GELD-Magazin, Nr. 2/2024

Alle Gewinner ab Seite 80. Österreichische Post AG | MZ 03Z035262 M | 4profit Verlag GmbH, Rotenturmstraße 19/1/29 B, 1010 Wien | Ausgabe Nr. 2/2024 | 6,90 Euro Finanzpolitik + Volkswirtschaft + Länder- und Branchenanalysen + Banking + Investmentfonds + Aktien + Immobilien + Rohstoffe + Blockchain + Alternative Investments + Versicherungen DAS MAGAZIN FÜR WIRTSCHAFT, POLITIK & INVESTMENTPRODUKTE Indien boomt! Starkes Wachstum lässt die Börsenkurse steigen. Hier die besten Fonds dazu. Künstliche Intelligenz Der Megatrend wird uns noch viele Jahre begleiten. Wie Sie am besten daran mitverdienen. Aktien aus Österreich ALLE ATX PRIME-WERTE IM HÄRTETEST Investieren Sie in die aussichtsreichsten Unternehmen! Es winken hohe Dividenden und satte Kursgewinne.

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Ausgabe Nr. 2/2024 – GELD-MAGAZIN . 3 Da die Inflation in den USA aufgrund der überraschend robusten Wirtschaft zuletzt wieder angestiegen ist, wurde sowohl der erwartete Zeitpunkt für die erste Zinssenkung nach hinten verschoben als auch die Anzahl der heuer zu erwartenden Reduzierungsschritte von sechs auf drei. Dies – wie auch der Konflikt im Nahen Osten – ließ nicht nur die Renditen von Anleihen steigen, sondern auch die Aktienbörsen Anfang April in eine Korrektur umschwenken. In Europa ticken die Uhren etwas anders: Die Volkswirtschaften zeigen kaum Wachstum, die Inflation ging – gerade deshalb – relativ rasch zurück. Doch die letzte Meile bei der Inflationsbekämpfung ist immer die schwierigste, was die EZB hinsichtlich einer Zinssenkung noch zögern lässt. Dennoch könnte sie angesichts der anhaltend maroden Wirtschaft („Slower for longer“) früher als die Fed die Zinsen zu senken beginnen. Man kann diese Erwartung an der EuroSchwäche ablesen, die in Europa wiederum inflationär wirkt. Mit sinkenden Zinsen gewinnen Aktien weiter an Attraktivität, was an den Börsen bereits zum Teil vorweggenommen wurde. Wer über den Tellerrand blicken will, für den berichten wir auch über Indien (Seite 22), über Vermögensverwaltende Fonds (Seite 30) und Chancen beim Thema Künstliche Intelligenz (Seite 26). Um Ihnen eine ertragreiche Kapitalveranlagung zu erleichtern, finden Sie in dieser Ausgabe zudem alle Gewinner des LSEG Lipper Fund Awards 2024 Austria ab Seite 80. In 88 Kategorien wurden 241 Siegerfonds ausgezeichnet. Und da ist für jeden Anleger etwas dabei – zahlreiche Anleihenfonds, Aktienfonds, Gemischte Fonds etc. Wer auf diese Produkte setzt, hat selbstverständlich größere Chancen, überproportionale Renditen zu erzielen. Auch dem österreichischen Aktienmarkt haben wir uns wieder angenommen. Im AKTIEN-SPECIAL ab Seite 50 lesen Sie über alle Unternehmen, die im ATX Prime vertreten sind. Wie sie 2023 abgeschnitten haben und wie sich 2024 und 2025 voraussichtlich ihre Umsätze, Gewinne und Dividenden entwickeln werden. In Summe wird sich dies in der zukünftigen Performance widerspiegeln. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage. Mario Franzin, Chefredakteur GELD-Magazin Slower for longer editorial impressum MEDIENEIGENTÜMER UND HERAUSGEBER 4profit Verlag GmbH · MEDIENEIGENTÜMER-, HERAUSGEBER- UND REDAKTIONSADRESSE Rotenturmstraße 19/1/29B, 1010 Wien · T: +43/676/570 95 10 · E: [email protected] · GESCHÄFTSFÜHRUNG Snezana Jovic, Mario Franzin · CHEFREDAKTEUR Mario Franzin REDAKTION Mario Franzin, Mag. Harald Kolerus, Michael Kordovsky, Mag. Isabella De Krassny, Wolfgang Regner, Moritz Schuh MSc, Mag. Christian Sec · LEKTORAT Mag. Rudolf Preyer · GRAFISCHE LEITUNG Noura El-Kordy · COVERFOTO Celina/stock.adobe.com · DATENANBIETER Lipper Thomson Reuters*, Morningstar · VERLAGSLEITUNG Snezana Jovic · BACKOFFICE & ONLINE REDAKTION Ivana Jovic · MARKETING & ANZEIGENVERKAUF Anita Tenic · IT-MANAGEMENT Oliver Uhlir · DRUCK Berger Druck, 3580 Horn, Wiener Str. 80 · VERTRIEB PGV Austria, 5412 Puch, Urstein Süd 13. www.geld-magazin.at ABO-HOTLINE: +43/699/1922 0326 · [email protected] * Weder Lipper noch andere Mitglieder der Reuters-Gruppe oder ihre Datenanbieter haften für Fehler, die den Inhalt betreffen. Performance-Ranglisten verwenden die zur Zeit der Kalkulation verfügbaren Daten. Die Beistellung der Performance-Daten stellt kein Angebot zum Kauf von Anteilen der genannten Fonds dar, noch gilt sie als Kaufempfehlung für Investmentfonds. Für Investoren gilt es zu beachten, dass die vergangenen Performancewerte keine Garantie für zukünftige Ergebnisse darstellen. FOTO: ivanashoots.com

BRENNPUNKT 06 Kurzmeldungen USA: Reicher als reich + Nahost-Konflikt: Unsichere Zukunft. 08 250 Jahre Fonds Das Erfolgsprodukt feiert Geburtstag: Eine kurze Geschichte der Investmentfonds. 12 Regulative Experte Günther Ritzinger erklärt, welche Regeln die Investmentlandschaft heute bestimmen und in Zukunft begleiten werden. WIRTSCHAFT 14 Kurzmeldungen Konjunktur: Erholung in Wartestellung + KI: Oft noch in den Kinderschuhen. BANKING 16 Kurzmeldungen Sparen: Kräftiger Kaufkraftverlust + EZB: Sanfte Zinssenkung ab Juni. 18 Bargeld Die Angst geht um: Ist Cash bald Geschichte? Antwort: Höchstwahrscheinlich nicht. MÄRKTE & FONDS 20 Kurzmeldungen Asset Allocation: Die Renditekaiser + Gesundheitsbranche: Erfreuliche Diagnose. 22 Indien Wie der Subkontinent rasch zum SuperKontinent aufsteigt. 26 Künstliche Intelligenz Mit aktiven Fonds und speziellen ETFs vom neuen Megatrend profitieren. 30 Gemischte Fonds Der richtige Mix für Rendite: Vermögensverwaltende Produkte im Vergleich. 34 Klimaziele Ist die Erderwärmung noch zu stoppen? Jedenfalls bietet das ESG-Umfeld reichlich Platz für spannende Anlagechancen. 38 Institutional Investors Congress Profis erklären, wo das stärkste Wachstum zu finden ist. 40 Rohstoff-Radar Erdöl: Die Bullen wollen mehr + Gold: Krisengewinner + Kupfer: China dämpft + Kakao: Bitterer Nachgeschmack. AKTIEN 42 Kurzmeldungen Raiffeisen: EZB drängt zur Eile + ATX Prime: Dividenden kräftig angestiegen. Ausgabe Nr. 2/2024 inhalt Happy Birthday! Investmentfonds sind 250 Jahre alt – die Erfolgsgeschichte wird fortgesetzt. Seite 08 Credits: beigestellt/Archiv; Celina & AB Visual Arts & Max/stock.adobe.com 4 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 2/2024

