14 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 1/2026 Fusionen und Übernehmen Aktivitäten gesunken Industrie Österreich: Optimismus flammt auf Credit: Oleksii Hlembotskyi/stock.adobe.com Kostendruck. 2025 ist die Zahl der M&ATransaktionen (Fusionen und Übernehmen) in Österreich um rund neun Prozent gesunken und liegt damit wieder auf dem Niveau der Vorjahre. Gleichzeitig haben österreichische Unternehmen im Ausland akquiriert: Mehrere großvolumige Deals – darunter zwei Transaktionen über jeweils fünf Milliarden Dollar in der Petrochemie und im Finanzdienstleistungssektor – haben den Markt getragen. Das ergibt ein Bericht von PwC, wobei die Experten hinzufügen: „In Österreich ist die M&ADynamik im internationalen Vergleich weniger von KI- und Tech-Innovationen getrieben. Vielmehr stehen Konsolidierungs- und Kostendruck in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld im Vordergrund – daher sehen wir zunehmend auch Transaktionen im Zuge von Restrukturierungen und Insolvenzen.“ WIRTSCHAFT . Kurzmeldungen 012345 DIE ZAHL DES MONATS 0,3 % Blick zum Nachbarn. Das deutsche BIP konnte im Schlussquartal 2025 um erfreuliche 0,3 Prozent im Vorquartalsvergleich zulegen. „Angesichts der schwachen Produktionsdaten könnte man meinen, dass der Ausblick gedämpft ist. Doch in Anbetracht der Entwicklung der Auftragseingänge und der Tatsache, dass möglicherweise Verzerrungen durch Betriebsferien am Wirken waren, darf man zuversichtlich sein“, heißt es in einer Analyse der DekaBank. Mit Blick auf den Konsum deuten zudem die Daten des ifo-Geschäftsklimas auf besseres Business im Handel hin. Die Bauwirtschaft sollte schließlich zunehmend von den deutschen Infrastrukturmaßnahmen profitieren. Dass die Bäume aber nicht in den Himmel wachsen, dafür sorgt die verhaltene Entwicklung bei den Dienstleistern. Unterm Strich könnte laut den Experten das erste Quartal eine leichte Expansion des BIPs bringen. Isoliert. Ein grundlegender politischer Wandel im Iran und eine anschließende Wiedereingliederung des Landes in die Weltwirtschaft könnten erhebliche ökonomische Vorteile für Österreich und Europa bringen. Das zeigt eine neue Studie des WIFO in Kooperation mit dem Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche. „Die wirtschaftliche Isolation des Iran ist enorm – entsprechend groß sind die potenziellen Gewinne einer regelbasierten Wiedereingliederung“, sagt WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr. Allein die Aufhebung der EUSanktionen würde das reale BIP des Iran langfristig um mehr als 80 Prozent steigern. Gleichzeitig könnte das BIP in der EU und in Österreich um 0,3 bzw. 0,5 Prozent wachsen. Das entspricht einem zusätzlichen Jahreseinkommen von fast 2,51 Milliarden Euro für Österreich und mehr als 54 Milliarden Euro für die EU. Iran: Chancen für die Wirtschaft UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex Licht und Schatten. Die österreichische Industrie startete schwach ins neue Jahr: Der UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex sank im Jänner auf 47,2 Punkte. Der Indikator rutschte damit noch tiefer unter die Schwelle von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Dies war der niedrigste Wert seit Juni vorigen Jahres, aber trotzdem bleiben die Industriebetriebe in Österreich aufgrund der positiven Erwartungen optimistisch. „Die günstigeren Vorgaben aus Europa lassen hoffen, dass es sich bei der aktuellen Eintrübung der heimischen Industriekonjunktur nur um eine Delle handelt, die in den kommenden Monaten überwunden werden kann“, kommentiert UniCredit Bank Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer die Entwicklung. Quelle: S&P Global, UniCredit Research saisonbereinigt unbereinigt 70 65 60 55 50 45 40 35 30 2020 2021 2022 2023 2024 2025 70 65 60 55 50 45 40 35 30
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