Nachhaltigkeit Neue Regeln Credits: beigestellt/Archiv; pixabay; Danyllo & Teeradej/stock.adobe.com Wichtiger Schritt. Mit dem 2. Juli werden ESGRatingagenturen, die im Gebiet der EU tätig sind, erstmals einem Regulierungsrahmen und der Aufsicht durch die ESMA (Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde) unterstellt, die bereits für die Aufsicht über Kreditratingagenturen zuständig ist. Die Experten von EthiFinance kommentieren: „Diese beispiellose Entwicklung definiert die Spielregeln des ESG-Marktes neu. Dieser Rechtsrahmen markiert einen wichtigen Schritt bei der Strukturierung der nachhaltigen Finanzwirtschaft in Europa. Das Ziel ist klar: mehr Transparenz, höhere Ratingqualität und stärkeres Vertrauen der Investoren.“ Die Regulierung ist Teil einer breiteren Entwicklung zur Strukturierung des europäischen Marktes für nachhaltige Finanzen und steht im Zusammenhang mit der künftigen Überarbeitung der SFDR (Sustainable Finance Disclosure Regulation). BRENNPUNKT . Kurzmeldungen 6 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 3/2026 DIE ZAHL DES MONATS 100 Prozent Wohlhabend. Die 2026 Global Private Wealth Survey von Edelman Smithfield liefert wieder einmal interessante Erkenntnisse: Demnach nutzen 100 Prozent der befragten europäischen Wealth-Management-Professionals (WMPs), zum Beispiel Vermögensverwalter oder Family Offices, KI-Plattformen wie ChatGPT, Claude oder Gemini, um sich über Private-Markets-Anbieter und deren Angebote für den Wealth-Markt zu informieren. Bei europäischen High-Net-Worth Individuals (HNWIs) sind es 92 Prozent. Für 63 Prozent der europäischen WMPs und 58 Prozent der europäischen HNWIs ist KI sogar die primäre Recherchemethode. Gleichzeitig fällt es vielen Wealth-Investoren schwer, Private-Markets-Anbieter klar voneinander zu unterscheiden. Nur 43 Prozent der europäischen HNWIs halten Private-Markets-Firmen und ihre Produkte für klar differenzierbar. Unter europäischen WMPs liegt dieser Wert bei 63 Prozent. „Viele Private-Markets-Anbieter klingen aus Sicht von Wealth-Investoren noch immer austauschbar. Gleichzeitig wird KI zunehmend zum ersten Analysten im Entscheidungsprozess“, heißt es. Beautiful Bill? „Die USSchuldenquote könnte binnen zehn Jahren von 100 auf bis zu 125 Prozent des BIP steigen; die amerikanische Fiskalpolitik bringt die Staatsverschuldung unter Auf- wärtsdruck. Trumps One Big Beautiful Bill verschärft die Defizitentwicklung weiter“, analysiert Sam Vereecke, CIO Fixed Income bei DPAM. Der Finanz-Fachmann meint außerdem: „Trumps Zollpolitik birgt Inflationsrisiken und könnte die Fed zur Zurückhaltung bei Zinssenkungen zwingen. Die realen US-Renditen liegen auf historisch attraktivem Niveau von über zwei Prozent.“ Europa zeige hingegen ein schwächeres Wachstumsbild. Die Inflation sei normalisiert, die Europäische Zentralbank habe Spielraum für weitere Zinssenkungen. Der Experte sieht alles in allem eine positive Positionierung über die gesamte Laufzeitstruktur hinweg. Die Kreditspreads bleiben eng; die Positionierung bei Investment Grade und High Yield ist neutral. USA: Riesiger Schuldenberg Sam Vereecke, CIO Fixed Income bei DPAM Anpfiff erfolgt. Die Fußballweltmeisterschaft 2026 sprengt alle bisherigen Dimensionen: 48 Mannschaften, 104 Spiele verteilt über den nord- und mittelamerikanischen Kontinent. Über 6,5 Millionen Besucher erwarten die Gastgeber Kanada, Mexiko und USA – und alle wollen übernachten, essen, feiern und reisen. Da bleibt ordentlich etwas hängen, bei den Hotels und Wohnungsanbietern, bei den Restaurants und Essenslieferanten sowie den Flug- und Autoverleihgesellschaften. Laut BNP werden rund elf Milliarden Dollar Umsatz erwartet – 1.000-mal so viel wie bei der ersten WM im Jahr 1930. Als Sieger der WM 2026 wurden bereits vor dem Anpfiff die Niederlande gehandelt. Joachim Klement, Ökonom bei einer Londoner Investmentbank, hat ein Prognosemodell entwickelt, das schon die Sieger der vergangenen drei Weltmeisterschaften richtig vorausgesagt hat. Nun sollen es die Niederlande sein. Fußball-WM: Superlative
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