GELD-Magazin, Nr. 4/2026

Bis 31. Juli erzielten flexible globale Mischfonds laut LSEG Lipper über zehn Jahre 52,10 Prozent, aggressive 82,80 Prozent. Dewi John, Head of Research, EMEA, bei LSEG Lipper: „Zwar weisen aktienlastigere „Mixed Asset“-Klassifikationen verständlicherweise einen höheren Maximalverlust und eine höhere Standardabweichung auf, doch erholen sie sich in der Regel auch schneller. Im Betrachtungszeitraum erzielen sie daher höhere risikobereinigte Renditen, gemessen an der Sharpe-Ratio. Dies sollte jedoch vor dem Hintergrund einer historisch langen Hausse an den Aktienmärkten und in einem Zeitraum gesehen werden, in dem die Zinserhöhungen im Jahr 2022 die Wertentwicklung festverzinslicher Wertpapiere stark beeinträchtigten.“ Outperformance- und Underperformance-Kontinuität? Wie stabil bleiben erfolgreiche Mischfonds an der Spitze? „Obwohl eine Persistenz von 0,8 bis 1,6 Prozent über fünf Jahre absolut betrachtet sehr niedrig klingt, kann sie dennoch deutlich höher sein, als man es bei einem Zufallsergebnis erwarten würde. Über die gesamte Stichprobe hinweg beträgt die kontinuierliche Fünfjahres-Persistenz im ersten Quintil (Q1) 0,81 Prozent, während sie im fünften Quintil (Q5) bei 1,62 Prozent liegt. Somit treten Fünfjahresphasen im Q1 etwa fünfmal so häufig auf, wie es die zufällige Unabhängigkeit nahelegen würde, während Fünfjahresphasen im Q5 etwa zehnmal so häufig auftreten“, so John, dessen Schlussfolgerung lautet: „Anhaltende Underperformance ist das stärkste Phänomen. Fonds der Kategorie Q5 weisen eine deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit auf, kontinuierlich in der Kategorie Q5 zu verbleiben, insbesondere über einen Zeitraum von fünf Jahren.“ Dies gilt für alle vier Klassifizierungen der globalen gemischten Anlageklassen. Anhaltende Outperformance existiert zwar, ist jedoch weniger weit verbreitet. Am stärksten ist sie in der Kategorie „FlexibleGlobal“ über drei Jahre sowie in den Kategorien „Aggressive“, „Balanced“ und „Flexible Global“ über fünf Jahre. Cash als letzte Bastion „Im aktuellen Umfeld lässt sich Diversifikation nur über Cash erreichen“, sagt Thomas Romig, CIO Multi Asset und Geschäftsführer von Assenagon. Der benchmarkunabhängige Assenagon I Multi Asset Conservative kombiniert rund 40 Investmentthemen. Die physische Aktienquote beträgt maximal 40 Prozent. „Die Zahl der Positionen alleine ist aber kein Maß für Diversifikation.“ Entscheidend seien Stresskorrelationen: Aktienfonds, High-Yield-Strategien und Wandelanleihen könnten im Crash ähnlich reagieren. 2022 wurde die Anleihequote kurzfristig weitgehend abgebaut. „Auch die kurze Duration von meist null bis drei Jahren dämpfte die Folgen des Zinsanstiegs“, so RoDas Beste aus zwei Welten Vier erfolgreiche Mischfonds zeigen, wie unterschiedlich flexible Allokation funktionieren kann: von konsequenter Risikosteuerung über reale Vermögenswerte, einem qualitativen Value-Ansatz und gezielter Nutzung von Marktverwerfungen. MICHAEL KORDOVSKY Credits: Thomas Romig: Assenagon/Christoph Vohler BEISPIELE ERFOLGREICHER MISCHFONDS ISIN FONDSNAME VOLUMEN PERF. 1 J. 3 JAHRE 5 JAHRE TER Mögliche Basisinvestments für defensivere Anleger LU1297482736 Assenagon I Multi Asset Conservative 1.565 Mio.€ 10,0 % 33,5 % 27,3 % 2,06 % LU1016072081 MYRA Solidus Global Fund 15 Mio.€ 9,3 % 27,2 % 24,2 % 1,90 % Mögliche Basisinvestments für ausgewogenere Anleger AT0000A2QAD6 Erste Real Assets* 855 Mio.€ 27,0 % 69,3 % 71,7 % 1,74 % IE00BCZQ7T48 Algebris Financial Income 3.104 Mio.€ 10,7 % 60,1 % 65,3 % 1,90 % Mögliche Basisinvestments für dynamische Anleger LU0072229809 Best-in-One 254 Mio.€ 16,3 % 59,4 % 45,1 % 2,07 % DE0008478116 FMM-Fonds 1.031 Mio.€ 11,7 % 40,9 % 42,0 % 1,61 % *Abdeckung des dynamischern Teils oder auch Sachwertbeimischung; Quellen: MountainView, (b)baha, Fondsgesellschaften; Erhebungsdatum: 4. September 2026 „Im aktuellen Umfeld lässt sich Diversifikation nur über Cash erreichen.“ Thomas Romig, CIO Multi Asset und Geschäftsführer von Assenagon COVERSTORY . Mischfonds 24 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 4/2026

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