DIE BESTEN AKTIENFONDS – THEMA WASSER ISIN FONDSNAME VOLUMEN PERF. 1 J. 3 JAHRE 5 JAHRE TER IE00BK5BC891 L&G Clean Water UCITS ETF 667 Mio.€ 3,6 % 28,9 % 28,2 % 0,49 % IE00B1TXK627 iShares Global Water UCITS ETF 1.899 Mio.€ 3,2 % 25,4 % 18,9 % 0,65 % LU1923621640 Mirova Thematic Water 531 Mio.€ 7,5 % 19,6 % 18,3 % 2,00 % LU2146190835 Robeco Sustainable Water 2.200 Mio.€ 5,5 % 20,9 % 10,3 % 1,71 % LU2306921490 DWS Concept ESG Blue Economy 120 Mio.€ 5,1 % 17,4 % 4,1 % 1,77 % Quelle: Morningstar, alle Angaben auf Euro-Basis, Auswahl der Fonds nach Sharpe Ratio, TER=Total Expense Ratio (p.a.), Stichzeitpunkt: 31. August 2026 DIE BESTEN AKTIENFONDS – THEMA ALTERNATIVE ENERGIEN ISIN FONDSNAME VOLUMEN PERF. 1 J. 3 JAHRE 5 JAHRE TER IE000EWWPFJ6 Polar Capital Smart Energy 733 Mio.€ 70,8 % 96,8 % – 1,61 % DE000A0RHHC8 TBF SMART POWER 1.164 Mio.€ 31,4 % 86,4 % 104,6 % 1,70 % LU2145461757 Robeco Smart Energy 4.898 Mio.€ 47,0 % 72,1 % 69,6 % 1,72 % IE0008RX29L5 Invesco Wind Energy UCITS ETF 15 Mio.€ 40,1 % 62,5 % – 0,60 % LU0280430660 Pictet-Clean Energy Transition 5.075 Mio.€ 36,2 % 57,8 % 57,5 % 1,99 % Quelle: Morningstar, alle Angaben auf Euro-Basis, Auswahl der Fonds nach Sharpe Ratio, TER=Total Expense Ratio (p.a.), Stichzeitpunkt: 31. August 2026 Flüssiges Gold Selbst im „Land am Strome“ wurde in diesem Sommer vielerorts Wasser knapp – auch eine Folge des Klimawandels. In anderen Regionen der Welt ist das kühle Nass aber noch viel härter umstritten. Die UNICEF listet einige Fakten auf: 2,2 Milliarden Menschen auf dem Globus haben keinen Zugang zu sauberem Wasser; 3,5 Milliarden Menschen fehlt eine grundlegende Sanitärversorgung. Rund vier Milliarden erleben mindestens einen Monat im Jahr ernsthafte Wasserknappheit. Und besonders traurig: Jedes dritte Kind weltweit – das sind 739 Millionen Betroffene unter 18 Jahren – lebt in Regionen mit hoher oder sehr hoher Wasserknappheit. Ein nachhaltiges Entwicklungsziel der Vereinten Nationen ist, dass bis zum Jahr 2030 der „allgemeine und gerechte Zugang zu einwandfreiem und bezahlbarem Trinkwasser für alle“ erreicht werden soll. Ausgabe Nr. 4/2026 – GELD-MAGAZIN . 37 tall- und Chemieindustrie. Eine Info zur Abrundung: China ist mittlerweile der größte Markt für Elektrofahrzeuge, wobei aber auch im Reich der Mitte manchmal der „Motor stottert“. Es ist fast schon kurios, was auf ingenieur.de zu lesen ist: „Ein kleines Detail im Innenraum zwingt Tesla und acht weitere Autohersteller in China zu einer gewaltigen Rückrufaktion. Rund 4,3 Millionen Fahrzeuge müssen nachgebessert werden, weil sich die mechanische Notentriegelung der Türen im Ernstfall schlecht erkennen lässt. Gleichzeitig zieht China bei einem verwandten Problem die Konsequenzen: Versteckte Türgriffe sollen aus neuen Autos verschwinden. Ab 2027 gelten dafür neue Sicherheitsvorgaben.“ Hintergrund: Bei vielen der zurückgerufenen Autos ist laut dem Bericht weder das Türschloss kaputt noch der Außengriff defekt: „Das Problem zeigt sich erst, wenn nach einem schweren Unfall die Elektrik ausfällt: Dann müssen Insassen auf eine mechanische Notentriegelung zurückgreifen. Und genau die kann schwer zu finden sein ...“ Boom mit Hindernissen Aber natürlich sind E-Autos nur ein Teil des grünen Investment-Booms – wobei, ist diese Bezeichnung überhaupt gerechtfertigt? Hier gilt es zu differenzieren: Der konventionelle MSCI kann den nachhaltigen MSCI World SRI auf längere Sicht (drei Jahre) doch signifikant outperformen. Der MSCI World Water fällt, als Beispiel genannt, noch weiter zurück. Auch dem S&P Global Clean Energy Index bleibt (nach einem Höhenflug) nur das Nachsehen. Natürlich variiert die Performance mit der Auswahl des Vergleichszeitraums und der Basis-Indizes, man kann aber festhalten: Die automatischen Highflyer sind grüne Investments nicht mehr. Woran liegt das, wo ist angesichts des spürbaren Klimawandels und düsterer Temperaturprognosen Sand ins Getriebe geraten? Denn eigentlich sollte das Umfeld ja ökologische Veranlagungen unterstützen. Eine einfache Erklärung lautet: Die Bewertungen waren teilweise schlicht zu hoch. Das war die Folge eines generellen Hypes, der aufgrund der realen Bedrohung des Klimawandels entstanden ist, aber auch zu überzogenen Kursen führte. Börsen neigen zu Übertreibungen. Hinzu kam ein starker Verdrängungswettbewerb (Solar, Windkraft) aus China, der westliche Produzenten unter Druck setzte. Letztlich entstand ein bürokratisches Regelwerk in Europa, das gut gemeint, aber nicht immer praxisnah ausgeführt war. Eigentlich sollte Ordnung in das Thema ESG und Fonds gebracht werden, zu hohe Anforderungen verunsicherten aber Anbieter und Investoren gleichermaßen. Die EU ist nun dabei, nachzubessern, aus der Branche hört man, dass zumindest die Richtung stimmt. Auch nicht zu vergessen: Es wurde an allen Ecken und Enden mit „sauberen“ Investments geworben – eine gewisse Überflutung der Anleger kann nicht ausgeschlossen werden. Außerdem übertrumpften die großen Themen Rüstungsindustrie sowie selbstverständlich Künstliche Intelligenz die „grüne Story“ als Renditebringer und übernahmen die große TrendFührerschaft. Breit streuen Fazit: ESG ist sicher nicht out, langfristig müssen hier Unsummen investiert werden. Es empfiehlt sich, mit ETFs und aktiven Fonds zu partizipieren, eine Auswahl finden Sie in den Tabellen dieses Artikels.
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