43 Buchtipps Karsten Schliwsky: Der Nahostkonflikt auf 100 Seiten + Roman Kmenta: Reich gedacht statt arm gespart. 44 Weltbörsen Europa: Zinssenkung im Juni erwartet + USA: Fed-Chef bremst + Japan: Neue Impulse + China: Nicht überbewerten. 46 Anlagetipps Caterpillar: Erholung am Bau + Wolters Kluwer: Informations-Primus + Monster Beverage: Prost auf Energy Drinks. 48 Aktien Deutschland Dem DAX könnte nach sehr guter Performance eine Korrektur bevorstehen. 50 Aktien-Special Der große Überblick: Alle ATX-Prime-Titel mit fundierter Beschreibung und erwarteter Entwicklung. 16 Seiten geballte Information! IMMOBILIEN 68 Kurzmeldungen Eigentumswohnungen: Erholung in Sicht + Neu aufgelegt: Handwerkerbonus. 70 Wohnbau Der Immobilienmarkt ist ins Stocken geraten. Neue Förderpakete sollen die Schaffung von Wohneigentum erleichtern. VERSICHERUNG & VORSORGE 72 Kurzmeldungen Rechtsstreit: Ohrfeige nicht versichert + Wiener Städtische: Neue Vorstände. 73 FLV-Listing Der monatliche Überblick zu Fondsgebundenen Lebensversicherungen. 74 Pensionskassen Die Performance stimmt, aber die betriebliche Vorsorge muss noch weiter ausgebaut werden. Ideen dazu gibt es. BLOCKCHAIN 76 Kurzmeldungen FTX: Saftige Haftstrafe + Japan: Pensionsfonds liebäugelt mit Kryptos. 78 Bitcoin Das aktuelle Halving sorgt für Unruhe. LSEG LIPPER FUND AWARDS 2024 80 Parade der Sieger Jedes Jahr werden die besten Fonds und KAGs mit den „LSEG Lipper Fund Awards“ ausgezeichnet. Das GELD-Magazin weiß, wer 2024 die Lorbeeren einheimst. AKTIEN ÖSTERREICH Einige Unternehmen sind richtig in Fahrt, über anderen schwebt der Pleitegeier. Eine Analyse aller ATX Prime-Werte und deren Zukunftschancen. ab Seite 50 Andreas Zakostelsky, Obmann der Pensionskassen, macht sich für den Ausbau der „Zweiten Säule“ stark. Seite 74 Angst ums Bargeld Wird Cash demnächst abgeschafft? Die Fakten sprechen dagegen. Seite 18 Ausgabe Nr. 2/2024 – GELD-MAGAZIN . 5

01234567 BRENNPUNKT . Kurzmeldungen Credits: beigestellt; pixabay; Scheidle-Design & TechArtTrends & Thosten Ulbricht/stock.adobe.com Geschäftsklima Aufhellung Positiv. Das globale Geschäftsklima hat sich laut dem aktuellen Global Business Optimism Insight Report von Dun & Bradstreet für das zweite Quartal 2024 aufgehellt. Der Index stieg um fünf Prozent auf 60,2 Punkte, nach 57,1 Zählern im Vorquartal. Unternehmen schätzen das makroökonomische Umfeld entsprechend optimistischer ein, insbesondere was die Inflation betrifft. Weltweit verbesserte sich die Stimmung vor allem in der Industrie. Zentraler Treiber ist das voraussichtliche Ende der geldpolitischen Straffung durch die Zentralbanken der Industrieländer. Erstmals seit 2023 schätzen Unternehmen zudem ihre Inputkosten optimistisch ein, was die Produktion begünstigt und die Stimmung in der Fertigungsindustrie deutlich verbessert. Befragt wurden 10.000 Firmen aus 32 Ländern. 6 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 2/2024 Eskalationsgefahr. Der Iran ist durch seinen Angriff auf Israel als neuer direkter Teilnehmer in den Nahost-Krieg eingestiegen. Einen Versuch, die Folgen einzuschätzen, unternimmt man bei Allianz Global Investors: An den Rohstoffmärkten könnten die Spannungen am unmittelbarsten übertragen werden, und die Experten gehen davon aus, dass die Preise für Öl und seine Derivate in den kommenden Wochen noch weiter steigen werden. Ein aus finanztechnischer Sicht nicht immer beachteter Effekt (der zynisch wirken mag): Der Konflikt könnte dazu beitragen, Einstiegspunkte an den Aktienmärkten zu schaffen, während USStaatsanleihen in Zeiten geopolitischer Spannungen auch von ihren Eigenschaften als sicherer Hafen profitieren könnten. Was die Geopolitik betrifft, würde Russland von der Eskalation profitieren, wenn sich die globale Aufmerksamkeit von der Ukraine auf den Nahen Osten verlagert und die militärische Unterstützung des Westens ausgeweitet wird. Höhere Ölpreise werden auch Präsident Putin helfen, den russischen Haushalt zu stabilisieren. China wiederum sollte kalmierend eingreifen, denn es braucht billiges Öl und offene Handelsrouten. Nahost-Konflikt: Unsichere Zukunft KI ist nicht alles. „Während derzeit alle Augen auf Künstliche Intelligenz gerichtet sind, bereitet sich mit Quantencomputing schon die nächste Technologierevolution vor“, erklärt Harald Summa vom Diplomatic Council, einer Denkfabrik mit Beraterstatus bei den Vereinten Nationen. Die Quantentechnologie komme nämlich zügig aus den Forschungs- und Entwicklungslabors heraus und dringe in die Wirtschaft ein. Davon werden, ähnlich wie bei Künstlicher Intelligenz, über kurz oder lang alle Branchen betroffen sein. „In der Kombination aus KI und Quantencomputing ergeben sich heute noch schwer vorstellbare Leistungsschübe, deren Auswirkungen sich teilweise nur erahnen lassen“, so der Experte. Quantencomputer: Neue Revolution DIE ZAHL DES MONATS 75 Runder Geburtstag. 75 Jahren nach ihrer Gründung ist die NATO so gefragt, wie selten zuvor. Doch ist das Bündnis überhaupt in der Lage, ihre Mitgliedsstaaten bei einem militärischen Überfall zu verteidigen? Wie aus der jährlichen NATO-Umfrage hervorgeht, verlassen sich die meisten Länder in so einem Fall auf ihre Bündnispartner, zeigen jedoch deutlich weniger eigene Verteidigungsbereitschaft. Dazu hat Datenexperte René Bocksch auf Statista.com interessante Zahlen publiziert: So sind beispielsweise 73 Prozent der Befragten in Deutschland der Meinung, dass die Bundesrepublik im Angriffsfall von den Bündnispartnern verteidigt werden sollte. Dass Deutschland selbst sein Nötigstes tun sollte, um andere NATO-Staaten zu schützen, denken hingegen nur etwa 59 Prozent. Noch schlimmer: In Griechenland, Ungarn, Bulgarien und Montenegro stimmen jeweils weniger als die Hälfte der Befragten der Verteidigung anderer durch ihr Heimatland zu – beschützen lassen wollen sich aber 58 bis 71 Prozent.

