GELD-Magazin, Nr. 3/2026

AKTIEN . Österreich 70 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 3/2026 PALFINGER . Verzögerte Markterholung POLYTEC . Strategische Ausrichtung adaptiert Langfristige Ziele intakt. Palfinger steigerte den Umsatz im 1. Quartal nur um 1,6 Prozent auf 561,5 Millionen Euro, da die Kunden sich in Deutschland und den USA vielfach abwartend verhielten. Durch Anpassungen gelang es Palfinger dennoch, die EBIT-Marge leicht zu verbessern und das Nettoergebnis von 22,0 auf 24,6 Millionen Euro zu steigern. Der Vorstand erwartet eine stärkere zweite Jahreshälfte und bekräftigt die Ziele für 2030: ein Umsatz von 3,0 Milliarden Euro und eine EBIT-Marge von zehn Prozent (dzt.: 7,4 %). Anleger werden hinsichtlich einer Markterholung etwas Geduld mitbringen müssen. Profitabilität steigt. Aufgrund des verkauften Geschäfts in UK ging der Konzernumsatz im 1. Quartal um 21 Prozent auf 144 Millionen Euro zurück. Gleichzeitig verringerten sich die Nettofinanzverbindlichkeiten von 74 auf 30 Millionen Euro. Unterm Strich stand ein Gewinn von 2,5 Millionen Euro (Vj.: 1,0 Mio. Euro). Die Dividende für 2025 macht 0,20 Euro je Aktie (Rendite: 6,06 %). Polytec arbeitet derzeit an neuen Lösungen im Bereich kreislauffähiger Mehrwegkonzepte und will mittelfristig rund 30 Prozent des Umsatzes außerhalb des Automotive-Bereichs erzielen. Das mediane Kursziel liegt bei 5,40 Euro. Erholung. Semperit ist erfolgreich in das Jahr 2026 gestartet. Der Umsatz legte im ersten Quartal um 7,9 Prozent auf 164 Millionen Euro zu, das EBITDA konnte auf 26,8 Millionen Euro mehr als verdoppelt werden. Das Nettoergebnis drehte von einem Verlust von 7,2 Millionen auf plus 8,9 Millionen Euro, wobei sich der Free Cash Flow von 8,7 auf 13,1 Millionen Euro erhöhte. Für das Gesamtjahr erwartet Semperit unverändert ein Umsatzwachstum im höheren einstelligen Prozentbereich und einen Anstieg des operativen EBITDA (vor Projektkosten von rund 5 Mio. Euro) auf rund 95 Millionen Euro. SEMPERIT . EBITDA mehr als verdoppelt ISIN AT0000758305 Kurs (19.06.2026) 34,05 € KGV 2026 e 11,6 Enterprise Value 1,73 Mrd.€ KGV 2027 e 9,4 Umsatz 2026 e 2,44 Mrd.€ KGV 2028 e 8,0 BW/Aktie 2026 e 25,54 € DIV. 2026 e 2,96 % ISIN AT0000A00XX9 Kurs (19.06.2026) 4,50 € KGV 2026 e 9,1 Enterprise Value 148 Mio.€ KGV 2027 e 7,2 Umsatz 2026 e 610 Mio.€ KGV 2028 e 6,9 BW/Aktie 2026 e 10,30 € DIV. 2026 e 3,33 % ISIN AT0000785555 Kurs (19.06.2026) 15,08 € KGV 2026 e 15,1 Enterprise Value 467 Mio.€ KGV 2027 e 11,6 Umsatz 2026 e 720 Mio.€ KGV 2028 e 8,6 BW/Aktie 2026 e 20,76 € DIV. 2026 e 3,34 % ist prinzipiell gut aufgestellt, um von einer möglichen Markterholung zu profitieren. Außerdem ist die Bewertung im Vergleich zur Peergroup günstig und es winkt eine Dividendenrendite jenseits von vier Prozent. Andritz:Talsohle durchschritten Nach dem Umsatz- und Gewinnrückgang im vergangenen Jahr wendet sich nun das Blatt. Mehrere Großaufträge (in Brasilien, Türkei, Indien und Algerien) führten im 1. Quartal zu einem Rekord-Ordervolumen von 3,60 Milliarden Euro (+54 %). Der Umsatz konnte im 1. Quartal bereits wieder um 1,7 Prozent auf 1,79 Milliarden Euro zulegen und der Gewinn fiel mit 91,8 Millionen Euro um 2,9 Prozent höher aus. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Vorstand einen Umsatzanstieg von 7,9 auf 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro und eine EBITA-Marge wie im Vorjahr von rund 8,9 Prozent. Unterm Strich dürfte damit der Jahresgewinn von 456 auf knapp 500 Millionen Euro steigen (KGV: 16). Diese positive Erwartung hat sich mit dem Kursanstieg von 60 auf etwa 80 Euro seit Mitte März zum Teil eingepreist. Damit ist Andritz derzeit eine solide Halteposition mit einer Dividendenrendite von gut 3,5 Prozent. SBO:Trendwende bei Aufträgen SBO verbuchte aufgrund der geringen Auftragseingänge im 2. Halbjahr 2025 im 1. Quartal 2026 einen herben Umsatzrückgang von 23,7 Prozent auf 98,5 Millionen Euro. Unterm Strich stand eine schwarze Null. Doch nun lässt der um 8,5 Prozent auf 118 Millionen Euro wieder steigende Auftragseingang wieder hoffen, zumal SBO sein Produktportfolio um Equipment für Geothermiebohrungen und 3D-Druck erweiterte. Mit der absehbaren Markterholung im Bereich Bohrtechnik sollte SBO heuer einen Gewinn von rund 30 Millionen Euro schaffen (KGV: rd. 17) und damit den Grundstein für eine weitere positive Entwicklung legen. Ausdünnung an der Wiener Börse Zwei Unternehmen werden vom Kurszettel verschwinden: Für die AustriaCard HoldingAktien stellte die japanische DNP ein Übernahmeangebot zu zehn Euro je Aktie, woEUR 10 20 25 12 14 16 18 35 30 40 ´26 2021 2022 2023 2024 2025 EUR 2 10 7 8 5 6 3 4 12 ´26 2021 2022 2023 2024 2025 EUR 18 20 35 30 25 40 ´26 2021 2022 2023 2024 2025

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