GELD-Magazin, Nr. 1/2026

Bitpanda: Wiener Kryptobörse plant IPO Binance: Bitcoin als Reservewährung BLOCKCHAIN . Kurzmeldungen Börsengang. Das Wiener FinTech-Unternehmen Bitpanda bereitet seinen Start am Börsenparkett in Frankfurt vor und plant laut Medienberichten das IPO für die erste Hälfte 2026. Die in Wien gegründete Krypto- und Investmentplattform zählt inzwischen mehrere Millionen Nutzer in Europa und will mit dem Schritt weiteres Kapital für Wachstum und Expansion sichern. Bitpanda hat Goldman Sachs, Citigroup und die Deutsche Bank mit der Organisation des Angebots beauftragt. Die konkreten Bedingungen, einschließlich der endgültigen Bewertung und des Zeitplans, können sich noch ändern – kolportiert wird, dass eine Bewertung zwischen vier und fünf Milliarden Euro angestrebt wird. Der Gang an die Frankfurter Börse gilt als bedeutender Meilenstein für die österreichische TechSzene und die europäische Krypto-Industrie. Umschichtung. Binance machte einen bemerkenswerten Schritt zur Stärkung seiner Nutzer-Absicherung, indem es seinen Secure Asset Fund for Users (SAFU) vollständig in Bitcoin umgewandelt hat. Die Kryptobörse kündigte Ende Jänner an, dass sie eine Milliarde US-Dollar aus Stablecoin-Reserven in Bitcoin umschichten wolle. Laut eigenen Angaben und Blockchain-Daten erwarb Binance in mehreren Tranchen Bitcoin, wodurch der Fonds nun insgesamt etwa 15.000 Bitcoin hält. Diese Bestände werden öffentlich durch das SAFU-Wallet adressiert, was die Transparenz des Vorgangs erhöht. Binance erklärt, dass der Schritt Ausdruck des Vertrauens in Bitcoin als langfristige Kernreserve des Kryptoökosystems sei und Teil seiner langfristigen Verpflichtung bleibe, die Industrie auch in volatilen Marktphasen zu unterstützen. Die Umstellung auf Bitcoin als Hauptreserveasset bringt jedoch mehr Volatilität in die Absicherungsstrategie, weshalb Binance dazu betont, den Fonds regelmäßig zu überwachen und bei einem Rückgang auf unter 800 Millionen Dollar wieder auf den Zielwert einer Milliarde Dollar aufzufüllen. Diese Maßnahme signalisiert eine starke institutionelle Haltung gegenüber Bitcoin, selbst in einem unsicheren Marktumfeld, und könnte andere Marktteilnehmer dazu inspirieren, ebenfalls langfristig ausgerichtete Reservehaltungen in Bitcoin in Betracht zu ziehen. Credits: Binance/beigestellt; Buffaloboy/stock.adobe.com „Mit der Umwandlung des SAFU-Fonds in Bitcoin, bekräftigen wir unsere Überzeugung, dass BTC die wichtigste langfristige Reservewährung ist.“ Richard Teng, CEO, Binance DIE ZAHL DES MONATS 2.000 BTC Irrtum. Anfang Februar sorgte ein interner Fehler bei der südkoreanischen Kryptobörse Bithumb für massive Verwerfungen. Im Rahmen einer Werbeaktion wurden einigen Nutzern versehentlich bis zu 2.000 Bitcoin gutgeschrieben – vorgesehen waren aber 2.000 koreanische Won (=1,17 Euro). Die fehlerhaften Buchungen betrafen ausschließlich interne Konten und führten zu keinen On-Chain-Transfers. Dennoch versuchten Nutzer, die irrtümlich verbuchten Bestände zu verkaufen. Infolgedessen fiel der auf Bithumb gelistete Bitcoin-Preis kurzzeitig bis auf etwa 55.000 US-Dollar, deutlich unter das globale Marktniveau. Bithumb machte den Fehler schnell rückgängig und konnte 99,7 Prozent der falsch gutgeschriebenen Beträge zurückholen. Der Vorfall verdeutlicht, wie stark selbst buchhalterische Fehler ohne Blockchain-Bezug kurzfristige Marktverwerfungen auslösen können. BlackRock DeFi Integration Meilenstein. BlackRock hat seinen ersten formalen Schritt in die Welt von Decentralized Finance (DeFi) gewagt, indem man über seinen eigenen tokenisierten US-Treasury Fonds erstmals Kapital in ein führendes DeFi-Protokoll integrierte. Laut einer Ankündigung wird der USD Institutional Digital Liquidity Fund (BUIDL) von BlackRock an der dezentralen Börse Uniswap notiert, sodass institutionelle Anleger das tokenisierte Wertpapier kaufen und verkaufen können. Im Rahmen der Vereinbarung kauft BlackRock außerdem eine nicht genannte Menge des nativen Governance-Tokens „UNI“ von Uniswap. Die Zusammenarbeit wird durch das Tokenisierungsanbieter Securitize ermöglicht. Analysten bewerten diesen Schritt als potenziellen Katalysator für breitere institutionelle Akzeptanz im DeFi-Sektor. 54 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 1/2026

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