Über den Wolken. Fliegen ist eine der kohlenstoffintensivsten Aktivitäten – dennoch trägt es „nur“ eher bescheidene 2,5 Prozent zu den weltweiten Kohlenstoffemissionen bei. Ist damit die Welt über den Wolken in Ordnung und die Kritik an Flugreisen übertrieben? Mitnichten. Denn aktuell können sich global gesehen die meisten Menschen einen Flug gar nicht leisten. Studien gehen davon aus, dass nur zehn Prozent der Weltbevölkerung regelmäßig fliegen. Mit steigenden Einkommen (z.B. wachsende Mittelschicht in den Schwellenländern) wird sich das jedoch ändern, dieser Trend lässt sich bereits erkennen. Dazu hat Our World in Data interessantes Zahlenmaterial gesammelt: Zwischen 1990 und 2019 hat sich sowohl die Passagier- als auch die Frachtnachfrage etwa vervierfacht. Es fliegen immer mehr Menschen und es werden mehr „Dinge“ bewegt. Im Jahr 2019 legten Passagiere mehr als acht Billionen Kilometer zurück: Das entspricht etwa einem Lichtjahr. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Im gleichen Zeitraum ist das Fliegen mehr als doppelt so energieeffizient geworden. Fliegen: Wo die Verschmutzung grenzenlos ist Ausgabe Nr. 2/2024 – GELD-MAGAZIN . 7 Land der Millionäre. Auf die USA entfallen 32 Prozent des weltweiten, liquiden, investierbaren Vermögens. Das entspricht der gewaltigen Summe von 67 Billionen Dollar. Das geht aus dem vom globalen Vermögensberatungsunternehmen Henley & Partners veröffentlichten USA Wealth Report 2024 hervor. Das Wertpapierinstitut TradeCom schreibt zu diesen Zahlen: „Trotz der ernsthaften Besorgnis über die Lage in den Vereinigten Staaten angesichts des derzeit stattfindenden Rückkampfs zwischen Biden und Trump bei den Präsidentschaftswahlen bleiben die USA damit weltweit unangefochtener Spitzenreiter bei der Schaffung und Anhäufung von privatem Wohlstand.“ In den Staaten leben derzeit somit 37 Prozent der Millionäre der Welt. Das sind rund 5,5 Millionen vermögende Privatpersonen, die über mehr als eine Million Dollar an liquiden investierbaren Vermögenswerten halten. Diese Zahl ist im letzten Jahrzehnt um beeindruckende 62 Prozent gestiegen und liegt damit weit über der weltweiten durchschnittlichen Wachstumsrate von 38 Prozent. USA: Reicher als reich Entscheidende Jahre. Ist es überhaupt noch möglich, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen? Gerrit Dubois, Nachhaltigkeitsexperte bei DPAM, glaubt daran, drastische Maßnahmen sind aber notwendig: „Die nächsten zwei Jahre werden entscheidend sein. Auf der COP29 in Aserbaidschan müssen die Vertragsparteien neue Finanzierungsziele festlegen, während sich die COP30 in Brasilien auf die Aktualisierung der national festgelegten Beiträge konzentrieren wird, die die gesamte Wirtschaft umfassen und alle Treibhausgase abdecken.“ Anlegern sollten Fortschritte bei der Kohlenstoffabscheidung, bei Kernenergie, Wasserstoff und Klimatechnologie sowie KILösungen zur Dekarbonisierung nicht entgehen. Bis 2030 besteht ein erheblicher Finanzierungsbedarf von schätzungsweise bis zu 4,5 Billionen Dollar jährlich; die Investitionsmöglichkeiten nehmen zu. Klima: Noch nicht zu spät Gerrit Dubois, Responsible Investment Specialist, DPAM Energieversorgung. Noch scheint das Ende des Kriegs in der Ukraine in ungreifbarer Ferne, an Wiederaufbauplänen für das gebeutelte Land wird aber bereits gefeilt. Stichwort Energieautarkie. Die Atomkraftwerke in der Ukraine haben sich durch den russischen Überfall als Sicherheitsrisiko erwiesen – für ganz Europa. Dabei würde es auch anders gehen: Um den gesamten Strombedarf der Ukraine allein mit Solar- und Windenergie zu decken, benötigt das Land nur ein Hundertstel seiner dafür geeigneten Landesfläche. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Institute for Sustainable Futures an der Technischen Universität in Sydney im Auftrag von Greenpeace. Zudem könne das Land sogar einen beträchtlichen Überschuss für den Energieexport erzielen. Um dieses Potenzial zu nutzen und die Ukraine besser mit EULändern zu verbinden, müssen bestehende Stromleitungen gestärkt und neue gebaut werden. Bis 2030 könnten dadurch rund 20.000 Arbeitsplätze entstehen. Weitere überraschende Erkenntnis: Das Potenzial der Solarenergie ist 60-mal höher als die Kiewer Regierung im sogenannten „UkrainePlan“ zum Wiederaufbau des Landes selbst schätzt. Ukraine: Solar statt Atom

Unsere Reise durch die Welt der Investmentfonds startet im Jahr 1774: Adriaan van Ketwich, ein niederländischer Kaufmann, hatte eine Vision: Risiko durch die Bündelung verschiedener Investitionen in einem Vehikel zu streuen. So entstand „Eendragt Maakt Magt“ (Einigkeit macht stark), der erste Investmentfonds der Geschichte. Das ist also der Ausgangspunkt einer weltweiten Erfolgsgeschichte. Wie rasant sich der Markt in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten entwickelt hat, erklären ausgesuchte Spezialisten. Die Welt und Österreich Heinz Bednar, Vorstandsvorsitzender der Erste Asset Management, weiß: „Wertpapiere und Fonds spielten im angloamerikanischen Bereich und in Europa traditionell eine starke Rolle. In Österreich begann sich das Interesse an Wertpapieren erst Anfang der 60er Jahre langsam zu entwickeln.“ Die gesetzlichen Grundlagen wurden hierzulande im Investmentfondsgesetz 1963 festgelegt. Bednar fährt fort: „Die 70er Jahre werden auch heute noch als ‚Jahrzehnt der Anleihen‘ gesehen. Angetrieben durch hohe Inflationsraten, teilweise bedingt durch den Ölschock, registrierten Anleihenfonds in Europa und in Amerika starke Zuflüsse.“ Aktien führten im Gegensatz dazu ein Schattendasein, was sich aber änderte: „Im Zuge der Aktien-Hausse ab Mitte der 80er Jahre kam es auch zur Gründung der ersten österreichischen Aktienfonds. Mit dem Vienna-Invest konnte die Sparinvest von einer noch nie dagewesenen Goldgräberstimmung an der Wiener Börse profitieren, die der amerikanische Börsen-Guru Jim Rogers durch seine Empfehlung aus einem jahrzehntelangen Donröschenschlaf ,wachgeküsst‘ hatte. Der Fall der Berliner Mauer und der kommunistischen Diktaturen und damit verbunden das Ende der Teilung Europas führten zu weiteren Kursaufschlägen“, so Bednar. Rund um die Jahrtausendwende folgte die „New Economy Bubble“ mit ihren teilweise unglaublichen Übertreibungen. Aber Fonds haben das ebenso wie die Immobilienkrise in den USA und die Finanzmarktturbulenzen 2008 überstanden und sind heute als wesentliches Instrument für Investoren etabliert. Wobei „klassische Fonds“ Konkurrenz erhalten haben. Vormarsch: ETFs & Co. Dazu zählt eine massive Zunahme passiv getragener Investmentstrategien wie ETFs, Indexfonds und Benchmarkfonds. Wolfgang Matejka, Geschäftsführer Matejka & Partner Asset Management, führt aus: „Diese Zunahme ist auf steigendes Kostenbewusstsein und BRENNPUNKT . 250 Jahre Investmentfonds Happy Birthday! Vor unglaublichen 250 Jahren erblickte das erste Fondsprodukt das Licht der Welt. Seither hat sich natürlich viel getan, das GELD-Magazin fasst die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Dekaden zusammen. HARALD KOLERUS 250 Jahre jung und nicht mehr aus der Veranlagung wegzudenken: Investmentfonds. Credits: ErsteAM/Stephan Huger; Max/stock.adobe.com; vyhnalek.com 8 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 2/2024 „Fonds bieten eine ideale Möglichkeit, langfristige Anlageziele zu verfolgen.“ Heinz Bednar, Vorstandsvorsitzender der Erste Asset Management

