GELD-Magazin, Februar 2021

GOLD . Neues Jahr, altes Glück Der Goldpreis befindet sich seit Ende letzten Jahres in einer Konsolidierungsphase. Wohl warten viele Anleger ab, wie schnell die Corona-Impfung voranschreitet. Weitere Ver- zögerungen würden Gold unterstützen. KUPFER . Für starke Nerven Der Kupferpreis ist von hohen Schwankungen geprägt, das wird sich angesichts der Unsi- cherheiten rund um Corona nicht wesentlich ändern. Wer auf dieses spannende Metall setzt, muss sich der Risken bewusst sein. Auf und ab. Kupfer ist nach Eisen und Alu- minium das am meisten eingesetzte Metall der Welt und somit für die Industrie von he- rausragender Bedeutung. Das Anwendungs- gebiet ist groß und vielfältig: So ist Kupfer im Sanitärbereich seit jeher beliebt, heute spielt das Metall vor allem in der Elektro- und Bauindustrie eine wichtige Rolle. Somit könnte man Kupfer eigentlich als „Basisin- vestment“ unter den Industrie-Rohstoffen bezeichnen. Wäre da nicht ein Haken. Kup- fer ist aufgrund seiner beschriebenen Cha- rakteristika sehr konjunkturabhängig und mitunter extrem volatil. Ein Blick auf die Grafik rechts stellt das eindrucksvoll unter Beweis. Vielen Anlegern wird bei der Be- trachtung dieses Charts wahrscheinlich schwindlig, und dann heißt es zurecht: Fin- ger weg von diesem Risiko-Investment. Wer allerdings über starke Nerven und das dazu- gehörige Kleingeld im Falle von schnellen Kursabstürzen verfügt, kann die Sache als Depotbeimischung in Überlegung ziehen. Denn auf Sicht eines Jahres hat der Preis um annähernd 40 Prozent zugelegt. In den vergangenen fünf Jahren waren es sogar über 70 Prozent plus. Wobei klar sein muss: Wer auf Kupferinvestments setzt, sollte von einer Erholung der Konjunktur überzeugt sein. Die wird zwar für heuer und die näch- sten Jahre prognostiziert, das Corona-Risi- ko bleibt aber aufrecht. (hk) Reife Leistung. Beachtlich: Gold hat im Jahr 2020 mit rund 25 Prozent plus den größten Jahresgewinn seit einer Dekade verzeichnet. Haupttreiber für diese Spitzen- performance war, selbstredend, die Corona- Pandemie. Sie führte zu einem Bull Run auf sichere Werte und somit natürlich auf das begehrte Edelmetall. Aber auch andere Fak- toren sorgten für den Push: Wie beispiels- weise die steigende Verschuldung der Un- ternehmen, Handelsspannungen mit China, massive Staatsausgaben und eine beispiel- lose Ausweitung der Zentralbanken-Pro- gramme zum Ankauf von Wertpapieren und zur Kreditvergabe. Wobei einige Noten- banken auch massiv ihre physischen Gold- bestände aufbesserten. Nicht zu vergessen ein unberechenbarer US-Präsident, aber zu- mindest dieses Kapitel ist Geschichte. Je- denfalls baute sich erhebliche Unsicherheit auf und die „Krisenwährung Gold“ kletterte in die Höhe. Kann es in dieser Tonart weiter gehen? Experten wie Joe Foster, Portfolio- manager bei VanEck, glauben daran. Für 2021 erwartet er, dass jene Faktoren, die den Goldpreis 2020 beflügelt hatten, auch heuer wirksam bleiben. Schließlich könnte auch ein angeschlagener Dollar den Gold- preis beeinflussen, da die Ausweitung der Schwächephase der US-Währung 2020 zu einem längeren Bärenmarkt für den Green Back möglich erscheint. (hk) USD/Unze 2018 2019 2020 1.600 1.500 1.400 1.300 1.200 1.900 1.800 1.700 2.000 USD/Tonne 2018 2019 2020 7.000 6.500 6.000 5.500 5.000 4.500 7.500 8.000 Februar 2021 – GELD-MAGAZIN . 39

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