AKTIEN . Anlagetipps US-Präsident Donald Trump hat sich verkalkuliert. Sein schneller Krieg, der nur wenige Wochen dauern sollte, ist über drei Monate alt. Das Atomprogramm des Irans ist nicht vernichtet, die Straße von Hormus bleibt für Öltanker unpassierbar, solange der Iran mit Attacken droht. Mit seinen Drohnen kann Teheran mehr Schaden anrichten als man in den USA erwartet hat. Das kommt Trump teuer zu stehen. Schon jetzt ist klar, dass es Jahre dauern wird, um die bisher verbrauchte Munition neu bei der Rüstungsindustrie neu zu beschaffen. Zudem hat Trump seit Beginn des Kriegs massiv an Popularität verloren. Er riskiert, bei den Midterm-Wahlen im Herbst Sitze im Kongress und im Senat zu verlieren, was ihm das Durchregieren erschwert. Zumal er moderate Kandidaten verhindert zugunsten radikalen Trump-Anhängern, die aber bei den Wahlen schlechtere Chancen haben dürften. Und der Iran weiß das, was seine Verhandlungsposition stärkt. Trump hat hingegen kein Druckmittel mehr. Er kann schließlich keine Atombombe über dem Iran abwerfen. Seine letzte Chance wäre eine Zweiteilung der Verhandlungen: Über die Öffnung von Hormus und ReparaTrump hat sich verzockt US-Präsident Trump hält die Investoren weiter in Atem. Eine Beilegung des Irankriegs ist nicht in Sicht. Noch reagieren die Börsen auffallend cool, das dürfte sich jedoch bald ändern. WOLFGANG REGNER tionen für den Iran könnte zuerst und rascher, über das Atomprogramm in einem anderen Format langsamer verhandelt werden. Und die Weltbörsen? Laufen von Hoch zu Hoch. Doch die Warnzeichen mehren sich. Nur 20 der 500 Indexmitglieder des breiten US S&P 500-Index erreichten zuletzt ihr eigenes Allzeithoch. Und von diesen zwanzig Titeln hatten nur sieben keinen direkten Bezug zum Thema Künstliche Intelligenz. Das heißt: Die Rally, die auf dem Papier so stark aussieht, konzentrierte sich in Wahrheit auf eine verschwindend kleine Gruppe von Unternehmen. FERROVIAL . Infrastruktur & Bau als stabile Pfeiler Der Chart der Ferrovial-Aktie zeigt einen mehrjährigen Aufwärtstrend, zuletzt wurden bei rund 62 Euro neue Rekordhochs erzielt. Anleger nützen die nun laufende Konsolidierung bis rund 53 Euro zum Einstieg. Lukrative Mautstraßen & Airports. Mit den Töchtern Ferrovial Construction, Cadagua (Spanien) und Budimex (Polen) ist die Ferrovial SE einer der größten Baukonzerne in Europa. Mit starken Wurzeln in Spanien ist Ferrovial neben Europa in den USA stark aufgestellt. Zuletzt baute Ferrovial den Bahnhof Warschau-Zachodnia neu auf. Ferrovial Airports ist zudem einer der größten privaten Flughafeninvestoren und -betreiber der Welt. Über die 50 Prozent-Beteiligung an der AGS-Gruppe ist Ferrovial an den britischen Flughäfen Aberdeen, Glasgow und Southampton beteiligt, der 25 Prozent-Anteil an London Heathrow wurde für stolze 4,5 Milliarden Euro versilbert. Über die Tochterfirma Cintra ist der Konzern als Dienstleister im Bereich Maut-Straßen engagiert. Ende 2021 verfügte Cintra über 24 Konzessionen für ein Straßennetz von rund 1.500 km in Kanada und den USA. Hier setzt Ferrovial in seinen Bauaktivitäten wegen der höheren Gewinnmargen seinen Schwerpunkt. Und auch hier gibt es AssetFantasie: Große Infrastrukturfonds stehen schon bereit, um Ferrovial weitere lukrative Verkaufsdeals zu ermöglichen. Mit einem KGV von 39 (2027) ist Ferrovial nicht billig, aber wachstums- und ausschüttungsstark. Ein rekordhoher Auftragsbestand sollte 2026 den Gewinn zweistellig wachsen lassen, die Dividende dürfte ausgebaut werden. Credits: Ferrovial, pixabay, Nexans ISIN NL0015001FS8 Kurs (19.06.2026) 60,00 € KGV 2026 e 59,1 Enterprise Value 49,5 Mrd.€ KGV 2027 e 53,0 Umsatz 2026 e 10,0 Mrd.€ KGV 2028 e 43,9 Buchw./Aktie 2026 e 8,09 € Div. 2026 e 1,43 % EUR (Frankfurt) 20 65 60 55 45 35 50 25 30 40 2023 2024 2021 2022 2025 ´26 64 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 3/2026
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