Seit den 1990er-Jahren gibt es fast nur noch extrem warme Jahre: Dargestellt sind die überdurchschnittlich warmen (rot) und kalten Jahre (blau) seit 1768 im Vergleich zur Klimareferenzperiode 1961-1990 - und die Abweichung zu dieser Benchmark in Grad Celsius. Österreich: Heiß und heißer „Entscheidend wird, wie robust Geschäftsmodelle gegenüber physischen Klimarisiken sind.“ Marc Decker, Co-Leiter Aktien, Quintet Credit: beigestellt Quelle: GeoSpere Austria negative Abweichung wärmstes Jahr positive Abweichung kältestes Jahr Abweichung zum Mittel 1961-1990 in °C gleitendes Mittel 1760 1780 1800 1820 1840 1860 1880 1900 1920 1940 1960 1980 2000 2020 1829: -2,3°C +3°C +4°C +1°C +2°C -1°C 0°C -3°C -2°C 2024: +3,1°C 36 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 4/2026 begrenzung zur Bekämpfung der Ursachen des Klimawandels durch Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Dekarbonisierung. Sowie andererseits ergänzend Anpassungen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit durch Wassermanagement, robuste Gebäude und Infrastruktur. Die Chancen umfassen auch intelligente Stromnetze und Energiespeicher. Schließlich treibt die Dekarbonisierung emissionsintensiver Sektoren wie Schwerindustrie und Landwirtschaft Innovationen in den Bereichen grüner Wasserstoff, alternative Kraftstoffe, kohlenstoffarme Materialien und Kohlenstoffabscheidung und -speicherung voran. Der DPAM-Experte: „Die Weltorganisation für Meteorologie schätzt, dass die globale Durchschnittstemperatur mit 91-prozentiger Wahrscheinlichkeit bis 2030 vorübergehend um mehr als 1,5°C über das vorindustrielle Niveau steigen wird. Angesichts dieser systemischen Klimarisiken entwickeln sich diese Investitionsthemen zu zentralen Treibern nachhaltiger Wertschöpfung.“ Dass Handlungsbedarf besteht, ist dabei mehr als deutlich: Laut den Vereinten Nationen sind seit Beginn der Sommer-Saison fast sechs Millionen Hektar in Europa und Nordamerika verbrannt, darunter mehr als 434.000 Hektar in Europa. Die geschätzten Kosten alleine für Waldbrände auf dem Kontinent übersteigen drei Milliarden Euro, so die Financial Times. Dies kommt zu Dürren hinzu, die auf landwirtschaftlichen Erträgen lasten, die Flussinfrastruktur beeinträchtigen, außerdem kommt es zu einer wachsenden Zahl von Überschwemmungen. Branchen gegen den Kollaps Halten wir fest: Um der Klimakatastrophe entgegenzuwirken, haben Anleger also die Möglichkeit, in ein breit diversifiziertes Portfolio von Sektoren zu investieren. Kurz zusammengefasst: Wassermanagement, Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Infrastruktur. Aber fehlt da nicht noch etwas? Stimmt, der gesamte Bereich der E-Mobilität. Die Elektrifizierung des Verkehrs nimmt weiter Fahrt auf und zieht eine ganze Reihe von Sektoren mit sich – auch im „Autoland“ Deutschland. Hier sind es jedoch ironischerweise nicht unbedingt die Autohersteller, die von der Entwicklung profitieren. „Zu den Gewinnern zählen beispielsweise Produzenten elektronischer Bauteile und Infrastrukturunternehmen. Aber auch Sektoren, die gar nichts mit E-Mobilität zu tun haben, könnten zunehmend elektrifiziert werden“, sagt Daniel Zimmerer, Klima und EnergieExperte bei Swisscanto/ZKB. Aber beginnen wir bei den Boliden selbst: Die Zahl der Neuzulassungen von Personenwagen kletterte in Europa im Juni 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13 Prozent nach oben – der stärkste Anstieg seit Oktober 2023. Dabei nahmen die Verkäufe von Elektrofahrzeugen um satte 51 Prozent zu, auf Kosten von Verbrennern. Schon im März und April stiegen die Verkaufszahlen von E-Autos um 42 bzw. 38 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten. Das spricht laut Zimmerer zunehmend für ein starkes Momentum durch strukturelle Nachfrage. Der Elektrifizierungstrend betrifft aber, wie erwähnt, nicht nur die Automobilindustrie. Der Spezialist: „Zu den Nutznießern der Elektrifizierung gehören auch Anbieter von Ladeinfrastruktur, Hersteller elektrischer Komponenten und Batteriesysteme, Infrastrukturunternehmen sowie die Stahl-, MeMÄRKTE & FONDS . Grüne Investments
RkJQdWJsaXNoZXIy MzgxOTU=