12. Januar 2022

Börsen: Glas bleibt halb voll

Trotz turbulenten letzten Wochen beendeten der S&P 500 und der MSCI World Index das Jahr auf neuen Höchstkursen. Vor allem die europäischen Börsen legten zum Jahresende kräftig zu. Die Experten von Eyb & Wallwitz sehen „das Glas halb voll“.

Erde Aktien

So handelte im Dezember der Euro Stoxx 50 um +6,0% höher, während der S&P 500 und der Nasdaq 100 sich mit einem Anstieg von +4,6% respektive +1,8% begnügen mussten. Der Index für europäische Staatsanleihen gab im Berichtsmonat dagegen um -1,9% nach.

Kurze Verunsicherung an den Börsen

Insgesamt galt auch im Dezember die Prämisse, im Zweifel besser Aktien zuzukaufen. Selbst die Kombination einer restriktiveren FED-Geldpolitik und das Auftreten einer hoch ansteckenden Virusmutation sorgte nur kurzzeitig für Verunsicherung an den Börsen. Die ersten Studienergebnisse über einen potenziell milderen Krankheitsverlauf der neuen Omikron Variante des Coronavirus überzeugten zumindest den Aktienmarkt. So profitierten die eher zyklisch aufgestellten europäischen Indizes stärker. Unternehmen aus der Tourismusbranche verzeichneten die stärksten Kursgewinne.

Sehr gutes Börsenjahr

Der positive Jahresabschluss vollendete ein außerordentlich gutes Jahr 2021 an den Aktienbörsen. Der S&P 500 verzeichnete einen Kursanstieg von +30%, es war das dritte Jahr in Folge mit einem zweistelligen positiven Anstieg. Die Wertentwicklung des Index wurde dabei wieder maßgeblich von wenigen Unternehmen getrieben. Microsoft, Apple, Google, Tesla und NVIDIA waren verantwortlich für einen Anstieg des Index um +10%, für den Rest waren die weiteren 495 Unternehmen zuständig.

Hohe Maßstäbe

Die Gewinne dieser Unternehmen sind in diesem Jahr jedoch ähnlich kräftig gestiegen wie die Aktienkurse. Alphabet handelt nun mit einer niedrigeren Bewertung wie noch Anfang letzten Jahres, trotz eines Kursanstiegs von +65%. „Jedoch ist der Maßstab für das nächste Jahr nun nochmals höher gesetzt und es wird spannend, inwieweit die Erwartungen wieder übertroffen werden können. Wachstumsunternehmen, die im letzten Jahr die Erwartungen nicht mehr erfüllen konnten, wurden vom Markt hart bestraft. Auch in diesem Jahr wird dieses Schicksal einige Unternehmen treffen und wir werden versuchen, dabei auf der richtigen Seite zu stehen“, so die Experten. Ganz voll dürfte das Glas also nicht mehr sein.

Eyb & Wallwitz/HK

Zum Newsletter anmelden

Bestellen Sie kostenfrei und unverbindlich den GELD-Magazin Newsletter, als optimale Ergänzung zur Print-Ausgabe von GELD-Magazin!
Zwei Mal im Monat versenden wir den Newsletter mit Themen rund um den Finanzmarkt und Wirtschaft.

Sie haben sich erfolgreich eingetragen.