Fondsvermögen wächst weltweit Beim gesamten globalen Fondsvermögen sahen wir im Vorjahr einen Ausreißer nach unten. Ansonsten steigen die Volumina kontinuierlich an, wobei sich Aktienfonds als am beliebtesten erweisen. Auf den Plätzen folgen Anleihen- und Geldmarktprodukte. Fonds, ESG, Regulierungen In den vergangenen rund 25 Jahren gab es eine extreme Zunahme an Fondstypen am internationalen und heimischen Markt. Uli Krämer, Leiter Portfoliomanagement bei der KeplerFonds KAG, erklärt: „Das Angebot umfasst heute neben den klassischen Aktien-, Renten- und Mischfonds spezifische Sektoren-, Regionen- und Themenfonds, nachhaltig gemanagte Portfolios sowie eine Vielzahl an passiven ETF-Varianten.“ Wobei sich besonders die letztgenannte Kategorie zunehmender Beliebtheit erfreut. Neue Regeln Auf regulatorischer Ebene drückte MiFID, die Einführung der Markets in Financial Instruments Directive, der Fondsbranche einen entscheidenden Stempel auf. Krämer: „Ziel war die Verbesserung von Transparenz und Anlegerschutz, was rückblickend im Großen und Ganzen gelungen ist. Die rechtlichen Anforderungen an Fondsgesellschaften sind aber mittlerweile schon enorm. Hinzu kam das Thema Nachhaltigkeit mit umfassenden neuen Vorschriften, die bei der Umsetzung sowohl die Fondsanbieter als auch die Kundenberater in den Vertriebseinheiten entsprechend fordern. auch eine stete Orientierung auf höhere Liquidität in der Asset Allokation zurückzuführen. Dies hat Large Caps und auch Indexinvestments deutlich getragen. Die Geopolitik mit einer mehr und mehr sichtbaren digitalen Komponente bringt es zusätzlich mit sich, liquide sein zu wollen, um im Falle der Fälle rasch wieder aus der gewählten AssetKlasse aussteigen zu können. Ein aus meiner Sicht bestehender Trugschluss, denn je mehr sich dieser Orientierung zuwenden, umso illiquider wird diese Strategie selbst. Das Schicksal der Small und MidCaps ist in diesem Zusammenhang als „Preis“ dafür zu sehen, denn deren Under-Performance von rund 25 Prozent über die letzten zweieinhalb Jahre in Europa hat es so noch nie zuvor gegeben.“ Ein Investmentansatz, der die letzten Jahre ebenfalls immer mehr an Gewicht zugenommen hat und sich mit dem passiven Investment ergänzt, ist das sogenannte Momentum-Investment. Matejka: „Man kauft, was gestiegen ist, und verkauft umgekehrt motiviert. So sind extreme Divergenzen bei Aktien insbesondere in den USA (The Big 7), aber auch im Rest der Welt entstanden.“ Jedenfalls haben sich die Veranlagungsmöglichkeiten und das Angebot an Investmentideen innerhalb der letzten Jahre bzw. Jahrzehnte rasant verändert. Leo Willert, CEO von ARTS Asset Management, erläutert: „Aktuell erleben wir gerade im Kryptobereich einen immensen Aufschwung bzw. eine starke Nachfrage. Und wie alles Neue starteten auch Kryptos vor 15 Jahren mit einer Idee. Einer digitalen Währung, den Bitcoin, und vielen dubiosen Geschichten, von rasanten Kursanstiegen bis zum Platzen einer Spekulationsblase, von einer genialen Blockchain-Technologie bis zur Verlustgefahr durch Hacker-Angriffe, sein ganzes Geld zu verlieren. Mittlerweile existieren über 3.000 unterschiedliche Investmentmöglichkeiten in Kryptowährungen.“ KI hält Einzug Das nächste große Thema ist der Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Willert: „Jetzt erleben wir den Trend von Robo-Advise gepaart mit KI. Wir nutzen seit jeher, seit über 20 Jahren, eine Art ,Künstliche Intelligenz‘. Ein systematisches Handelssystem, das über 10.000 Fonds und 3.000 ETFs überwacht und nach quantitativen Regeln in die stabilsten Trends investiert. Mittlerweile haben wir auch die Möglichkeit, in unserem flexiblen Mischfonds bis zu fünf Prozent in Quelle: Investment Company Institute in Billionen US-Dollar nach Fonds-Typ zum Jahresende Geldmarkt andere Anleihen Gemischt Aktien 45% 12% 19% 9% 15% 2013 15,5 4,7 8,0 3,3 4,9 36,4 2015 16,3 5,2 8,0 3,5 5,2 38,2 2017 21,8 6,4 10,4 4,8 5,9 49,3 2019 24,5 6,7 11,8 4,8 6,9 54,7 2020 28,3 7,6 13,1 5,6 8,3 62,9 2021 33,6 8,6 13,7 6,1 8,8 70,9 2022 26,9 7,1 11,5 5,7 8,9 60,1 Anzahl der offenen Immobilienfonds (weltweit) 97.371 106.060 113.226 122.561 125.701 131.793 137.892 Ausgabe Nr. 2/2024 – GELD-MAGAZIN . 9 „Wir erleben jetzt den Trend von RoboAdvise gepaart mit Künstlicher Intelligenz.“ Leo Willert, CEO & Head of Trading bei ARTS Asset Management

