36 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 1/2026 01234567890 Mayr-Melnhof: Überraschende Wertberichtigung Board & Paper. Mayr-Melnhof gab Anfang Februar überraschend bekannt, im vierten Quartal eine Wertberichtigung in der Division Board & Paper über 65 bis 75 Millionen Euro zu buchen – Grund sei eine schwächere langfristige CashflowPrognose. Das bereinigte EBITDA 2025 wird bei rund 420 Millionen Euro und das bereinigte EBIT bei etwa 200 Millionen Euro erwartet. Der Jahresüberschuss dürfte zwischen 74 bis 90 Millionen Euro zu liegen kommen (KGV: ca. 22), 2024 waren es 108 Millionen Euro. Die finalen Zahlen 2025 werden am 17. März veröffentlicht. Da sich in der Karton- & Papierdivision durch Überkapazitäten und Preisdruck noch keine Erholung abzeichnet, halten die Analysten des Erste Group Research einen Einstieg in die Aktie für verfrüht. Fehleinschätzung. Stellantis ist mit Marken wie Fiat, Peugeot und Opel Nummer zwei in Europa – und mit Jeep, Dodge und RAM einer der drei größten Konzerne der USA. Der Vorstand gestand nun seine Fehleinschätzung bei der Entwicklung der E-Mobilität ein und zog die Reißleine – Hybride und Verbrenner rücken wieder stärker in den Vordergrund. Für diese Kurskorrektur fallen alleine in der zweiten Jahreshälfte 2025 rund 22,2 Milliarden Euro an Belastungen an – davon 6,5 Milliarden Euro als CashAbfluss in den kommenden vier Jahren. Der frühere Stellantis-Chef Carlos Tavares setzte auf einen radikalen Fahrplan in Sachen Elektromobilität, der amtierende CEO Antonio Filosa meint, dass man die Geschwindigkeit der Energiewende klar überschätzt habe und auch Schwächen in der Umsetzung hatte. Beides soll nun nachhaltig korrigiert werden. Credits: amsOSRAM/Florian Jaenicke (Fotogloria); voestalpine voestalpine Ergebnissteigerung Reorganisation. Der Umsatz verringerte sich in den ersten drei Quartalen (bis Ende Dezember) um 5,1 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro – v.a. durch umfangreiche Reorganisationsmaßnahmen in der Metal Forming Division und der High Performance Metals Division (u.a. Verkauf von Buderus Edelstahl). Das EBITDA verbesserte sich aufgrund von Sondereffekten um 3,3 Prozent auf eine Milliarde Euro. Das Periodenergebnis legte um 25,1 Prozent auf 259 Millionen Euro zu. Während in den Segmenten Maschinenbau, Bau und Konsumgüter eine stabile Entwicklung erwartet wird, ist im Segment der Automobilkomponenten keine wesentliche Erholung in Sicht. Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand für 2025/26 weiterhin ein EBITDA in einer Bandbreite von 1,40 bis 1,55 Milliarden Euro. Das KGV dürfte 2025/26 bei knapp 20 landen. AKTIEN . Kurzmeldungen Verlust verringert. Der Chip- und Sensorhersteller ams OSRAM hat 2025 mit einem leichten Umsatzrückgang auf 3,32 Milliarden Euro erneut mit roten Zahlen abgeschlossen, den Verlust aber von 785 auf 129 Millionen Euro eindämmen können. Gleichzeitig kündigte der Konzern ein neues Sparprogramm an: Unter dem Titel „Simplify“ sollen bis 2028 weitere 200 Millionen Euro eingespart werden. Davon sind rund 2.000 Beschäftigte betroffen. Den Umsatzrückgang begründet das Unternehmen unter anderem mit dem schwächeren US-Dollar und dem Auslaufen von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten. Operativ lief es besser: Das bereinigte EBITDA stieg um sechs Prozent auf 608 Millionen Euro, die entsprechende Marge kletterte auf 18,3 Prozent. Die Nettoverschuldung konnte zum Jahressende auf 1,08 Milliarden Euro reduziert werden. Vorstandschef Aldo Kamper sieht das bisherige Sanierungsprogramm „Reestablish the Base“ als erfolgreich an. Die angepeilten Einsparungen von jährlich 220 Millionen Euro seien ein Jahr früher als geplant erreicht worden. Mit dem neuen Programm „Simplify“ will sich der Konzern nun auf seine Zukunft als „Digital Photonics Powerhouse“ fokussieren. Für das erste Quartal 2026 rechnet das Management aufgrund saisonaler Effekte und der Verkäufe von Unternehmensteilen mit einem Umsatzrückgang auf 710 bis 810 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge soll bei rund 15 Prozent liegen. Mittelfristig peilt ams OSRAM wieder ein einstelliges Wachstum und Margen von über 25 Prozent an. ams OSRAM: Neues Sparprogramm beschlossen „Mit dem neuen Programm 'Simplify' fokussieren wir uns auf eine Zukunft als Digital Photonics Powerhouse.“ Aldo Kamper, CEO, ams OSRAM DIE ZAHL DES MONATS -22,2 Mrd. Euro
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