GELD-Magazin, Nr. 3/2026

BANKING . Kurzmeldungen 20 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 3/2026 Wende. 2022 bis 2025 kam es in Österreich zu einem um sechs Prozentpunkte höheren Wachstum der Lohnstückkosten als im Euroraum. Dadurch hat sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Volkswirtschaft laut OeNB deutlich verschlechtert. Beginnend mit den Lohnabschlüssen seit Herbst 2025 ist aber eine Trendwende erkennbar: Zum einen kommt es mehrheitlich zu Abschlüssen unterhalb der Inflationsrate, zum anderen sind Mehrjahresabschlüsse mit fixen Lohnsteigerungen häufiger geworden. Dies trägt dazu bei, dass sich die relative Lohnstückkostenposition gegenüber dem Euroraum aktuell nicht weiter verschlechtert; das könnte Zweitrundeneffekte bei der Inflation dämpfen. Eine solche Trendwende sei notwendig, um Verluste an preislicher Wettbewerbsfähigkeit zumindest teilweise auszugleichen, die aus der letzten Hochinflationsphase herrühren. In einem geopolitisch volatilen Umfeld tragen mehrjährige Abschlüsse mit fixen Lohnsteigerungen zudem zu einer höheren Planungssicherheit für Unternehmen bei. DIE ZAHL DES MONATS 6 Prozent Fernweh. Um beim Bezahlen im Urlaub auf der sicheren Seite zu sein, haben Experten der Sparkassengruppe die wichtigsten Geld-Tipps zusammengefasst. Vorweg: Ein Mix aus Debit-, Kreditkarte und ein wenig Bargeld ist jedenfalls empfehlenswert. Zu beachten gilt weiters: Eine digitalisierte Karte mit Apple oder Google Pay auf dem Smartphone bietet erhöhte Sicherheit, da die Karte für den Bezahlvorgang per Gesichtserkennung oder Fingerabdruck am Smartphone aktiviert wird. Bereits vor einer Reise sollte man außerdem die aktuellen Kartenlimits überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Eine Geldbehebung ist in Ländern außerhalb des Euro-Raums mit einer Debitkarte am günstigsten. Aber Vorsicht: In vielen Ländern werden vom Geldausgabeautomaten-Betreiber zusätzliche Entgelte verrechnet. Und: Zur Bargeldbehebung sind Kreditkarten nicht gedacht und sollten wegen der relativ hohen Gebühren nur in Notfällen verwendet werden. Sparkassen: Reise-Tipps Künstliche Intelligenz Wichtig für Banken Mythos. Morningstar veröffentlichte einen Kommentar zu den Auswirkungen KI-gestützter Cybersicherheitstools auf die Resilienz europäischer Banken, nachdem Anthropic seine KI-Modelle der Mythos-Klasse vorgestellt hatte. Wichtige Eckpunkte daraus: KI-gestützte Cybersicherheitstools können die Abwehr von Banken stärken, aber auch die Zeit für die Identifizierung und Behebung von Schwachstellen verkürzen. Die Veröffentlichung der Mythos-Klasse-Modelle und das Aufkommen konkurrierender Tools deuten auf eine beschleunigte Entwicklung KI-gestützter Cybersicherheitsfunktionen hin. Weiters sind Banken mit einer stärkeren Governance, moderner IT-Infrastruktur, nachhaltigen Investitionskapazitäten und einer robusten externen Aufsicht besser aufgestellt, um das Risiko zu managen. Fazit: Die neuen Tools unterstützen die Banken, operativer Mehraufwand ist aber nötig. Neuer Besen. Die US-Notenbank hat wie erwartet keine Veränderung an ihrem Leitzins vorgenommen. Dieser verharrt weiterhin im Zinsband von 3,5 bis 3,75 Prozent, und der Entscheid war auch einstimmig. Roger Rüegg, Leiter Multi-Asset-Solutions bei ZKB/Swisscanto, analysiert die Situation: „Der neue Chairman Kevin Warsh steht bereits bei seinem ersten Fed-Meeting unter Druck. Die US-Regierung will Zinssenkungen, allerdings ist dafür die Konjunktur zu stark und die Inflation zu hoch. Spannend ist, dass neun von 18 Mitgliedern 2026 eine Zinserhöhung sehen, für 2027 jedoch bereits wieder von Zinssenkungen ausgehen.“ Diese geldpolitische Linie ist restriktiver als erwartet, deshalb hat der Dollar nach dem Entscheid leicht zugelegt. Auch die Inflationsprognose von 3,3 Prozent beim CORE-PCE (ohne Energie und Lebensmittel) ist deutlich höher als zuvor. Deshalb sind auch die US-Renditen gestiegen, risikoreichere Assets werden belastet. FED: Leitzins unverändert Roger Rüegg, Leiter Multi-AssetSolutions bei ZKB/Swisscanto Credits: pixabay; beigestellt

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