GELD-Magazin, Nr. 3/2026

AKTIEN . Österreich 68 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 3/2026 DIE RENTABELSTEN UNTERNEHMEN UNTERNEHMEN KURS GEV ‘26e GEV ‘27e RBI 53,30 € 12,7 % 12,9 % Strabag 89,30 € 11,8 % 12,5 % Steyr Motors 33,22 € 5,6 % 11,9 % UBM 17,20 € 3,7 % 11,5 % VIG 64,80 € 10,9 % 11,4 % OMV 56,00 € 13,2 % 11,4 % PORR 44,25 € 8,8 % 9,7 % Polytec 4,50 € 7,7 % 9,6 % Erste Bank 114,90 € 8,2 % 9,4 % Zumtobel 4,34 € 5,5 % 9,3 % Österr. Post 31,50 € 8,5 % 8,9 % voestalpine 43,96 € 7,2 % 8,8 % GEV=Gewinn/Enterprise Value (=MK plus Nettofinanzverbindlichkeiten) Quelle: marketscreener.com, Stichzeitpunkt: 19. Juni 2026 Der ATX konnte seit Jahresbeginn trotz Iran- und Ukraine-Krieg um 23,3 Prozent zulegen, unter Hinzurechnung der Dividenden (ATX Net TR) sogar um 25,8 Prozent. Während im vergangenen Jahr besonders IT-, Finanz- und Bauwerte boomten, ist trotz deren durchwegs fundamental guten Entwicklung eine Abflachung der Kursanstiege zu beobachten. Lediglich AT&S als einsamer Spitzenreiter beschleunigte heuer den Aufwärtstrend auf ein Plus von bislang 565 Prozent! Die Analysten kamen mit der Anhebung ihrer Kursziele nicht nach. Grund für den exorbitanten Kurs-Anstieg der AT&S, die 2025 bereits um 166 Prozent zulegte, ist der Boom bei Halbleiterwerten, der auf die extrem hohen Investitionen in Rechen- und Datacenter zurückzuführen ist (siehe auch Beitrag AT&S auf der rechten Seite). Versicherungen konsolidieren Die Vienna Insurance Group konnte im 1. Quartal die Prämieneinnahmen um 4,4 Prozent auf 4,86 Milliarden Euro steigern. Positiv entwickelte sich auch die Combined Ratio auf 91,8 Prozent, wonach sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) um 18,8 Prozent auf 310 Millionen Euro erhöhte. Mitte Mai brachte die VIG die Übernahme der Nürnberger Versicherung unter Dach und Fach, was sich positiv auf die Jahreszahlen 2026 auswirken wird. Immerhin bringt die Nürnberger Versicherung ein Prämienvolumen von rund 3,5 Milliarden Euro und einen Jahresgewinn (2025) von 47 Millionen Euro mit. Demnach dürften die konsolidierten Prämieneinnahmen der VIG heuer um gut 30 Prozent auf rund 17,5 Milliarden Euro steigen und der Gewinn auf rund 950 Millionen Euro (KGV: 8,8). Trotz der erwarteten weiteren Anhebung der Dividende für 2026 auf 1,90 Euro je Aktie, fällt die Rendite aufgrund des Kursanstieges mit rund 2,87 Prozent mittlerweile durchschnittlich aus. Wer eine höhere Dividende will, kauft sich Uniqa-Aktien. Bei ihnen wird eine Rendite von rund 4,44 Prozent erwartet (0,78 Euro/Aktie), obwohl die Uniqa operativ nicht ganz so stark ist wie die VIG. Im 1. Quartal lieferte sie dennoch mit einem Prämienwachstum von 14,4 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro und mit dem GeGute Quartalszahlen Die Erholung der Wirtschaft verzögert sich aufgrund geopolitischer Konflikte. Doch die Aktienkurse legen nach einem kräftigen Anstieg im vergangenen Jahr aufgrund von Sonderfaktoren weiter zu. MARIO FRANZIN Euphorie. Der extreme Kursanstieg der AT&S – heuer alleine 590 Prozent – wirkt sich auf den ATX enorm aus. Zuletzt fiel gar die Marke von 6.500 Punkten. Unterstützt haben jedoch seit Jahresbeginn auch die kräftigen Kursanstiege der RBI (+39 %), PORR (+38 %) oder auch der BAWAG (+32 %). Langsam erreichen aber zahlreiche Aktien ihre Kursziele, der RSI beim ATX ist stark überkauft. ATX-INDEX . AT&S treibt den ATX in lichte Höhen winnanstieg um 5,9 Prozent auf 160 Millionen Euro ein solides Ergebnis. Sie bestätigte auch den Ausblick auf das Gesamtjahr, in dem ein Vorsteuergewinn von 540 bis 570 Millionen Euro erwartet wird. Unterm Strich sollten dann rund 450 Millionen Euro stehen (KGV: 12,1; Vj.: 425 Mio. Euro). Turn Arounds bestätigen sich An der Wiener Börse gibt es einige erfolgreiche Turn Arounds: z.B. beim Feuerwehrausrüster Rosenbauer, bei der KTM-Mutter Bajaj Mobility oder auch bei Polytec (s. Kasten auf Seite 70). Rosenbauer erwachte nach der Kapitalerhöhung und dem Einstieg einiger Großindustrieller wie Dornröschen aus dem Winterschlaf. Die Erfolgsstory setzte sich im 1. Quartal fort: Rosenbauer steigerte den Umsatz um 15,3 Prozent auf 304 Millionen Euro, das EBIT von 9,0 auf 14,4 Millionen Euro und das Periodenergebnis von 0,1 auf 9,4 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand mit einem Umsatzanstieg auf 1,6 Milliarden Euro und einer Verbesserung der EBIT-Marge auf 6,0 Prozent. Unterm Strich würde das einen Jahresgewinn von rund 65 Millionen Euro und ein KGV von nur 9,2 bedeuten – dranbleiben. 7.000 5.000 5.500 6.500 6.000 3.500 4.000 4.500 3.000 2024 2025 ´26

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