34 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe 2/2026 Die wichtigsten Aktien im Überblick I m vergangenen Jahr legte der ATX um 45,4 Prozent zu, Dividendenauszahlungen eingerechnet, sogar um 50,5 Prozent (ATX Net TR). Mit AT&S (+163 %), VIG (+121 %), voestalpine (+106 %) und Strabag (+105 %) gelang es vier Aktien, ihre Kurse in diesem Zeitraum mehr als zu verdoppeln. Nimmt man die Werte aus dem ATX Prime hinzu, fallen auch Steyr Motors (+164 %) und Frequentis (+161 %) in diese Riege. Dass eine gute Auswahl der Aktien essenziell ist, zeigen die Schlusslichter Lenzing (-21 %), Verbund (-11 %), SBO (-9 %) und CA Immo (-3 %), mit denen trotz Börsenboom Verluste eingefahren wurden. Heuer werden die Karten neu gemischt. Im 1. Quartal 2026 bzw. von Jahresanfang bis 17. April liegt der ATX mit 12 Prozent im Plus – dies aber in einer regelrechten Achterbahnfahrt. Der Jänner und Februar zeigten sich freundlich und der ATX markierte am 23. Februar sogar ein neues Allzeit-Hoch bei 5.800 Punkten. Doch dann begann der Irankrieg, der Ölpreis schoss in die Höhe und die Börsen gingen auf Tauchfahrt. Beim ATX dauerte diese Korrekturphase aber lediglich drei Wochen, dann schwenkte der Trend wieder nach oben. Der Vorteil in dieser Marktsituation sind die im ATX neben dem IT-High Flyer AT&S (+163 %) die hoch gewichteten Banken (Erste Bank, Bawag, RBI), Versicherungen (VIG, Uniqa) sowie die Energiewerte (OMV, SBO, Verbund). Alle vier Branchen sind entweder relativ immun gegenüber steigenden Energiepreisen oder profitieren sogar davon. Daher ist es nicht verwunderlich, dass seit Jahresbeginn gerade SBO (+31 %) und OMV (+19 %) unter den Topperformern waren. AT&S wiederum profitiert von den neuen Werken im malaysischen Kulim und in Leoben, die zum Umsatzwachstum beitrugen, sowie einem positiven Ausblick für das kommende Geschäftsjahr. Wienerberger und Do&Co bildeten hingegen mit -14 bzw. -9 Prozent die Schlusslichter. Wienerbergers Ziegelherstellung ist energieintensiv (betrifft z.B. auch AMAG oder Lenzing) und spätere Zinssenkungen in den USA sowie mögliche AKTIEN-SPECIAL . Börse Wien DIE PROFITABELSTEN UNTERNEHMEN UNTERNEHMEN KURS G/EV ‘26e G/EV ‘27e RBI 46,70 € 14,3 % 13,8 % VIG 67,30 € 11,1 % 12,0 % OMV 56,70 € 10,8 % 9,8 % Strabag 89,10 € 10,3 % 11,0 % Porr 40,25 € 9,8 % 10,9 % Erste Bank 108,60 € 8,6 % 9,8 % BAWAG 154,70 € 8,2 % 9,3 % Uniqa 16,54 € 7,8 % 8,2 % Telekom Austria 9,53 € 7,8 % 8,3 % Andritz 70,20 € 7,8 % 8,7 % EVN 27,85 € 7,7 % 7,0 % Polytec 3,82 € 7,5 % 10,2 % G/EV=Gewinn/Enterprise Value Quellen: marketscreener.com, finanzen.net; Stichzeitpunkt: 17. April 2026 NIEDRIGSTE KURS-GEWINN-VERHÄLTNISSE UNTERNEHMEN KURS KGV ‘26e KGV ‘27e Polytec 3,82 € 6,6 4,9 RBI 46,70 € 7,0 7,2 CPI Europe 15,58 € 7,5 7,5 OMV 56,70 € 8,4 9,3 Zumtobel 3,68 € 9,0 5,3 VIG 67,30 € 9,0 8,4 Rosenbauer 54,80 € 9,1 7,7 Telekom Austria 9,53 € 10,0 9,3 UBM 18,00 € 10,4 5,1 EVN 27,85 € 10,6 11,6 Uniqa 16,54 € 11,3 10,9 Erste Bank 108,60 € 11,6 10,2 KGV=Kurs-Gewinn-Verhältnis Quellen: marketscreener.com, finanzen.net; Stichzeitpunkt: 17. April 2026 Mit Aktien werden hohe Renditen erzielt – vorausgesetzt, man hat die richtigen Werte. Auf den folgenden Seiten finden Sie die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025 sowie – noch viel wichtiger – die Erwartungen für 2026 und 2027. MARIO FRANZIN
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