Credits: Raiffeisen KAG/Pia Morpurgo; beigestellt 10 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 2/2024 Kryptowährungen zu berücksichtigen.“ Dieter Aigner, Geschäftsführer von Raiffeisen Capital Management, fügt hinzu: „Der Einsatz von KI im Investmentprozess wird sicherlich auch eine zunehmend wichtigere Rolle spielen. Schon in der Vergangenheit haben quantitative Modelle einen Beitrag geleistet, doch um Top-Down-Risiken zu managen, ist aktives, qualitatives Management unerlässlich. Der verstärkte Einsatz von KI wird jedenfalls das Risiko von höherer Marktvolatilität mit sich bringen. KI bringt aber auch Chancen für die Steigerung der Effizienz bei Standardprozessen im Fondsmanagement und Reporting.“ Außerdem hat laut Aigner auch prinzipiell Digitalisierung bzw. eine sehr gute technische Ausstattung zur Qualitätssteigerung und kontinuierlichen Weiterentwicklung der Investmentprozesse beigetragen: „Der Zugang zu Daten ist schier unerschöpflich. Hier geht es inzwischen auch darum, Informationen richtig abzuleiten, zu verarbeiten und entsprechend zu agieren.“ So geht es weiter Abgesehen von den vielen Neuerungen der jüngsten Vergangenheit, was bringt die Zukunft? Bednar von der Erste Asset Management: „Angesichts der vielen Herausforderungen und struktureller Faktoren wie DeGlobalisierung, Überalterung und Klimawandel bieten Fonds eine ideale Möglichkeit, langfristige Anlageziele zu verfolgen.“ Und was wäre notwendig, um Fonds noch beliebter zu machen? Uli Krämer, Leiter Portfoliomanagement bei Kepler Fonds, meint darauf: „Finanzielle Bildung ist die Trägerrakete der Fondsindustrie. Hauptziel unserer Kommunikationsmaßnahmen ist es daher, die Vorteile und Risiken von Fonds einer noch breiteren Bevölkerungsschicht zu vermitteln. Hier sehen wir auch bei unseren Mitbewerbern rege Aktivitäten.“ Wichtig wären laut dem Experten jedoch auch steuerliche Anreize, um generell Wertpapiere in Österreich für die Anleger noch attraktiver zu machen. Aigner: „Im Hinblick auf die Altersvorsorge bieten gerade Investmentfonds dazu viele Möglichkeiten. Die regulatorischen Anforderungen für die Fondsanbieter bedürfen dabei aus unserer Sicht einer Vereinfachung, ohne den Anlegerschutz aus den Augen zu verlieren.“ Eine Botschaft, die unbedingt bei der Politik ankommen sollte, damit Fonds auch noch weitere 250 Jahre fruchtbar wachsen und gedeihen können. Konkurrenz zu aktiv gemanagten Fonds: ETF-Investments legen zu Passive Investments sind günstig und werden immer beliebter, wie die Prognose für das weltweite ETF-Volumen zeigt. Quellen: ETFGI, PwC, scalable.capital in Billionen US-Dollar „Aktives, qualitatives Management bleibt unerlässlich.“ Dieter Aigner, Geschäftsführer von Raiffeisen Capital Management „Finanzielle Bildung ist die Trägerrakete der Fondsindustrie.“ Uli Krämer, Leiter Portfoliomanagement bei Kepler Fonds Die sehr langfristige Grafik zeigt die enorme Aufwertung von Investmentfonds in Österreich. Noch Anfang der 1990er Jahre war dieses Instrument in den Köpfen der heimischen Anleger praktisch noch nicht etabliert, dann wurde aber ordentlich Fahrt aufgenommen. Österreichischer Fondsmarkt: Bedeutung steigt Quelle: VÖIG 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 50 100 150 200 250 0,4 0,4 0,5 0,7 0,9 1,5 Entwicklung Fondsvolumina in Mrd. Euro 2,6 5,0 8,6 10,9 11,1 11,7 12,4 16,1 18,6 24,4 31,4 41,2 91,7 55,6 80,3 98,7 102,7 111,0 124,8 155,6 167,3 163,8 126,0 136,7 145,3 134,6 144,4 145,3 157,8 162,7 167,1 175,4 164,6 184,9 191,9 187,7 218,8 202,1 0 Historische Entwicklung 0 2 4 6 8 10 12 14 16 2003 2007 2012 2017 2022 2027 Prognose BRENNPUNKT . 250 Jahre Investmentfonds

Flexible Nähere Infos erhalten Sie bei Ihrem Anlageberater/Hausbank bzw. via QR-Code. ISIN: DE000A0YJMN7 (T) | A0YJMN (T) ARTS Asset Management GmbH | Schottenfeldgasse 20 | A-1070 Wien [email protected] | www.arts.co.at | Tel: +43 1 955 95 96-0 C-QUADRAT ARTS Total Return Flexible Diese Marketingmitteilung dient unverbindlichen Informationszwecken und stellt kein Angebot/Aufforderung zum Kauf/Verkauf von Fondsanteilen dar, noch ist sie als Aufforderung anzusehen, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung/ Nebenleistung abzugeben. Dieses Dokument kann eine Beratung durch Ihren persönlichen Anlageberater nicht ersetzen. Performanceergebnisse der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Kurse können sowohl steigen als auch fallen. Kryptozertifikate unterliegen hohen Kursschwankungs- sowie Emittentenrisiken, die bis zum Totalausfall des investierten Kapitals führen können. Ausgabe- und Rücknahmespesen sind in der Berechnung der Performanceergebnisse nicht berücksichtigt. Die Performance wurde unter Anwendung der OeKB/BVI-Methode berechnet. Bei einem Anlagebetrag von 1.000,– EUR ist vom Anleger ein Ausgabeaufschlag iHv max. 50,– EUR zu bezahlen, welcher die Wertentwicklung seiner Anlage entsprechend mindert. Die dargestellte Wertentwicklung entspricht der Bruttoperformance, welche alle anfallenden Kosten auf Fondsebene beinhaltet und von einer Wiederanlage ev. Ausschüttungen ausgeht. Weitere, individuelle, auf Anlegerebene anfallende Kosten wie z. B. Transaktions-, Depotkosten und Steuern mindern den Ertrag des Anlegers zusätzlich. Grundlage für den Kauf von Fondsanteilen ist der gültige Verkaufsprospekt, das Basisinformationsblatt (PRIIPs - KID) sowie der Jahresbericht und, falls älter als acht Monate, der Halbjahresbericht. Diese Unterlagen stehen dem Interessenten bei der Kapitalanlagegesellschaft HANSAINVEST, Hanseatische Investment-GmbH, Kapstadtring 8, D-22297 Hamburg, ARTS Asset Management GmbH, Schottenfeldgasse 20, A-1070 Wien, sowie unter www.hansainvest.com, www.arts.co.at kostenlos in Deutsch zur Verfügung. Trends können sich ändern und negative Renditeentwicklungen nach sich ziehen. Ein trendfolgendes Handelssystem kann Trends über- oder untergewichten. Informationen über Bandbreiten für marktübliche Entgelte der Wertpapierfirmen sind unter www.fma.gv.at veröffentlicht. Stand April 2024 AUSGEZEICHNETE TECHNIK Der C-QUADRAT ARTS Total Return Flexible beobachtet laufend mehr als 10.000 Fonds und ETFs/ETPs aus sämtlichen Anlageklassen (Aktien, Kryptos, Anleihen, Geldmarkt) und besticht durch seinen hohen Grad an Flexibilität. Der Fonds investiert je nach Marktentwicklung in die jeweils weltweit trendstärksten Regionen und Sektoren. Die dynamische Portfoliogestaltung orientiert sich an keiner Benchmark und versucht durch ein aktives Risikomanagement Verluste zu begrenzen. Als chancenreicher Portfoliobaustein verfolgt der Fonds das Ziel, in allen Marktphasen einen absoluten Wertzuwachs zu erwirtschaften. 120 140 100 80 2020 2021 2022 2023 2024 Berechnungsquelle: Cyberfinancials Datenkommunikation GmbH, Zeitraum: 31.03.2019 – 31.03.2024 Wertentwicklung 11,15 % YTD 4,52 % 3 Jahre p. a. 35,37 % 5 Jahre 6,24 % 5 Jahre p. a. Wertentwicklung 5 Jahre

