GELD-Magazin, Nr. 4/2026

BANKING . Kurzmeldungen 16 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 4/2026 Credit: beigestellt/Archiv 01234567890 Japan: Erfolgreiche Zinspolitik Günstiges Umfeld. Nach Jahrzehnten extrem niedriger Zinsen begann die Bank of Japan (BoJ) im März 2024 mit der Normalisierung ihrer Geldpolitik, beendete die Negativzinsen und gab die Steuerung der Zinsstrukturkurve auf. Seitdem sind die Renditen japanischer Staatsanleihen gestiegen, was ein günstigeres Gewinnumfeld für Banken und Versicherer geschaffen hat. Janus Henderson zieht Bilanz: „Die Normalisierung der Zinssätze in Japan bedeutet für Banken und Versicherer einen strukturellen Wandel weg von einem niedrigen Renditeumfeld hin zu einem Rahmen, der einen klareren Weg zu einer verbesserten Profitabilität bietet.“ Dies zeigte sich kürzlich an den starken Gewinnergebnissen japanischer Unternehmen für das Quartal April bis Juni, insbesondere bei den Banken. Wichtiges Gesetz. Im vergangenen Jahr haben illegale Geldströme laut einer US-Studie weltweit ein Volumen von 4,4 Billionen Dollar erreicht. In Europa wird jetzt gegengesteuert: Die EUGeldwäscheverordnung tritt am 10. Juli 2027 in allen 27 Mitgliedstaaten in Kraft und ersetzt fragmentierte nationale Regelungen durch ein einziges harmonisiertes Regelwerk zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Es ändern sich damit nicht nur die Regeln, sondern auch die Beweisanforderungen, informiert Shufti, eine Plattform zur Verhinderung von Finanzkriminalität. Verpflichtete Unternehmen müssen in der Lage sein, nachzuweisen, dass ihre AML-Kontrollen (Anti-Money Laundering) wirksam sind. Das neue Regelwerk richtet sich unter anderem an in der EU tätige Banken, Zahlungs- und E-Geld-Institute, Fintechs und Dienstleister für digitale Vermögenswerte. Höhere Margen. Die – nennen wir es einmal – spendable Ausgabenpolitik der Staaten treibt die Zinsen nach oben. Das kann bekanntlich die Wirtschaft bremsen. Es gibt aber auch Branchen, die von steigenden Zinsen profitieren. Dazu zählen besonders Versicherungskonzerne und Banken, die aufgrund der gestiegenen Zinsmarge höhere Erträge erzielen. Robert Beer, Geschäftsführer der gleichnamigen Investmentgesellschaft, kommentiert: „Die gute Ertragslage der europäischen Banken verstärkt den Konsolidierungsprozess, da nun genügend Kapital für Aufkäufe vorhanden ist.“ In Spanien stechen dem Fachmann zufolge die zwei hervorragenden Banken, Banco Santander und Banco Bilbao, heraus. Banco Santander hat erst kürzlich die US-amerikanische Bank Webster für circa 10,5 Milliarden Euro übernommen. In Italien ringt die Intesa Sanpaolo darum, die Banca Monte dei Paschi di Siena zu übernehmen. Auch die operativ exzellent geführte Unicredit ist dabei, die Commerzbank zu übernehmen und hält bereits ca. 50 Prozent der Anteile. Die Commerzbankführung versuchte mit Rückendeckung der Politik, die Übernahme zu blockieren, was jedoch gescheitert ist. Die Regierung sollte nun die Konsolidierung nutzen, um in Verhandlungen die Mittelstandsfinanzierung zu stärken. Anschließend sollte der Anteil mit Gewinn verkauft werden, um die Konsolidierungswelle zu unterstützen. In den USA gab es diese Konsolidierung bereits nach der Finanzkrise 2008, was den USA zu einem starken Kapitalmarkt verholfen hat. Höhere Zinsen: Banken profitieren „Besonders Versicherungskonzerne und Banken profitieren von höheren Zinsen.“ Robert Beer, Geschäftsführer, Robert Beer Investment DIE ZAHL DES MONATS 4,4 Billionen Nach der Dürre Rasche Hilfe gefragt Hitzeschäden. Das Jammern und Zähneklappern ist nach dem Rekord-Sommer groß: Die extreme Trockenheit und die damit verbundenen Ernteausfälle setzen viele landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich unter Druck. Um betroffenen Kunden rasch und unbürokratisch zu unterstützen, bietet die Erste Bank, Tiroler Sparkasse und Sparkasse Hainburg ab sofort eine Dürre-Soforthilfe in Form eines zinsen- und spesenfreien Überziehungsrahmens von bis zu 25.000 Euro an. Landwirtschaftliche Betriebe mit nachweisbaren Ertrags- bzw. Einkommensausfällen aufgrund der Trockenheit können das Darlehen als kurzfristige Liquiditätshilfe in Anspruch nehmen. Die Unterstützung wird unabhängig von möglichen zukünftigen staatlichen Förder- oder Zuschussmaßnahmen bereitgestellt und soll Betrieben helfen, die finanziellen Folgen der Dürre rasch abzufedern. Betroffene Bestandskunden können das Finanzierungsangebot direkt bei ihrer Erste Bank oder Sparkasse anfragen, persönlich, telefonisch oder per E-Mail. Die Dürre-Soforthilfe wird über das Geschäftskonto abgewickelt und kann bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Für die Beantragung braucht es keine weiteren Bankformulare.

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