Flughafenboom Europa
Laut einer Studie von Fortune Business Insights wird sich die Entwicklung der internationalen Flughafen-Infrastruktur bis 2034 robust fortsetzen – insbesondere in Europa, das bereits heute rund 30 Prozent des globalen Marktanteils hält und damit die führende Region ist.
Über fünf Prozent Wachstum
Der globale Flughafeninfrastrukturmarkt soll von 124,83 Mrd. US-Dollar im Jahr 2026 auf 186,45 Mrd. US-Dollar im Jahr 2034 wachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von über fünf Prozent entspricht. Für Europa wird ein Marktvolumen von 37,29 Mrd. US-Dollar im Jahr 2026 erwartet, nach rund 36,18 Mrd. US-Dollar im Jahr 2025.

Treiber sind stark steigende Passagierzahlen, staatliche Investitionen sowie Modernisierungs- und Ausbauprojekte. Der Bedarf umfasst zusätzliche Terminals, Start- und Landebahnen sowie technologische Infrastruktur wie Smart-Airport-Lösungen zur Effizienzsteigerung. Europa nimmt damit eine zentrale Rolle im Ausbau ein und bietet mittelfristig Wachstumschancen für Bau- und
Breites Leistungsspektrum
Flughafenbau ist technisch und logistisch anspruchsvoll. Die PORR AG hat in diesem Bereich über Jahrzehnte Know-how aufgebaut und erzielte 2024 eine Produktionsleistung von 6,747 Milliarden Euro. Das Leistungsspektrum reicht von Start- und Landebahnen über Rollwege, Vorfelder, Hangars sowie Terminal- und Abfertigungsgebäude bis hin zur ergänzenden Infrastruktur wie Einkaufszentren, Parkhäusern und Hotels.
Ein zentraler Wettbewerbsvorteil ist die Umsetzung aus einer Hand – von Planung über Ausführung bis zur Materiallieferung. Eigene Asphalt- und Betonproduktion sowie spezialisierte Geräte ermöglichen Arbeiten unter engen Zeitfenstern, oft nachts. Dabei werden länderspezifische Normen und internationale Standards wie jene der FGSV strikt eingehalten.
Die Referenzliste ist breit: In Wien-Schwechat realisiert eine ARGE die Süderweiterung von Terminal 3 mit rund 265 Millionen Euro Volumen (Fertigstellung 2027). Zudem errichtete PORR dort das VIP General Aviation Center und war an Pistensanierungen beteiligt. Weitere Projekte umfassen den Flughafen Henri Coandă und Aurel Vlaicu in Bukarest, den Flughafen Brasov (Fertigstellung von Rollbahn, Vorfeld und Kanalisation in neun Monaten), den Ausbau von Ferihegy II in Budapest sowie das Terminalprojekt TP 91 in Stettin. In Deutschland wurden Rollbahnsanierungen in Frankfurt und Düsseldorf umgesetzt.
Mannheim als Beispiel
Die Generalsanierung der Start- und Landebahn am City Airport Mannheim zeigt die operative Leistungsfähigkeit. Innerhalb von zwei Wochen (16. bis 29. Oktober 2025) wurden rund 44.000 Quadratmeter Asphalt mehrlagig eingebaut, ebenso große Flächen zementverfestigt, 35.000 Kubikmeter Erdbewegungen durchgeführt sowie 2.500 Meter Kanalbau und 15.000 Meter Kabelschutzrohre realisiert.
Unterstützt wurde das Projekt durch das digitale Steuerungssystem Smart Site One, das Asphaltprozesse in Echtzeit überwacht – von der Logistik über Temperaturkontrolle bis zur Dokumentation. Das Projekt steht exemplarisch für technische Präzision, effiziente Abläufe und Termintreue unter engen Rahmenbedingungen.
PORR/IJ