GELD-Magazin, Nr. 2/2026

GELD-Magazins in allen Zeiträumen den ersten Preis. Der für den Fonds verantwortliche Manager Markus Haid gilt mit seinem modernen dynamischen Risk-Parity-Ansatz als heißer Kandidat für einen Dauerbrenner. Der Ansatz basiert darauf, Anlageklassen mit möglichst geringer oder negativer Korrelation zu kombinieren. Was Haids Ansatz von klassischen Mischfonds unterscheidet, ist die bewusste Abkehr vom Benchmarkdenken. Mit der Umstellung auf den Commitment Approach im Jahr 2018 wurde der Fonds grundlegend neu ausgerichtet. Seither basiert die Steuerung auf Makroanalysen und der gezielten Nutzung von Korrelationen. In den vergangenen Jahren zeigte sich die Konsequenz dieser Denkweise: Anleihen wurden deutlich untergewichtet, während Gold eine zentrale Rolle spielte. Der US-Dollar wurde zunächst übergewichtet und anschließend rechtzeitig reduziert. Opportunistisch agierte Haid auch bei Energieaktien, die in Schwächephasen aufgebaut wurden. Gold bleibt für ihn ein strukturelles Kernelement. „Ja, Gold spielt nach wie vor eine große Rolle, weil wir in einem schuldenbasierten System leben, in dem es nicht opportun erscheint, die Schuldner durch den Kauf von vor allem Staatsanleihen noch mehr zu unterstützen.“ Silber setzt Haid deutlich zurückhaltender ein, da es für ihn als hybrides Gut strategisch weniger relevant ist. Aktuell dominiert Vorsicht. „Derzeit ist die Einschätzung der Marktentwicklung schwierig. Daher ist es kurzfristig besser, keine zu großen Wetten einzugehen, da die geopolitische Großwetterlage auch sehr stark von der Laune des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump abhängt.“ Entsprechend wurde die Cashquote deutlich erhöht, flankiert von Short-Futures auf Aktien zur Absicherung. Gleichzeitig sucht Haid selektiv nach Chancen, etwa im Pharmasektor, in Schwellenländern sowie bei Rohstoffen wie Kupfer oder Uran. Ein zentrales Element seiner Steuerung ist das aktive Risikomanagement über Korrelationen. Gleichzeitig warnt Haid davor, historischen Mustern blind zu vertrauen: „Generell gilt, dass man Korrelationen empirisch auch nicht blind vertrauen sollte, da sich diese auch über längere Zeit ändern können.“ Vor diesem Hintergrund bleibt der Fonds flexibel positioniert. Relativ hohe Liquidität und selektive Engagements prägen das aktuelle Bild. Huber Portfolio – Altmeister mit antizyklischem Ansatz Der Huber Portfolio SICAV wird von Peter E. Huber geprägt, einem der erfahrensten Fondsmanager der deutschen Branche mit über 50 Jahren Börsenerfahrung. Seine antizyklische Anlagestrategie setzt gezielt auf substanzstarke Aktien und Turnaround-Situationen weltweit, ergänzt um Anleihen, Goldminen, Rohstoffe, Währungen und Derivate. Per Ende März 2026 ist der Fonds zu rund 60 Prozent in Aktien, 20 Prozent in Anleihen, 14 Prozent am Geldmarkt und zu etwas über sechs Prozent in Rohstoffen investiert. Im Aktienbereich sind Grundstoffe und Energie mit je 19 bzw. 14 Prozent am stärksten gewichtet, gefolgt von Konsumgütern (zyklisch) und Technologie. Das KGV des Portfolios liegt bei 13,5 versus 21,8 im Weltaktienindex. Nimmt man die Langzeitperformance des Huber Portfolios, dann liegt die Zehnjahres-Performance bei 11,4 Prozent p.a., verglichen mit 4,3 Prozent p.a. in der Peer Group. Über die vergangenen fünf Jahre gesehen sind es sogar 13,7 Prozent p.a. (per. 10. April 2026). Für interessierte Anleger: die Privatanlegertranche hat die ISIN LU2372459979. Zu den überdurchschnittlichen Performern unter den globalen flexiblen Mischfonds zählt auch der aktienorientierte Fonds R-co Valor von Rothschild & Co Asset Management, der als einer der beliebtesten aktienorientierten Fonds gilt. Per Ende März 2026 lag die Aktienquote bei 76 Prozent, der Rest wird in Cash geparkt oder ist in „sonstige Positionen“ veranlagt. Die USA sind mit 36 Prozent gewichtet, gefolgt von Asien ohne Japan mit 23 Prozent. Technologie/Internet und Bergbau sind als Sektoren mit je 28 bzw. gut 16 Prozent am stärksten gewichtet. Laut Factsheet liegt per Ende März 2026 die Zehnjahresperformance bei 9,4 Prozent p.a. – das kann sich sehen lassen. „Kurzfristig ist es besser, keine zu großen Wetten zu machen, da die geopolitische Großwetterlage auch sehr stark von der Laune des amerikanischen Präsidenten abhängt.“ Markus Haid, Portfoliomanager der Privatconsult Was erfolgreiche Fonds auszeichnet Langfristig erfolgreiche Vermögensverwaltungsfonds folgen klar definierten Strategien statt spontaner Entscheidungen. Besonders in unsicheren Marktphasen zeigt sich die Stärke von Konzepten, die flexibel zwischen Assetklassen wechseln können. Während diskretionäre Manager versuchen, Marktentwicklungen zu antizipieren, setzen quantitative Ansätze auf systematisches Erkennen von Trends. Wichtig bleibt dabei ein aktives Risikomanagement, etwa durch Anpassung der Aktienquote oder gezielte Absicherungen. Entscheidend ist weniger die Idee als deren konsequente Umsetzung. Erfolgreiche Fonds zeichnen sich durch Disziplin, Flexibilität und strukturiertes Vorgehen aus. Ausgabe Nr. 2/2026 – GELD-MAGAZIN . 23

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