Immer noch unterbewertet. Eine Holdingstruktur soll Investitionen dorthin lenken, wo sie den höchsten Ertrag versprechen. Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) wurde schon an die Börse gebracht, der bei Thyssen verbliebene Anteil deckt allein 50 Prozent des Börsenwertes ab. Der Anteil der Aufzugssparte TK Elevator weitere 50 Prozent. Das Nettofinanzguthaben liegt bei fast 90 Prozent des Börsenwertes. Dazu kommen noch Sparten wie die Wasserstofftochter Nucera. Der Stahlbereich könnte dank EU-Protektionismus zu einem guten Preis an Jindal Steel verkauft werden. Kauf bei 10,50 Euro. Aussichtsreicher Nebenwert. Rund 80 Prozent der Gebäude in Deutschland sind älter als 30 Jahre – 60 Prozent davon dringend sanierungsbedürftig. Das Renovierungsvolumen liegt bei rund 140 Milliarden Euro. Uzin Utz ist im Bereich energetischer Sanierung stark aufgestellt und profitiert hier von hohen EUweiten Förderungen, denn der ausländische Umsatzanteil liegt bei 65 Prozent. Damit ist das Unternehmen mehr als ein klassischer Bauzulieferer, denn es profitiert von einem strukturellen Megatrend. Zudem sind die dafür notwendigen Mittel bereits bereitgestellt. Zuletzt stieg der Umsatz um zehn Prozent. Profitabilität steigt. Der einzige Bereich beim Automobilzulieferer Continental, der immer gut lief, ist die Reifensparte. Und die soll nun auch den Hauptanteil der Umsätze ausmachen. Nach der Trennung von Vitesco und Aumovio steht nun die Abspaltung von Contitech an, Marktführer bei industriellen Förderbändern, Schläuchen und Antriebssystemen. Private Equity-Player stehen angeblich schon Schlange. Nach einem Verkauf wäre Conti entschuldet und hätte noch Geld für eine Sonderdividende oder Aktienrückkäufe. Auch die reguläre Dividende dürfte deutlich steigen. Kauf bei 68 Euro. THYSSENKRUPP . Den Konzern neu schmieden UZIN UTZ . Profitiert vom Renovierungsstau CONTINENTAL . Die Reifen werden richtig heiß die Gewinne im VW-Konzern 2025 weiter eingebrochen, bei den Premiummarken Audi und Porsche sogar um bis zu 90 Prozent. Hinzu kommt eine US-Zollbelastung von satten fünf Milliarden Euro. Doch VW hat einfach Entwicklungskosten bei der Kernmarke VW ins neue Jahr verschoben und Lagerbestände bei Stahl, Chips und andere Komponenten drastisch gesenkt. Zudem wurden Erlöse aus Autoverkäufen mittels Factoring gleich vorab versilbert: Dass dies nur mit Abschlägen möglich ist, interessierte im Vorstand niemanden, schließlich ging es um milliardenschwere Boni für die VW-Chefs und Tausende Spitzenmanager. Auch die Familien der Großaktionäre Piëch und Porsche profitieren. Trotzdem wird die Dividende von 6,36 auf 4,86 Euro fallen. Ohne Bilanztrick wäre dieser Rückgang noch stärker geworden. Noch bedenklicher: Der tatsächlich schwache Cash-Flow erlaubt keine zusätzlichen Investitionen. Ein Unternehmen, das mit einer solch zweifelhaften Corporate Governance seine Zukunftsaussichten in Gefahr bringt, sollte man als Aktionär nicht unterstützen, sondern besser links liegen lassen. Gea Group: Maschinenbau läuft Nur wenigen Maschinenbauern gelingt es, trotz vieler Herausforderungen profitabel zu wachsen. Doch bei Gea Group herrscht Aufbruchsstimmung: Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien spielt dem Hersteller von Maschinen und Prozesstechnik für Nahrungsmittel, Getränkeproduzenten und Pharmakonzerne in die Hände. Denn Gea will gerade in Indien und China massiv wachsen. Positiv: Gea ist hier schon seit Jahren sehr aktiv. Gerade der indische Subkontinent mit seinen zwei Milliarden Konsumenten ist ein riesiger Markt. Gea visiert weitere Zukäufe in Indien und den USA an. Vor allem bei Anlagen für die Lebensmittelverarbeitung ist Gea Weltmarktführer, die Profitabilität steigt seit Jahren. Derzeit liegt die EBITDA-Marge bei 16,5 Prozent. Aus eigener Kraft konnte Gea den Auftragseingang um 9,1 Prozent steigern. 2026 soll der Umsatz organisch um 5,4 Prozent wachsen. Da sind positive Effekte aus den absehbaren Zukäufen noch gar nicht dabei. ISIN DE0007500001 Kurs (13.02.2026) 10,25 € KGV 25/26 e neg. Enterprise Value 2,47 Mrd. € KGV 26/27 e 9,5 Umsatz 25/26 e 33,24 Mrd. € KGV 27/28 e 8,9 Bw./Aktie 25/26 e 15,32 € DIV. 25/26 e 1,39 % ISIN DE0007551509 Kurs (13.02.2026) 82,00 € KGV 2025 e 15,4 Enterprise Value 456 Mio.€ KGV 2026 e 14,8 Umsatz 2026 e 36,8 Mio.€ KGV 2027 e 13,4 Buchw./Aktie 2026 e 62,70 € DIV. 2025 e 2,29 % ISIN DE0005439004 Kurs (13.02.2026) 73,00 € KGV 2025 e neg. Enterprise Value 19,74 Mrd.€ KGV 2026 e 11,6 Umsatz 2026 e 18,71 Mio.€ KGV 2027 e 10,0 Buchw./Aktie 2026 e 33,35 € DIV. 2025 e 3,53 % EUR 40 60 70 80 50 90 2021 2022 2023 2024 2025 EUR 3 4 6 10 12 8 5 14 2021 2022 2023 2024 2025 EUR 35 45 50 70 80 90 60 40 100 2021 2022 2023 2024 2025 Ausgabe Nr. 1/2026 – GELD-MAGAZIN . 43
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