AXA . Dividendenprimus aus Europa Im Aktienchart von Axa sieht man einen lupenreinen Fünfjahres-Aufwärtstrend, der auch seit Beginn der Marktturbulenzen rund um den Iran-Krieg gehalten hat. Kauf bei rund 38,90 Euro, ein Stop-Loss-Limit ist nicht nötig. S&P GLOBAL . Datenanbieter zu Unrecht abgestraft Der Chart der S&P Global-Aktie weist zwar Schwächezeichen auf, so ist der FünfjahresAufwärtstrend gebrochen. Der Titel hat sich jedoch extrem weit von seiner 200-Tages-Linie entfernt und ist bei rund 350 Euro ein Kauf. KI-Schock trifft auch Datenanbieter. Seit einiger Zeit wird an den Börsen der Trade „Tod der Software“ gespielt. Vor allem Hedge Fonds sind Softwareaktien short gegangen, da sie davon ausgehen, dass deren Geschäftsmodelle durch billige KI-Agenten angegriffen werden könnten. Dies mag für jene Softwareanbieter zutreffen, die nicht über ihre riesigen Datenbanken eng mit ihren Kunden verknüpft sind. Ziemlich sicher ist dies jedoch bei Anbietern von Börsendaten nicht der Fall. Denn für diese Daten besitzen deren Anbieter exklusive Rechte; keine wie immer geartete KI kann sie einfach übers Internet abgreifen. Auch derivative Produkte, etwa Futures, Optionen oder Zertifikate aller Art, die auf Basis dieser Daten emittiert werden, unterliegen Lizenzgebühren, welche die Datenanbieter einstreifen. Und das nahezu ohne eigene Kosten. Gleiches gilt für Ratings, wie sie z.B. eine der weltgrößten Agenturen wie S&P Global vergibt. S&P ist auch der Erfinder des wichtigsten US-Aktienindex, des S&P 500. Die Bereitstellung von Marktdaten, Ratings oder Preisinformationen, sowie Konjunkturindizes, die S&P exklusiv besitzt und berechnet, wird ein sehr margenträchtiges Geschäft bleiben. Der jüngste Kurseinbruch war einem schlechter als erwarteten Ausblick geschuldet. Lukrativ ist dafür die Kooperation mit dem KI-Experten Anthropic. Weiter auf Wachstumskurs. Die Aktie des französischen Versicherungsriesen, nach der deutschen Allianz die Nummer Zwei in Europa, hielt sich trotz der Belastungen infolge des Irankriegs und den damit verbundenen Prämienausfällen auffällig gut. (kein seriöser Versicherer übernimmt mehr eine Haftung für Schiffe, die die vom Iran praktisch gesperrte Meerenge von Hormus am Ausgang des Persischen Golfs passieren wollen). Beigetragen dazu haben wohl die überzeugenden Jahreszahlen. Axa konnte den bereinigten Gewinn um 3,6 Prozent, den Nettogewinn sogar um 24 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro steigern. Dazu soll die Dividende um acht Prozent auf 2,32 Euro angehoben werden. Die Rendite liegt damit bei fast sechs Prozent. Auch der Ausblick überzeugt: Die Franzosen stellen ein Gewinnwachstum je Aktie am oberen Ende der Zielspanne von sechs bis acht Prozent in Aussicht. Zudem läuft seit kurzem ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 1,25 Milliarden Euro – und auch hier ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Trotz dieser überzeugenden Fundamentaldaten hat die AXA-Aktie im Jahresvergleich schlechter performt als die deutsche Allianz. Dieser Rückstand ist nicht gerechtfertigt und sollte langsam, aber sicher aufgeholt werden. Geduldige Anleger nützen die aktuelle Kursschwäche zum Einstieg. ISIN FR0000120628 Kurs (17.04.2026) 42,62 € KGV 2026 e 10,2 Marktkap. 86,9 Mrd.€ KGV 2027 e 9,5 Umsatz 2026 e 120,1 Mrd.€ KGV 2028 e 8,8 Buchw./Aktie 2026 e 23,89 € Div. 2026 e 5,87 % ISIN US78409V1044 Kurs (17.04.2026) 377,10 € KGV 2026 e 26,6 Marktkap. 110,00 Mrd.€ KGV 2027 e 23,2 Umsatz 2026 e 13,97 Mrd.€ KGV 2028 e 20,5 Buchw./Aktie 2026 e 91,70 € Div. 2026 e 0,91 % EUR (Euronext Paris) 18 45 40 35 30 25 20 2023 2024 2021 2022 2025 EUR (Xetra) 250 550 350 400 450 500 300 2023 2024 2021 2022 2025 ´26 ´26 Ausgabe Nr. 2/2026 – GELD-MAGAZIN . 31
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