GELD-Magazin, Nr. 2/2026

Infrastruktur Unter Strom Credits: beigestellt/Archiv; pixabay; Nataly Reinch/stock.adobe.com Aufbauend. Europäische Versorger zählen seit Jahresanfang zu den stärksten Segmenten im Infrastruktursektor und übertreffen mit über 13 Prozent Performance im ersten Quartal den breiten europäischen Aktienmarkt deutlich. Treiber ist laut den Spezialisten von Bantleon vor allem der massive Ausbau der Stromnetze, befeuert durch Elektrifizierung, Künstliche Intelligenz (Anwendungen und Datencenter) und steigendem Energiebedarf. Hohe Investitionen ermöglichen dabei planbares Wachstum und höhere Erträge, während die Bewertungen vieler Unternehmen weiterhin attraktiv erscheinen. Gleichzeitig profitieren Erzeuger Erneuerbarer Energien von höheren Strompreisen. „Die Kombination aus strukturellem Wachstum, stabilen Cashflows und defensiven Eigenschaften macht Versorger zu einem zentralen Baustein für langfristig orientierte Anleger“, so Bantleon. MÄRKTE . Kurzmeldungen 14 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 2/2026 DIE ZAHL DES MONATS 246,4 Milliarden Weiter im Trend. Anlässlich des jüngsten Weltfondstags (19. April) unterstreichen aktuelle Zahlen die wachsende Bedeutung von Investmentfonds für den langfristigen Vermögensaufbau. Die FMA berichtet, dass das Vermögen österreichischer Investmentfonds zum Jahresende 2025 mit 246,4 Milliarden Euro einen neuen Höchststand erreicht hat. Damit lag das Fondsvolumen um 6,8 Prozent bzw. 15,7 Milliarden Euro über dem Vorjahr. Insgesamt flossen den Fonds im Jahr 2025 netto rund 6,05 Milliarden Euro an neuen Mitteln zu, insbesondere wurden starke Zuwächse in Aktien- und Rentenfonds verzeichnet. Gleichzeitig entwickelten sich nachhaltige Fonds überdurchschnittlich und machen mit 123,6 Milliarden Euro bereits rund die Hälfte des gesamten verwalteten Vermögens aus. Es besteht jedoch laut dem Verband Financial Planner weiterhin Luft nach oben. Das Gesamtfinanzvermögen der österreichischen Privathaushalte betrug zum Halbjahr 2025 rund 936,7 Milliarden Euro, womit noch immer das meiste Vermögen (36 Prozent) auf Einlagen – also beispielsweise Girokonten, Sparbücher oder Bausparverträge – entfällt. Risken und Chancen. Das Börsenjahr 2026 hatte eigentlich sehr erfreulich begonnen. „Seit März stehen die Kapitalmärkte jedoch ganz im Zeichen des IranKriegs. Die Stimmung unter den Marktteilnehmern kippte, und Inflations- und Konjunktursorgen führten zu Kursrückgängen in allen Anlageklassen“, sagt Nils Kottke, Mitglied des Vorstands im Bankhaus Spängler. Allerdings: „Anleger sind nicht in Panik verfallen und reagieren auf positive Nachrichten entsprechend“, so Markus Dürnberger, Bereichsleiter Asset Management bei Spängler. Die Experten erwarten als Basisszenario moderates Wirtschaftswachstum, eine nur vorübergehend erhöhte Inflation in Europa, weitere Zinssenkungen in den USA und moderat steigende Unternehmensgewinne. Dürnberger nennt geopolitische Turbulenzen, einen deutlichen Inflationsanstieg, steigende Staatsschulden sowie die Gefahr, dass die Fed ihre Unabhängigkeit verliert, als Risiken. Märkte: Stimmung ist gekippt Markus Dürnberger, Bereichsleiter Asset Management, Spängler Griff nach den Sternen. Die jüngste Mond-Mission ist nur die Spitze des Eisberges: Allein im laufenden Jahr dürften mit Weltall-Technologien weltweit circa 700 Milliarden Dollar umgesetzt werden, mit schnell anziehender Tendenz. Bereits zu Beginn der 2030er-Jahre rechnen Beobachter mit dem Vordringen in den „EineBillion-Dollar-Raum“. Interessant ist auch, dass der Weltraum „privatisiert“ wird, wie es in einem Kommentar von BNP Paribas zum Thema heißt. Einer, der das vorantreibt, ist Elon Musk. Der Tesla-Chef hat mit SpaceX ein Raumfahrtunternehmen gegründet, das schon heute maßgeblich die Weltraum-Ambitionen der USA vorantreibt. Mit fast 330 Raketenstarts hat SpaceX 2025 über die Hälfte aller weltweit registrierten Flüge ins All unternommen. In Europa ist man noch nicht so weit. Das führt dazu, dass sich die Kosten etwa für den Start einer Ariane-Trägerrakete, des „Raketen-Flaggschiffs“ der ESA, auf rund 100 Millionen Dollar belaufen, für eine Falcon 9 von SpaceX hingegen nur auf knapp 70 Millionen Dollar. Unendliche Weiten: Der Weltraum boomt

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