GELD-Magazin, Nr. 1/2026

AKTIEN . Österreich 44 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 1/2026 DIE RENTABELSTEN UNTERNEHMEN UNTERNEHMEN KURS GEV ‘26e GEV ‘27e RBI 41,40 € 16,0 % 15,1 % Addiko Bank 26,10 € 10,6 % 12,5 % VIG 62,80 € 11,0 % 12,1 % Zumtobel 4,10 € 7,5 % 10,9 % BAWAG 130,90 € 9,6 % 10,8 % Erste Bank 102,00 € 9,2 % 10,2 % PORR 38,15 € 9,0 % 10,2 % voestalpine 44,82 € 7,3 % 10,0 % Strabag 90,20 € 8,8 % 9,5 % OMV 54,65 € 8,9 % 9,5 % Rosenbauer 49,90 € 7,6 % 9,0 % Palfinger 39,80 € 5,7 % 8,9 % GEV=Gewinn/Enterprise Value (=MK plus Nettofinanzverbindlichkeiten) Quelle: marketscreener.com, Stichzeitpunkt: 13. Februar 2026 Seit Jahresbeginn legte der ATX TR um 5,6 Prozent zu, nachdem er 2025 bereit um 50,5 Prozent gestiegen war. Als besonders starkes Zugpferd erwies sich Year To Date AT&S, die zuletzt gute Quartalszahlen ablieferte und deren Kurs alleine in den letzten fünf Wochen um gut 50 Prozent anstieg – in den vergangenen 12 Monaten sogar um satte 287 Prozent. Wir wiesen im GELD-Magazin mehrmals auf das hohe Potenzial des Halbleiterherstellers hin. In den vergangenen 12 Monaten reüssierten v.a. die ATX-Werte, obwohl deren Gewinne 2025 in Summe nur um knapp drei Prozent zugelegt haben – für 2026 wird jedoch ein Anstieg um durchschnittlich 23 Prozent auf kumuliert 14,6 Milliarden Euro erwartet. Deshalb legten in den vergangenen 12 Monaten voestalpine, Vienna Insurance Group und Raiffeisen Bank International im Kurs um mehr als 100 Prozent zu, danach folgten Uniqa (+87 %), PORR (+76 %) und Strabag (+71 %). Mit Ausnahme von AT&S ist jedoch in den letzten Wochen ein Regimewechsel zu einigen Nebenwerten zu beobachten. So stiegen seit Jahresbeginn v.a. Austriacard (+25 %), Steyr Motors (+23 %), Zumtobel (+20 %), Polytec (+20 %) und Bajaj Mobility (+16 %). Dieser Trend dürfte sich fortsetzen, denn rund die Hälfte der ATX-Werte haben ihre von Analysten gesteckten Kursziele erreicht oder bereits überschritten. Dividenden im Blickpunkt Nachdem die Kurspotenziale zunehmend schrumpfen, rücken die Dividenden stärker in den Vordergrund. Die mit Abstand höchste Gewinnauszahlung wird die OMV leisten, die für 2025 bereits 4,40 Euro je Aktie ankündigte, was beim aktuellen Kurs von 54,65 Euro einer Rendite von 8,05 Prozent entspricht – die Auszahlung erfolgt am 11. Juni. Agrana liegt an zweiter Stelle der höchsten Dividendenrenditen. Analysten erwarten eine Auszahlung von 0,70 Euro je Aktie, was einer Rendite von 5,98 Prozent entsprechen würde. Agrana müsste dafür 44 Millionen Euro aufwenden, wobei der Jahresgewinn 2025/26 lediglich auf knapp über 20 Millionen Euro geschätzt wird. Ein erwarteter Free Cashflow in der Höhe von rund 74 MilGuter Jahresstart Erste Anzeichen einer Erholung der Wirtschaft schlagen auf die Börse durch. Die Aktienkurse legen nach einem kräftigen Anstieg im vergangenen Jahr weiter zu. Doch das Potenzial dürfte bei so manchem Titel ausgereizt sein. MARIO FRANZIN Ungebremst. Der ATX zeigt (noch) keine Schwäche. In den vergangenen Monaten profitierte er von den im Index dominierenden „Old Economy“-Werten und dem fulminanten Anstieg der AT&S. Doch das kann nicht so weitergehen. Zahlreiche Aktienkurse haben ihre Zielwerte bereits überschritten. Bei einem weiteren Anstieg mündet dies in eine Übertreibungsphase. ATX-INDEX . Ein Hoch nach dem anderen lionen Euro sollte jedoch die Dividende ermöglichen. Weiters folgen stabile Dividendenzahler: Der Verbund wird für 2025 am 11. Mai dank Sonderdividende von 1,15 Euro je Aktie insgesamt 3,30 Euro je Anteilschein ausschütten (Rendite: 5,65 %), als nächste Gesellschaft folgt die Österreichische Post (voraussichtlich 1,82 Euro/Aktie; Rendite: 5,24 %), Bawag (am 29. April 6,25 Euro/Aktie; Rendite: 4,77 %), die Telekom Austria (am 1. Juli 0,44 Euro/Aktie; Rendite: 4,29 %), und die Uniqa am 22. Juni mit 0,70 Euro/Aktie (Rendite: 4,46 %). Schwaches Jahr für Andritz Der steirische Anlagenbauer veröffentlichte am 6. Februar die vorläufigen Eckziffern für 2025 und den Ausblick 2026. Der Umsatz gab im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 7,9 Milliarden Euro nach, jedoch konnte Andritz dabei eine EBIT-Marge von 8,9 Prozent erzielen, die leicht über den Erwartungen lag. Unterm Strich wird ein Rückgang des Gewinns von 497 auf etwa 465 Millionen Euro erwartet (KGV: 15,4). Für 2026 ist das Management aufgrund der guten Auftragslage wieder optimistischer und erwartet bei einem leichten Umsatzplus eine 5.800 5.000 5.200 5.600 5.400 3.600 3.400 3.800 4.000 4.400 4.200 4.600 4.800 3.200 2024 2025

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