GELD-Magazin, Nr. 4/2026

Online-Handel Auf Rekordniveau Credit: Tayiba Studio/stock.adobe.com Zahn zugelegt. Eine aktuelle Analyse von RegioData Research zeigt: Fast 15 Prozent der relevanten Konsumausgaben fließen mittlerweile ins Internet – so viel wie nie zuvor. Im Durchschnitt gibt jeder Österreicher rund 1.400 Euro pro Jahr im Internet aus. Doch vom wachsenden Onlinekuchen profitieren nicht alle gleichermaßen: Internationale Marktplätze gewinnen weiter an Bedeutung, chinesische Anbieter bauen ihre Position rasant aus und gleichzeitig sinkt die Zahl der aktiven Onlineshops. Negativ betroffen sind vor allem kleinere, wenig spezialisierte Shops „Die Zeiten, in denen ein breites Sortiment und ein technisch funktionierender Webshop ausreichten, um automatisch vom Wachstum des Onlinehandels zu profitieren, sind vorbei“, so die Experten. WIRTSCHAFT . Kurzmeldungen UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex Quelle: S&P Global, UniCredit Bank Austria 2020 2022 saisonbereinigt unbereinigt 2023 2024 2025 2026 70 65 60 55 50 45 40 35 30 70 65 60 55 50 45 40 35 30 2021 14 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 4/2026 012345 DIE ZAHL DES MONATS 0,3 Prozent Konjunkturentwicklung Deutschland. Das BIP der Bundesrepublik ist im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent gestiegen. (Innerhalb der EU-27 waren es im gleichen Zeitraum 0,5 Prozent plus.) Das Statistische Bundesamt kommentierte dazu: „Die Wachstumsdynamik der deutschen Wirtschaft vom Jahresbeginn setzt sich fort.“ Berauschend ist die Performance der deutschen Gesamtwirtschaft in der Bundesrepublik allerdings auch wieder nicht. Dazu passt folgende Meldung der Deutschen Industriebank: „Trotz drei Quartalen in Folge mit positivem Wachstum bleibt die Investitionsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland zurückhaltend. Entscheidend ist, wie überzeugend und nachhaltig die Konjunkturerholung wahrgenommen wird. Solange Zweifel bestehen, bleibt die BIP-Wachstumsschwelle hoch, die überschritten werden muss, um den Investitionsknoten zu lösen.“ Umso wichtiger sind Wachstumsimpulse durch Sondervermögen und Strukturreformen. Handlungsbedarf. Angriffe aus dem Internet werden zu einem zunehmenden Problem. Die EU hat reagiert und den Cyber Resilience Act (CRA) aus der Taufe gehoben. Er soll die Cyber-Sicherheit von Produkten, die eine digitale Komponente enthalten, verbessern und verpflichtet Hersteller und Einzelhändler, die CyberSicherheit während des gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte mit digitalen Komponenten sicherzustellen. Die Regelungen der Verordnung sind in Österreich erst ab 11. Dezember 2027 vollständig anwendbar, wobei bestimmte Pflichten bereits vor diesem Datum in Kraft treten. Der Fachverband Finanzdienstleister informiert, dass seit 11. September 2026 die Meldepflichten für aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Sicherheitsvorfälle für Hersteller gelten. Zurücklehnen gilt also nicht – es herrscht Handlungsbedarf. Cyber-Sicherheit: Neue Vorgaben für Unternehmen Industrie Österreich: Dynamik nimmt zu Positiv. Der UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex ist im August auf 54,4 Punkte gestiegen und erreichte damit den höchsten Wert seit dem Frühjahr 2022. Gegenüber dem Vormonat legte der Indikator um 2,9 Punkte zu und liegt nun deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die österreichische Industrie hat somit ihren Erholungskurs im August deutlich beschleunigt. Rückenwind kam vor allem von der kräftigen Erholung der deutschen Industrie und der steigenden Nachfrage im Rest der Eurozone. Ebenfalls positiv: Der Beschäftigungsindex stieg im August auf 51,3 Punkte und signalisiert erstmals seit rund 40 Monaten wieder einen Beschäftigungsaufbau in der heimischen Industrie.

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