GELD-Magazin, Nr. 4/2026

Credits: beigestellt; VIG/Ian Ehm; OeKB/David Sailer VERSICHERUNG . Kurzmeldungen VIG: Dynamische Entwicklung Wachstum im Osten. Das Ergebnis der Vienna Insurance Group (VIG) vor Steuern erhöhte sich im ersten Halbjahr 2026 um 20,7 Prozent auf 641,5 Millionen Euro. Die Ergebnissteigerung ist unter anderem auf die positive Entwicklung des Gesamtkapitalveranlagungsergebnisses und der Netto Combined Ratio zurückzuführen. In allen Segmenten konnte ein positives Ergebnis vor Steuern erwirtschaftet werden, wobei das höchste prozentuelle Plus in den Segmenten Erweiterte CEE (+98,0 %), Spezialmärkte (+35,4 %) und Österreich (+11,2 %) zu verzeichnen ist. Hartwig Löger, Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der VIG, zieht Bilanz: „Mit den Ergebnissen des ersten Halbjahres 2026 setzt die Vienna Insurance Group ihren profitablen Erfolgskurs sowie ihr dynamisches Wachstum im Kernmarkt CEE fort. Es ist gelungen, alle wesentlichen Kennzahlen zu steigern und auch nach dem Erwerb der Nürnberger Versicherung eine hohe Kapitalausstattung auszuweisen.“ Hartwig Löger, Vorstandsvorsitzender, Vienna Insurance Group 70 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 4/2026 Gute Bilanz. Uniqa meldet ein höheres Ergebnis für das erste Halbjahr 2026: Die verrechneten Prämien steigen um 12 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro; die Combined Ratio befindet sich auf einem Niveau von 91,6 Prozent und das Ergebnis vor Steuern legt um 10,5 Prozent auf 327 Millionen Euro zu. Das Konzernergebnis netto wächst um 11,1 Prozent auf 258 Millionen Euro. Andreas Brandstetter, CEO Uniqa, sagt dazu: „Das erste Halbjahr ist operativ stark verlaufen. Es ist uns gelungen, profitables Wachstum mit einer erfreulichen Ergebnisentwicklung zu verbinden. Damit sind wir auf einem sehr guten Weg, unser Ziel von 540 bis 570 Millionen Euro Ergebnis vor Steuern für das Gesamtjahr 2026 zu erreichen.“ Noch ein Blick nach Osten: Die Volkswirtschaften in den wichtigen CEE-Märkten wachsen weiterhin dynamischer als in der Eurozone, auch wenn das Marktumfeld durch den intensiven Wettbewerb anspruchsvoller geworden ist. Uniqa: Ergebnis gesteigert Andreas Brandstetter, CEO, Uniqa Insurance Group Geräteversicherungen Worauf es ankommt Gut versichert? Ein neues Smartphone, eine teure Brille oder ein Laptop sind ausgesucht. An der Kasse oder im Onlineshop folgt noch die Frage: Darf es eine Versicherung dazu sein? Die FMA erklärt, worauf es dabei ankommt. Wichtig ist: Das Angebot verlangt in der Regel keine sofortige Entscheidung - Geräteversicherungen können häufig auch unabhängig vom Kauf abgeschlossen werden. Verbraucher sollten, wenn möglich, ohne Zeitdruck prüfen, welche Schäden tatsächlich versichert sind. Je nach Vertrag können das Sturz-, Bruch- und Wasserschäden, Diebstahl oder technische Defekte sein. Konsumenten sollten aber besonders auf Ausschlüsse und Selbstbehalte achten. Verschleiß oder Kratzer sind häufig nicht versichert. Achtung! Bei Mängeln können bereits gesetzliche Gewährleistungsansprüche oder eine Herstellergarantie bestehen und eine Zusatzversicherung unnötig machen. Alterssicherung. Bundeskanzler Christian Stocker hat einiges vor, um das heimische Rentensystem auf solidere Beine zu stellen. So schlägt er einen Fonds zur langfristigen Absicherung der Pensionen vor. Rund 700 Millionen Euro aus den jährlichen Gewinnausschüttungen staatlicher Beteiligungen würden in den Fonds fließen. Das Kapital soll dann über Jahrzehnte am Kapitalmarkt veranlagt und später zur Finanzierung der Pensionen herangezogen werden. Eine weitere Idee sind sogenannte Zukunftsdepots. Eltern oder Angehörige sollen jährlich hier bis zu 5000 Euro pro Kind einzahlen können. Auf die Erträge und den gesamten Depotwert fallen bis zum 18. Geburtstag keine Kapitalertragssteuer an. Diskutiert wird außerdem ein staatlicher „Startbonus“ von bis zu 500 Euro direkt zur Geburt für Neugeborene. Zu den Vorstößen gibt es Lob, wie etwa vom Aktienforum: „Ein Zukunftsdepot für die junge Generation ist ein wichtiger Impuls für die Vorsorgekultur in Österreich und eine breitere Beteiligung der Bevölkerung am Kapitalmarkt.“ Aber auch an Kritik mangelt es nicht, der Hauptpunkt betrifft die Finanzierung: Woher soll das Geld für Bonus und Steuerentfälle kommen? Auch würde der Abzug staatlicher Gewinnbeteiligungen im Budget fehlen. Und das in Zeiten, in denen alle Regler auf Sparen gestellt sind. (Siehe auch Bericht ab Seite 72) Stocker: Vorsorge-Vorstoß Bundeskanzler Christian Stocker will „Zukunftsdepots“

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