GELD-Magazin, Nr. 4/2026

„The trend is your friend“: Tradingsysteme, die Kursverläufe und Indikatoren richtig interpretieren können, erzielen entweder überproportionale oder relativ marktunabhängige Renditen. rung und mehr Ressourcen für Forschung & Entwicklung inklusive Backtesting. Unverändert geblieben sind die Grundprinzipien: systematisches, regelbasiertes, emotionsfreies Handeln, breite Diversifikation über Märkte und Zeithorizonte, strikte Risikokontrolle sowie robuste anstelle von (über) optimierten Algorithmen auf Basis eines disziplinierten Forschungs- & Entwicklungsprozesses“, erklärt Waldstein, der den Fonds für klassische Aktien-/Anleihenportfolios vor allem als strategischen Diversifikator sieht. Eine Beimischung zwischen zehn und 20 Prozent könne den Effekt im Gesamtportfolio spürbar machen. Taktisches Ein- und Aussteigen widerspreche dagegen dem Ansatz. Momentumfaktor-ETFs Bei Momentumindizes entscheidet nicht nur der Faktorname, sondern vor allem die konkrete Konstruktion. Kanzler nennt Rückblickfenster von sechs bis zwölf Monaten als üblich; häufig wird der jüngste Monat ausgelassen, um sehr kurzfristige Gegenbewegungen weniger stark wirken zu lassen. Relevant sind außerdem die Breite des Ausgangsuniversums, Mindestanzahl und Liquidität der Aktien, Länder-, Branchen- und Einzeltitelgrenzen sowie der maximal zulässige Portfolioumschlag und das Zulassen von Shorting. Häufigeres Rebalancing kann ein frisches Signal besser abbilden, erhöht in der Praxis aber Turnover und Kosten. Zu diesen Kosten zählen Geld-Brief-Spannen, Market Impact und mögliche Preisnachteile rund um vorhersehbare Indexänderungen. Bänder könnten unnötige Umschichtungen vermeiden. Kanzler weist darauf hin, dass Tracking-Differenzen bei Momentum-ETFs zwar ungünstiger als bei Standard-ETFs ausfallen können, die Umsetzung aber weiterhin vergleichsweise günstig bleibt. Der Preis der Faktorprämie ist das Risiko längerer Schwächephasen. Besonders unangenehm sind laut Kanzler abrupte Erholungen nach schweren Einbrüchen, wenn bisherige Verlierer plötzlich stark steigen, während das Momentumportfolio noch die alten relativen Gewinner hält (vgl. Daniel/ Moskowitz 2016). Branchenkonzentrationen können diesen Effekt verschärfen. „Moskowitz/Grinblatt (1999) zeigen, TRENDFOLGER UND FONDS/ETFS MIT MOMENTUMSANSATZ ISIN FONDSNAME VOLUMEN PERF. 1 J. 3 JAHRE 5 JAHRE TER1) Klassische Trendfolger (Managed Futures) LU0070804173 smn Diversified Futures Fund 1996 114 Mio.€ 16,2 % -21,7 % 4,3 % 4,11 % LU0082076828 FTC Futures Fund Classic 16 Mio.€ 31,1 % -5,2 % -7,8 % 5,40 % Momentums-ETFs IE000L5NW549 iShares MSCI World Momentum Factor Adv. 261 Mio.€ 27,9 % 77,9 % – 0,25 % IE000TL3PL69 Xtrackers MSCI World Momentum ESG 320 Mio.€ 27,2 % 87,1 % – 0,25 % Dachfonds mit Momentumsansatz AT0000825393 C-Quadrat ARTS Best Momentum 152 Mio.€ 18,8 % 35,5 % 21,2 % 2,75 % AT0000634704 C-Quadrat ART Total Return Balanced 199 Mio.€ 9,2 % 18,6 % 11,9 % 2,76 % 1) Laufende Kosten laut Basisinformationsblatt; Quellen: MountainView, (b)baha, Fondsgesellschaften; Erhebungsdatum: 4. September 2026 Ausgabe Nr. 4/2026 – GELD-MAGAZIN . 41 Credit: KI-generiert

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