Regulatorik am Prüfstand In den letzten beiden Jahrzehnten fand eine deutliche Intensivierung der Regulierung an den Finanzmärkten statt. Nicht zuletzt die Finanzkrise 2008/2009 war hierfür ein starker Treiber. Bestehende Regelungen wurden ausgeweitet, neue geschaffen. Man denke etwa an die Eigenkapitalbestimmungen der Banken, die Regeln zum Vertrieb von Wertpapieren und Versicherungsprodukten oder die Normen zur Prävention von Insiderhandel, Marktmanipulation, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Status Quo Finanzinstitute sind mit einer Vielzahl an Regeln konfrontiert, die einen zunehmend hohen Grad an Komplexität aufweisen. Dass Regularien dabei in immer kürzeren Intervallen geändert werden oder schlicht neu entstehen, macht die Anwendung für die Institute, wie im Übrigen auch für die Aufsicht, nicht gerade leicht. Darüber hinaus lässt, gemessen an den gesetzgeberischen Zielen, die Treffsicherheit der gesetzten Regelungen in der Praxis mitunter nicht selten zu wünschen übrig. Dass es klarer Spielregeln bedarf, daran besteht kein Zweifel. Ein Beispiel für sinnvolle und wirksame Regulatorik bietet etwa der Themenbereich Insiderhandel, in dem strenge Regeln und eine strenge Aufsicht, hierzulande vor allem in den letzten beiden Jahrzehnten, dafür gesorgt haben, dass derartige Verhaltensformen nicht mehr toleriert werden. Es gibt aber auch nicht so geglückte Regelungsansätze, wie beispielsweise die im Bereich des Versicherungs- und Wertpapiervertriebs angewandte gesetzgeberische Technik, Finanzinstituten schier grenzenlose Informations- und Hinweispflichten gegenüber dem Verbraucher aufzuerlegen, damit dieser seine Entscheidungen auf wohlinformierter Basis treffen könne. Dadurch bedingt sehen sich Verbraucher in der Praxis aber nicht selten mit 30 oder mehr Seiten starken Informationsbroschüren konfrontiert. Dass hierdurch das Ziel des Gesetzgebers erreicht wird, darf wohl zu Recht bezweifelt werden. Was es braucht, ist ein offener und interessensbefreiter Diskurs über Sinn und Wirksamkeit von Regelungen. Darüber hinaus sollten Mechanismen geschaffen werden, die es uns ermöglichen, wirkungslose oder zu wenig treffsichere Regeln zu detektieren und auszumerzen, um eine nachhaltige Regulatorik sicherzustellen. „Nachhaltig“ in dem Sinne, dass die von den Finanzinstituten einzuhaltenden Regeln am Maßstab der gesetzgeberischen Zielerreichung auch tatsächlich wirksam sind. „Nachhaltig“ aber auch in dem Sinne, dass die mit der Umsetzung der Regularien für die Unternehmen verbundenen Aufwände in einer vernünftigen Relation zum Grad der Zielerreichung stehen. Das ist für uns Europäer nicht zuletzt für die Sicherstellung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit unserer Finanzinstitute volkswirtschaftlich von großer Bedeutung. Ausblick Der Trend zu mehr Regulatorik in Europa hält jedenfalls an. Im Folgenden nur einige Beispiele: Der zur Stärkung der Resilienz gegen Cyberangriffe beschlossene Digital Operational Resilience Act (DORA) wird von den Finanzinstituten bis Anfang 2025 umzusetzen sein. Umfangreichere Regeln zu Wertpapierdienstleistungen (MiFID III) sollen bereits Ende 2025 in Kraft treten. Die sog. „Retail Investment Strategie“ wird voraussichtlich im Jahr 2026 zur Anwendung gelangen. Die bereits verabschiedete Konsumkreditrichtlinie (CDD II) gilt ab November 2025 und neue Regeln zu den Eigenkapitalanforderungen der Banken (CRR3/CRD6) werden ebenfalls im Jahr 2025 in Kraft treten. Schließlich sollen im Jahr 2026 neue, umfangreiche Regeln gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (AMLD) zur Anwendung gelangen. www.kapitalmarktconsult.at GASTBEITRAG . Günther Ritzinger, Kapitalmarkt Consult KCU GmbH Mag. Günther Ritzinger, Gründer und Partner der Kapitalmarkt Consult KCU GmbH Zur Person Günther Ritzinger sammelte seine berufliche Erfahrung unter anderem als leitender Mitarbeiter der Finanzmarktaufsicht (FMA) sowie bei Banken und Wertpapierfirmen in den Bereichen Recht, Compliance, interne Revision und Risikomanagement. 2010 gründete er die Beratungsfirma KCU. 12 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 2/2024

FMTG-INVEST.COM Als inhabergeführtes Unternehmen mit starken Familienwurzeln deckt die FMTG alle Bereiche der touristischen Entwicklung ab – von der Planung über den Bau bis zur Betriebsführung. Langjährige Branchenerfahrung und fundiertes Know-how machen uns zu einem geschätzten Partner für unsere Investorinnen und Investoren. Weil so ermöglicht wird, was für den gemeinsamen Erfolg entscheidend ist: Genussvolle Urlaubsmomente in bester Lage. * Der Erwerb der Veranlagung ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Ein den Bestimmungen des österr. Kapitalmarktgesetzes entsprechender Prospekt samt allfälliger Nachträge sind nach seiner Prüfung durch einen Prospektkontrollor gemäß § 7 KMG über www.fmtg-invest.com und www.fmtg-invest. at erhältlich. Eine Printversion des Prospekts und allfällige Nachträge können bei FMTG - Falkensteiner Michaeler Tourism Group AG, Walcherstrasse 1A, 1020 Wien, +43 (0) 509 912 1113, während der üblichen Bürozeiten angefordert werden. Ihr Investment. Bleibt in der Familie. ZEICHNUNGSFRIST: 28.03.– 05.05.2024 plus möglicher Verlängerung gem. Website 8 % p.a. BIS ZU ZINSEN • 5 Jahre Laufzeit inkl. Spirit Club Membership bei allen Falkensteiner Hotels & Residences • 8 % p.a. Verzinsung in Gutscheinen oder • 6 % p.a. Verzinsung in cash • EUR 1.200,– Falkensteiner-Gutschein ab je EUR 10.000,– Investmentsumme • Investments ab EUR 500,– • Produkt: qualifizierte Nachrangdarlehen* Marketingmitteilung

