Solar- und Windparks müssen die Versorger auch ihre Netze modernisieren und ausbauen, um Endverbraucher an die neuen Energiequellen anzuschließen.

Saubere Energie legt zu

Peter Meany, Head of Global Listed Infrastructure, First Sentier Investors: „Mit technologischen Fortschritten und niedrigeren Kosten für Batteriespeicher im industriellen Maßstab werden erneuerbare Energien einen immer größeren Anteil an der gesamten Stromerzeugung ausmachen. Mittelfristig dürfte die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen Energieversorgern zusätzlichen Auftrieb geben – zum einen durch Investitionsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem Anschluss von Ladestationen für Elektrofahrzeuge an das Stromnetz, zum anderen durch die höhere Gesamtnachfrage nach Strom. Die Investitionsmöglichkeiten, die sich derzeit im Versorgungssektor bieten, spiegeln sich noch nicht vollständig in den Bewertungen wider.“

Optimismus trotz Corona

„Zudem ist noch Luft für eine weitere Erholung des Verkehrs-, Fracht- und Passagieraufkommens bei mautpflichtigen Straßen, im Schienenverkehr und bei Flughäfen. Auch wenn neue Coronavirus-Varianten den Zeitpunkt dieser Erholung beeinflussen können, ist eine Rückkehr zur Normalität unausweichlich. Märkte reagieren angesichts der anhaltenden Pandemie und des Impffortschritts weniger stark auf neue Entwicklungen rund um das Coronavirus.“

Infrastruktur auf Schiene

„Mautstraßen könnten bei einer Erholung des Verkehrsaufkommens dem öffentlichen Personenverkehr Anteile abnehmen und ein starkes Ertragswachstum erzielen. Der Schienengüterverkehr dürfte von weniger Lieferkettenunterbrechungen profitieren. Wenn die Verkehrsengpässe nachlassen, sollten die Ersparnisse der Verbraucher und die niedrigen Lagerbestände die Nachfrage ankurbeln. Flughäfen bleiben jedoch potenziell anfällig für neue Reiseregeln, zumal Freizeit- gegenüber Geschäftsreisen nach wie vor bevorzugt werden. Aus Bewertungssicht klafft nach wie vor eine große Lücke zwischen den Bewertungen börsennotierter und nicht börsennotierter Infrastrukturanlagen.“

First Sentier Investors/HK

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