Ausgabe Nr. 4/2026 – GELD-MAGAZIN . 51 „Gold gehört als Versicherung ins Depot“ Langfristiger Vermögensaufbau braucht Rendite – doch Rendite gibt es kaum ohne Risiko. Deshalb setzen viele Anleger auf Gold. Das Edelmetall gilt als Inflationsschutz und stabilisierender Baustein im Portfolio. Herr Orben, welche Rolle spielt Gold bei der Absicherung eines Depots? Gold gilt als die „ewige Währung“ und existiert unabhängig von digitalen oder finanziellen Systemen. Wir erinnern uns an Hyperinflation und an mehrere Währungswechsel; Reichstaler, Krone und Schilling sind längst verschwunden, während Gold geblieben ist. Gold ist für die langfristige Anlage eine Art Versicherung für das Depot und die Altersvorsorge. In Krisenzeiten entwickelt es sich häufig anders als klassische Anlageklassen. Gerät der Aktienmarkt unter Druck, kann Gold stabilisierend wirken und die Schwankungen eines Depots reduzieren. Mehrere Untersuchungen, darunter Analysen des World Gold Council, des Branchenverbands der Goldindustrie, kommen zu dem Ergebnis, dass Goldquoten von rund 5 bis 10 Prozent die Stabilität eines Portfolios erhöhen und die risikobereinigten Erträge verbessern können. Zwar wirft Gold keine laufenden Erträge wie Dividenden ab, es verzeichnete jedoch in den vergangenen 25 Jahren eine durchschnittliche jährliche Wertsteigerung von 9,5 Prozent und in diesem Zeitraum lediglich fünf Verlustjahre. Das haben auch jüngere Anlegerinnen und Anleger erkannt: Laut unserem letzten repräsentativen Anlagebarometer sieht fast die Hälfte der 25- bis 29-Jährigen Gold als sinnvolle Beimischung im Depot. Bei Gold stellt sich eine praktische Frage: Wo sollte man es lagern? Viele Anleger bewahren physisches Gold in Schließfächern oder sogar zu Hause auf. Beide Optionen sind jedoch mit Risiken verbunden. Hinzu kommt, dass Goldbarren und Münzen beim Kauf in der Regel Aufschläge auf den reinen Materialwert enthalten und damit vergleichsweise kostspielig sind. Eine Alternative bieten börsengehandelte Goldprodukte. Allerdings bilden einige Zertifikate lediglich die Wertentwicklung des Goldpreises ab, ohne einen Anspruch auf physisches Gold zu gewähren. Wer Wert auf eine tatsächliche Hinterlegung legt, sollte daher auf Produkte achten, die vollständig durch physisches Gold besichert sind. Xetra-Gold® verbindet die Vorteile von physischem Gold mit der Flexibilität eines börsengehandelten Wertpapiers. Jeder Anteil entspricht genau einem Gramm Gold und ist eins zu eins durch physisch hinterlegtes Gold gedeckt, das sicher in Deutschland verwahrt wird. So können Sie an der Entwicklung des Goldpreises partizipieren, ohne sich um Lagerung, Transport oder Sicherheitsaspekte kümmern zu müssen. Gold ist so teuer wie lange nicht. Lohnt sich der Einstieg aus Ihrer Sicht dennoch? Ja, durchaus. Denn was als „hohes Niveau“ gilt, ist immer relativ. Als Xetra-Gold Ende 2007 eingeführt wurde, kostete ein Gramm Gold rund 17 Euro; heute sind es über 100 Euro mehr. Wie sich der Preis künftig entwickelt, kann niemand verlässlich vorhersagen. Fest steht jedoch: Gold ist eine begrenzte Ressource und bleibt ein knappes Gut. Wer Gold zur Diversifikation und Absicherung seines Depots nutzen möchte, kann grundsätzlich jederzeit einsteigen, auch mit kleinen Beträgen. Mit XetraGold ist dies bereits ab einem Gramm möglich. Das Produkt wird wie eine Aktie an der Börse gehandelt und zeichnet sich durch einen sehr engen Spread, also einen geringen Unterschied zwischen An- und Verkaufspreis, aus. Dadurch ist eine Investition in Gold nahezu zu Großhandelskonditionen möglich und es eignet sich auch für den schrittweisen Vermögensaufbau im Rahmen eines Sparplans. In Deutschland sind Gewinne nach einer Haltedauer von zwölf Monaten übrigens steuerfrei. www.xetra-gold.com Steffen Orben, Geschäftsführer der Deutsche Börse Commodities GmbH EXPERTSTALK . Steffen Orben, Deutsche Börse Commodities GmbH EINSCHALTUNG - FOTO: beigestellt. Thorsten Jansen, Deutsche Börse Commodities, Umicore
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