01234567890 Künstliche Intelligenz Noch oft in den Kinderschuhen Österreich: Erholung in Warteposition Verhalten. Die wirtschaftliche Stimmung in Österreich geht langsam nach oben, der Pessimismus überwiegt aber weiterhin: Der UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator ist im März den sechsten Monat in Folge gestiegen. Mit minus 2,6 Punkten erreichte er zwar den höchsten Wert seit fast einem Jahr, lag jedoch weiterhin klar unter dem langjährigen Durchschnitt. „Die heimische Wirtschaft ist nach unserer Einschätzung bestenfalls mit einem marginalen Plus um 0,1 bis 0,2 Prozent zum Vorquartal ins Jahr 2024 gestartet“, meint UniCredit Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer. Zum Ausblick: Die erhoffte Erholung wird erst in der zweiten Jahreshälfte 2024 langsam in Schwung kommen und für heuer noch ein geringes Wirtschaftswachstum um 0,3 Prozent ermöglichen. Ein höherer BIPAnstieg von 1,5 Prozent ist dank einer leichter Belebung der Investitionen und des Konsums für 2025 zu erwarten. Positiv: Nach 4,4 Prozent im ersten Quartal sollte die Teuerung in Österreich bis Ende 2024 auf unter drei Prozent sinken. Credit: pixabay Teilweise Zukunftsmusik. Trotz des wachsenden Trends zur Digitalisierung steht der Einsatz von KI im Beschaffungswesen noch am Anfang. Das zeigt eine aktuelle Analyse der auf Lieferkettenoptimierung spezialisierten Kloepfel Group, sie befragte Einkaufsmanager, unter anderem aus Pakistan, der Türkei, Deutschland, Nigeria, Österreich und den Vereinigten Staaten. Aktuell setzen 36,4 Prozent der Studienteilnehmer KI-Technologien im Einkauf ein, während eine deutliche Mehrheit von 63,6 Prozent noch keine KI nutzt. Jedoch blickt der Großteil der Befragten optimistisch in die Zukunft: Immerhin 75,9 Prozent planen, KI in ihre Beschaffungsprozesse zu integrieren bzw. auszuweiten. WIRTSCHAFT . Kurzmeldungen DIE ZAHL DES MONATS 32.000 Euro Hochsteuerland in „rot-weiß-rot“. Eine Agenda Austria-Berechnung zeigt, dass Arbeit nur in wenigen Staaten stärker belastet ist als in der Alpenrepublik. „Für unsere Standortattraktivität ist das natürlich ein fatales Signal, das Problem der zu hohen Arbeitskosten wird in Zukunft eher zu- als abnehmen“, warnt Agenda Austria-Ökonom Hanno Lorenz. So liefert ein heimischer Durchschnittsverdiener mit einem Bruttogehalt von knapp 68.000 Euro jährlich mehr als 32.000 Euro Abgaben an Vater Staat, netto bleiben ihm dann nur 36.000 Euro übrig. „Eine Senkung der Arbeitskosten wäre der Regierung dringend zu empfehlen“, sagt Lorenz. Der Wirtschaftsfachmann verweist dabei zum Beispiel auf Dänemark oder Schweden, die über einen nicht minder guten Wohlfahrtsstaat als die Österreicher verfügen würden. Den Dänen bliebe dabei ein deutlich höheres Netto bei ähnlichen Kosten und den Schweden deutlich weniger Kosten bei einem ähnlichen Netto. UniCredit Bank Austria:Wirtschaftsausblick Wo die Schneekanone donnert. Das Wifo warnt: „Der Tourismus in alpinen Regionen steht vor großen Herausforderungen. Werden sie nicht bewältigt, so ist dies mit negativen Effekten auf volkswirtschaftlicher und auf regionalwirtschaftlicher Ebene verbunden.“ Vor allem der Klimawandel, aber auch demografische Veränderungen und höhere Kosten, die mit steigenden Preisen einhergehen, erzwingen eine Anpassung des Angebotes. Klimaschutzbemühungen im Tourismus müssen prioritär bei der An- und Abreise zur bzw. von der Destination und bei der Mobilität vor Ort ansetzen. In Bezug auf die Gästestruktur sollten Nahmärkte priorisiert werden, da die Anreise mit dem Flugzeug um ein Vielfaches emissionsintensiver ist als mit dem Auto oder mit der Bahn. Angebote, die auf eine Verlängerung der Aufenthaltsdauer abzielen, sparen ebenfalls transportinduzierte Emissionen ein. Wintertourismus: Problemzonen Quelle: Statistik Austria, Wifo, UniCredit Research UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator BIP (real; Veränderung zum Vorjahr in %) 2019 2020 2021 2022 2023 2024 14 12 10 8 6 4 2 0 -2 -4 -6 -8 -10 -12 -14 14 12 10 8 6 4 2 0 -2 -4 -6 -8 -10 -12 -14 14 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 2/2024

Der Wirtschafts-Compass liefert ein Gesamtbild der österreichischen Wirtschaft: tagesaktuell, detailliert und umfassend. Die nahtlose Vernetzung mit Ihren Geschäfts- prozessen und Compliance-Prüfungen schafft Sicherheit und gibt transparente Einblicke zu Ihren Geschäftspartner:innen. Die Compass-Gruppe steht seit 157 Jahren für verlässliche und aktuelle Wirtschaftsinformation. wirtschaftscompass.at compass.at Wirtschaft vernetzt betrachten.

