GELD-Magazin, Nr. 2/2026

UMFRAGEN ZU MIDTERM-WAHLEN QUELLE STIMMEN FÜR STIMMEN FÜR SONSTIGE DIFFERENZ REPUBLIKANER DEMOKRATEN UNENTSCHIEDEN Decision Desk HQ 41,0 % 44,9 % 14,1 % Demokraten +3,9 % FiftyPlusOne 42,2 % 47,0 % 10,8 % Demokraten +4,8 % RealClearPolitics 41,7 % 47,5 % 10,8 % Demokraten +6,0 % Silver Bulletin 42,4 % 47,9 % 9,7 % Demokraten +5,5 % VoteHub 42,3 % 47,7 % 10,0 % Demokraten +5,4 % Race to the WH 41,6 % 46,9 % 11,1 % Demokraten +5,3 % Durchschnitt (18. April 2026) 41,9 % 47,0 % 11,1 % Demokraten +5,1 % Quelle: Wikipedia 10 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 2/2026 zumindest theoretisch die Möglichkeit, die Verfassung zu ändern und eine dritte Amtszeit doch noch zu ermöglichen, aber das ist extrem schwierig und in der Praxis kaum durchführbar. Dazu wäre eine Zwei-Drittel- Mehrheit im Kongress oder eine Verfassungskonvention notwendig, sowie die Zustimmung von drei Viertel der Bundesstaaten. Auch wird die Möglichkeit diskutiert, als Vizepräsident ins Weiße Haus einzuziehen und später (bei Rücktritt, Absetzung oder Tod des amtierenden Präsidenten) nachzurücken. Dem schiebt allerdings wiederum der 12. Zusatzartikel einen Riegel vor, er legt fest, dass niemand Vizepräsident werden darf, der nicht auch Präsident sein darf. Horrorszenario Legale Wege für eine Ära „Trump 3.0“ sind also versperrt. Als Horrorszenario werden aber bürgerkriegsähnliche Zustände an die Wand gemalt, sollte sich Trump mit allen Mitteln an der Macht halten wollen. Dass diese Möglichkeit nicht völlig ausgeschlossen ist, zeigt alleine die Tatsache, dass immer wieder Umfragen zu dem Thema durchgeführt werden. So kommt eine Analyse der „Leadership Conference on Civil and Human Rights“ zu dem Ergebnis, dass 57 Prozent der US-Amerikaner der Meinung sind, dass sich ihr Land auf dem Weg zu einem Bürgerkrieg befindet. Eine Umfrage von Marist Poll zeichnet folgendes Bild: 47 Prozent der US-Bürger halten einen Bürgerkrieg zu ihren Lebzeiten für wahrscheinlich. Eine knappe Mehrheit (52 %) hält hingegen diese Möglichkeit entweder für sehr unwahrscheinlich oder für völlig unwahrscheinlich. Lahme Ente Also gehen wir davon aus, dass es nicht zum Schlimmsten kommt. Dann wird Trump im weiteren Verlauf seiner Amtszeit zunehmend zur „lahmen Ente“. Eine „Lame Duck“ bezeichnet einen Politiker, besonders einen US-Präsidenten, der nach einer verlorenen Wahl oder am Ende seiner Amtszeit kaum noch politischen Einfluss hat, er ist somit in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt. Die Hände müssen dem Präsidenten dadurch aber nicht völlig gebunden sein. Laut der unabhängigen Informationsplattform „Presidents Website“ ist ein bekanntes historisches Beispiel für eine „lahme Ente“, die dennoch epochales bewegte, Präsident Harry S. Truman. Obwohl Truman angekündigt hatte, nicht für eine Wiederwahl zu kandidieren, setzte er sich weiterhin für wichtige politische Maßnahmen ein. Eine seiner bedeutendsten Leistungen war die Zustimmung des Kongresses zum Marshallplan, der wegweisenden Initiative zur Wirtschaftshilfe für das vom Krieg zerstörte Europa. Dieses Programm trug nicht nur zum Wiederaufbau bei, sondern etablierte auch ein weitgehendes positives Image der Vereinigten Staaten in der westlichen Welt. Diese Zeiten sind aber vorbei. Laut dem Forschungsinstitut OpinionWay sehen heute nur noch 25 Prozent der Europäer die USA als engen Verbündeten, während 51 Prozent sie als feindselig wahrnehmen. Und BRENNPUNKT . USA: Midterms Mini-Parteienlandschaft Im Vergleich zu den Republikanern und Demokraten spielen die anderen politischen Parteien in den USA eine untergeordnete Rolle. Die Green Party of the United States erreichte bei der Präsidentschaftswahl 2024 nur rund 0,56 Prozent der Stimmen, die Libertarian Party 0,42 Prozent. Ganz ohne Einfluss sind die Kleinparteien aber nicht. Sie spielen bei Präsidentschaftswahlen (sozusagen als „Spoiler“, wenn sie in knappen Rennen Stimmen auf sich ziehen) und bei bestimmten regionalen Themen eine Rolle.

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