26 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 2/2026 01234567890 UBM Development: Wieder schwarze Zahlen 2025. UBM Development hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn abgeschlossen und damit die Rückkehr in die Profitabilität geschafft. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 3,9 Millionen Euro, nachdem Verluste im Jahresverlauf durch ein starkes viertes Quartal ausgeglichen wurden. Haupttreiber war der weiterhin dynamische Wohnungsverkauf. Insgesamt wurden 452 Einheiten verkauft – ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem bereits starken Vorjahr. Der Umsatz stieg gleichzeitig um 31,1 Prozent. Strategisch richtet sich das Unternehmen neu aus: Mit einer Pipeline von rund 2.000 Wohnungen in Österreich, Deutschland und Tschechien setzt UBM künftig verstärkt auf „Bezahlbares Wohnen“. Im Zuge eines Portfolio-Rebalancings sollen Mittel gezielt in dieses Segment umgeschichtet werden. Aktienforum. Der Wertpapierbesitz der österreichischen Bevölkerung zeigt weiterhin nach oben. Die neueste Erhebung des „Aktienbarometers“ zeigt, dass 31 Prozent der Menschen in Österreich in Aktien, Anleihen oder Investmentfonds und ETFs investiert sind. Vermögensaufbau und private Vorsorge sind damit längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen – die österreichische Bevölkerung setzt verstärkt auf Wertpapiere als Teil der privaten Vorsorge – 81 Prozent nennen Vermögensaufbau und 62 Prozent Pensionsvorsorge als zentrale Motive. Grund dafür ist auch das gesunkene Vertrauen in die staatliche Pension: Mehr als die Hälfte der Menschen ist unsicher, ob diese langfristig ausreichend sein wird. Gleichzeitig hätten Digitalisierung, neue Anlageformen wie ETFs sowie breitere und einfachere Anlageoptionen Investments attraktiver gemacht. Credits: beigestellt; Agrana Agrana Verlust ausgeweitet Übergangsjahr. Der Umsatz des Zuckerkonzern Agrana schrumpfte 2025/26 von 3,51 auf 3,24 Milliarden Euro, das EBIT ging von 40,5 auf 3,2 Millionen Euro zurück (inkl. Sondereinflüssen von minus 74,1 Millionen Euro – z.B. Abschreibung der Zuckersparte in Höhe von 46 Millionen Euro). Unterm Strich weitete sich der Verlust nach vorläufigen Zahlen von vier auf 40 Millionen Euro aus. Die Dividende wird von 0,70 auf 0,35 Euro je Aktie halbiert (Rendite: 2,92 %), damit die Stabilität der Bilanzstruktur gewahrt bleibt. Für 2026/27 erwartet Agrana ein besseres Ergebnis. Der Umsatz soll um ein bis fünf Prozent zulegen, das EBIT um mehr als 50 Prozent über dem Vorjahr liegen. Einen Lichtblick soll bereits das 1. Quartal liefern – sofern der Irankrieg temporär und regional begrenzt und die Versorgung mit Energie und Rohstoffen gewährleistet bleibt. AKTIEN . Kurzmeldungen Aktienfonds. Europäische Versorger zählen seit Jahresanfang zu den stärksten Segmenten im Infrastruktursektor und übertreffen mit über 13 Prozent Performance im 1. Quartal den breiten europäischen Aktienmarkt deutlich. Treiber ist vor allem der massive Ausbau der Stromnetze, befeuert durch Elektrifizierung, nicht nur durch KI und Rechenzentren, sondern auch der Elektrifizierung von Industrie, Mobilität und Wärmeversorgung als struktureller Nachfrageimpuls. Schätzungen zufolge werden bis zum Jahr 2030 europaweit Investitionen von rund 600 bis 700 Milliarden Euro in Stromnetze erforderlich sein. Hohe Investitionen ermöglichen planbares Wachstum und steigende Erträge, während die Bewertungen vieler Unternehmen weiterhin attraktiv erscheinen. Trotz des Zinsanstiegs bleiben viele Geschäftsmodelle robust, weil viele Unternehmen über langfristig fixierte Finanzierungsstrukturen verfügen und insbesondere in regulierten Bereichen höhere Kapitalkosten zeitverzögert über angepasste Netzentgelte an die Kunden weitergegeben können. Gleichzeitig profitieren Erzeuger erneuerbarer Energien von höheren Strompreisen. Die Kombination aus strukturellem Wachstum, stabilen Cashflows und defensiven Eigenschaften macht Versorger zu einem zentralen Baustein für langfristig orientierte Anleger. Der Infrastrukturaktienfonds Bantleon Select Infrastructure hat das strukturelle Wachstumspotenzial genutzt und im 1. Quartal bereits eine Rendite von 12,0 Prozent erzielt. Infrastruktur: Europäische Versorger als strukturelle Gewinner „Strukturelles Wachstum, stabile Cashflows und defensive Eigenschaften machen Versorger zu einem zentralen Baustein für die Kapitalanlage.“ Frederik Bröker, Senior Portfoliomanager Aktien bei Bantleon DIE ZAHL DES MONATS 31 Prozent
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