GELD-Magazin, Nr. 2/2026

Credits: beigestellt; Kerstin Hammerschmid „Quantitative Ansätze bieten vor allem den Vorteil, dass Entscheidungen auf Basis klar definierter und nachvollziehbarer Regeln getroffen werden.“ Leo Willert, CEO & Head of Trading bei ARTS Asset Management 22 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 2/2026 Fondsangebot verfügen, sodass sich die Wertentwicklung abwechseln kann. Auf Fondsebene ist dies jedoch nicht unbedingt der Fall“. Ein Lösungsansatz könnten aber unserer Meinung nach quantitative Ansätze sein (Trendfolgemodelle). Quantitative Vermögensverwaltungsfonds aus Praxissicht Vermögensverwaltungsfonds stehen im Wettbewerb mit klassischen Mischfonds und Multi-Asset-Strategien, die auf Diversifikation über mehrere Assetklassen abzielen. Entscheidend ist dabei weniger das Konzept als dessen Umsetzung. „Ob aktiver Vermögensverwaltungsfonds, Mischfonds oder MultiAsset-Strategie, sie alle verfolgen denselben Grundgedanken: Diversifikation von Anlegergeldern über mehrere Assetklassen“, so Leo Willert, CEO & Head of Trading bei ARTS Asset Management, und setzt fort: „Entscheidend ist, ob ein Fonds starre Quoten aufweist, z.B. fix 70 Prozent Aktien und 30 Prozent Anleihen oder ob er die jeweiligen Quoten tatsächlich flexibel und je nach Marktlage steuern kann.“ Gerade in anspruchsvollen Marktphasen wird aktives Risikomanagement zum Schlüsselfaktor. Die Anforderungen an die Asset Allocation haben sich durch häufigere Marktumschwünge und geopolitische Einflüsse verschärft. „Jeder Marktumschwung erfordert eine Änderung im Portfolio. Und das unabhängig von der Häufigkeit, deren Stärke bzw. deren Dauer.“ Während einige Marktteilnehmer versuchen, Entwicklungen zu prognostizieren, setzen andere auf ein konsequentes Folgen der Marktlage. „Eines gilt jedoch immer: Je turbulenter das Umfeld, desto wichtiger wird Flexibilität in der Portfoliosteuerung“, so Willert. Vor diesem Hintergrund gewinnen quantitative Ansätze an Bedeutung. Ihr Vorteil liegt in der Regelbasiertheit der Entscheidungen. „Quantitative Ansätze bieten vor allem den Vorteil, dass Entscheidungen auf Basis klar definierter und nachvollziehbarer Regeln getroffen werden. Da diese Entscheidungen auf Kurshistorien beruhen, sind ,Quants‘ beim Einstieg zumeist etwas spät dran. Dafür ist die Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Kuranstieges oft höher, da sich ein positiver Trend bereits etabliert hat. Gerade beim Timing geht es eben nicht darum, den perfekten Ein- oder Ausstiegszeitpunkt zu erwischen. Entscheidend ist vielmehr, Trends systematisch zu erkennen und konsequent zu reagieren, wenn sie sich abschwächen oder drehen“, erklärt Willert. Gleichzeitig ermöglichen quantitative Modelle, große Investmentuniversen laufend auszuwerten und jene Märkte, Regionen oder Assetklassen zu identifizieren, die aktuell die stärksten Trends aufweisen. Ein weiterer Vorteil liegt in der Unabhängigkeit von personellen Faktoren. In der praktischen Umsetzung bedeutet dies eine klare Abgrenzung gegenüber diskretionären Eingriffen, was Willert wie folgt skizziert: „Ein reiner Quant trifft seine Entscheidungen ausschließlich auf Basis seiner systematischen und regelbasierten Handelssystematik und lässt keine diskretionären Einflussnahmen bzw. Entscheidungen zu. Das gilt auch für ARTS“. Werfen wir nun einen Blick auf jene vermögensverwaltenden Fonds, die regelmäßig Spitzenperformances liefern. Was sind deren zentrale Erfolgsfaktoren? Wobei im Fokus nicht nur die Zahlen, sondern auch die Denkweisen und Strategien stehen. Rendite durch Korrelation: Der flexible Ansatz von Markus Haid Der Macro + Strategy Fonds der Privatconsult Vermögensverwaltung gewann 2025 beim Österreichischen Dachfonds Award des MÄRKTE & FONDS . Misch- und Dachfonds Dieses Fondskonzept ist auf ein inflationäres Umfeld mit zunehmend knapper werdenden Ressourcen ausgerichtet, das in Krisenphasen von einer starken Geldvermehrung durch Stimulationsmaßnahmen der Notenbanken geprägt ist. Das Konzept dahinter sieht bis zu rund 30 Prozent Aktien und jeweils bis zu rund 25 Prozent Gold und Rohstoffe vor. Bis zu 20 Prozent können in Immobilienstrategien investiert werden. Der Rest fällt auf Cash und inflationsgeschützte Anleihen. Per 10. April 2026 sind Aktien mit 30 Prozent am stärksten gewichtet, gefolgt von 25 Prozent Gold, 24 Prozent Rohstoffen und 19 Prozent Immobilienstrategien. Auf zehn Jahre liegt der Fonds 8,3 Prozent p.a. im Plus, auf fünf Jahre laut Factsheet 11,7 Prozent p.a. Fonds im Fokus: 3 Banken Sachwerte-Fonds als Inflationsschutz

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