Credits: beigestellt/Archiv; ECB BANKING . Kurzmeldungen 16 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 2/2024 USA und Europa Banken im Vergleich Saison ist eröffnet. Im April begann in den Vereinigten Staaten die Berichterstattung für das erste Quartal mit den Ergebnissen der Großbanken (Citigroup, JPMorgan Chase). Die Konsensus-Schätzung für das Gewinnwachstum aller US-Banken im Jahr 2024 geht von einem Gewinnrückgang um 7,3 Prozent (im Jahresvergleich) aus. Für das kommende Jahr wird hingegen ein Gewinnanstieg um 6,3 Prozent erwartet. Das berichtet die Erste Asset Management. Aufgrund des unterdurchschnittlichen Gewinnwachstums ist die Bewertung des US-Bankenindex mit einem erwarteten KGV 2024 von 11,6 niedrig. Ortswechsel: In Europa laufen die Geschäfte der Finanzinstitute besonders gut. Laut UBS brachten hier die Banken ihren Aktionären Gewinne in Höhe von satten 120 Milliarden Euro für das vergangene Jahr ein. Erfreulich aus patriotischer Sicht: Österreichische Institute schnitten besonders gut ab. Etwas mehr als 14 Milliarden Gewinn nach Steuern haben die heimischen Banken erwirtschaftet, berichtet die Oesterreichische Nationalbank. DIE ZAHL DES MONATS 340 Milliarden Enormer Wertzuwachs möglich. Generative Künstliche Intelligenz (GenAI) revolutioniert auch den Bankensektor: Finanzinstitute nutzen die Technologie, um Chatbots mit Kundenkontakt zu verbessern, Betrug zu verhindern und die Zusammenfassung von regulatorischen Berichten zu beschleunigen. Das McKinsey Global Institute (MGI) schätzt in einer aktuellen Studie zur KI-Thematik, dass der Wertzuwachs 200 bis 340 Milliarden Dollar oder 2,8 bis 4,7 Prozent der Gesamteinnahmen der Bankenbranche betragen könnte. Grund dafür ist die erhöhte Produktivität. Von allein geht aber selbst mit KI wenig: Um einen nachhaltigen Wert zu erzielen, der über die anfänglichen Proofs of Concept hinausgeht, sind laut MGI starke Fähigkeiten in mehreren Bereichen erforderlich, darunter eine strategische Roadmap, genügend KI-Talente sowie das richtige Betriebsmodell. Weiters sei in allen Branchen ein hohes Maß an Zentralisierung für den Erfolg von KI-Betriebsmodellen ausschlaggebend. Ohne zentrale Aufsicht können Pilotanwendungsfälle in Silos stecken bleiben und die Skalierung sowie das Risikomanagement wird erschwert. Inflation schlägt immer noch zu. Wer sein Geld auf einem durchschnittlich verzinsten Giro- oder Tagesgeldkonto parkt, hat auf seine Einlagen in den letzten 15 Jahren 30 Prozent Kaufkraftverlust eingebüßt. Ein wenig besser erging es Sparern, die zumindest Festgeldangebote ihrer Hausbank in Anspruch genommen haben. Mit einem durchschnittlich verzinsten Festgeld in Österreich hätten sie den Kaufkraftverlust über 15 Jahre zumindest auf 25 Prozent mindern können, rechnet WeltSparen vor. Auch steigende Leitzinsen der Zentralbanken ändern an diesem für Sparer nicht gerade erfreulichen Bild nichts Weltbewegendes: Denn im letzten Jahr betrug der durchschnittliche Zinssatz für Festgelder in Österreich 1,7 Prozent per anno, während die Inflation noch immer bei über vier Prozent verharrte. Nils Lackes, Finanzexperte und Country Head DACH bei WeltSparen, mahnt daher: „Wer sein Geld unverzinst auf dem Giro- oder einem gering verzinsten Tagesgeldkonto belässt, verliert bei dem aktuellen Inflationsniveau Tag für Tag an Kaufkraft. Nur wer vergleicht und konsequent auf die besten Festgeldangebote setzt, kann der Inflation trotzen und die Entwertung des Ersparten durch Zinserträge auffangen.“ Dabei seien laut Lackes insbesondere österreichische Sparer gut beraten, auch einen Blick über nationale Grenzen zu werfen. Sparen: Kaufkraftverlust Nils Lackes, Finanzexperte bei WeltSparen EZB: Zinssenkungen ab Juni Kein fixer Pfad. Die EZB hat auf ihrer Sitzung im April die Leitzinsen – wie allgemein erwartet wurde – unverändert gelassen. Vieles spricht nun für eine erste Senkungen im Juni, wie viele Experten und Expertinnen meinen. So auch Sandra Rhouma, Fixed Income-Spezialistin bei AllianceBernstein. Sie fügt allerdings hinzu: „Auch wenn der Zinssenkungszyklus beginnt, wird die Zentralbank datenabhängig entscheiden und sich nicht auf einen bestimmten Pfad festlegen. Sowohl das EZB-Statement selbst als auch Präsidentin Lagarde unterstrichen diesen Punkt mehrmals.“ In der Kommunikation im Zusammenhang mit der Zinssenkung im Juni wurde sogar von einer „Verringerung der gegenwärtigen Restriktionen“ gesprochen, was darauf hindeutet, dass die EZB in diesem Jahr trotz der Zinssenkungen recht restriktiv bleiben wird. Alles in allem hält Rhouma vier Zinssenkungen in 2024 um insgesamt 100 Basispunkte für wahrscheinlich. EZB-Präsidentin Christine Lagarde lässt sich alle Türen offen

Ausgabe Nr. 2/2024 – GELD-MAGAZIN . 17 viduelle Bedürfnisse zu analysieren, maßgeschneiderte Anlagestrategien zu entwickeln und häufige Fallen und Risiken zu vermeiden. Ihre Expertise ist bei langfristigen Zielen, wie für Vermögensaufbau für den Ruhestand oder die Absicherung der Familie, wertvoll. Die HYPO NOE setzt auf sehr hohe Aus- und Weiterbildungsstandards und bietet Kund:innen ein umfassendes Beratungsangebot. www.hyponoe.at Matthias Förster Bereichsleiter Vertriebsstrategie, Digitalisierung & Retail Banking Fonds gegen die Inflation Wirtschaftliche Unsicherheit und Inflation bedrohen das finanzielle Wohlergehen vieler. Höherwertige Sparformen wie Wertpapiere und Versicherungen gewinnen an Bedeutung. Diese Anlagen bieten Schutz gegen die schleichende Geldentwertung und eröffnen Wachstumsmöglichkeiten des Vermögens, das mit herkömmlichen Sparmethoden nur bedingt zu erreichen wäre. Traditionelle Sparbücher sind zwar einfach, weit verbreitet und vermitteln ein Gefühl der Sicherheit. Sie bieten aber nur überschaubare Zinsen, die oft den Kaufkraftverlust nicht ausgleichen. Höherwertige Sparformen können die Inflation übertreffen und erhebliche Erträge generieren. Aktienfonds ermöglichen an der wirtschaftlichen Entwicklung von Unternehmen teilzuhaben, während Anleihen bzw. Anleihenfonds regelmäßige Zinserträge liefern. Versicherungen bieten neben Rendite auch Schutz vor finanziellen Risiken, sichern das Ersparte ab und gestatten eine einfache, attraktive Vermögensweitergabe. Die Diversifikation des Vermögens durch verschiedene Anlageklassen ist ein entscheidender Vorteil höherwertiger Sparformen. Sie ermöglicht, Risiken zu streuen und die Chancen auf eine positive Rendite zu maximieren. Gerade in unsicheren Zeiten kann eine gute Diversifizierung den Unterschied zwischen finanzieller Sicherheit und Verlusten ausmachen. Fachkundige Beratung ist dabei unerlässlich. Professionelle Berater:innen helfen, indiKOLUMNE . HYPO NOE Landesbank für Niederösterreich und Wien AG FOTO: PicturePeople OeNB: Finanzbildung bei den Kleinsten Breites Angebot. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) modernisiert ihren Auftritt und hat ihre neue Website finanzbildung.oenb.at vorgestellt. Präsentiert werden nicht nur Angebote für Pädagoginnen und Pädagogen, sondern nun auch für weitere Zielgruppen. Die überarbeitete Website richtet sich unter anderem an Schulen und Kindergärten. Die OeNB setzt somit auf eine umfassende Unterstützung von Bildungseinrichtungen und engagiert sich in der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften; kostenlose Tools, Workshops und Lehrmaterialien stehen nach wie vor zur Verfügung. Durch E-Learning-Produkte und aktuelle Forschungsergebnisse soll ein unmittelbarer Nutzen für Besucher geschaffen werden: Mit neuen E-Learning-Angeboten werden aktuelle wirtschaftliche Themen wie Inflation, Geldpolitik und Geldanlage abgedeckt. Besucher erhalten detaillierte Informationen und werden ermutigt, sich aktiv mit Finanzbildungsthemen auseinanderzusetzen. Eine Social Wall bietet zudem direkte Verbindungen zu den Social-Media-Kanälen der OeNB. Ein eigener neuer Bereich widmet sich der Präsentation von Forschungsergebnissen und Projekten zur Finanzkompetenz der Menschen in Österreich sowie zur Wirkung von Finanzbildungsinitiativen. Barrierefreiheit und Responsivität ermöglichen selbstverständlich die Nutzung aller Inhalte auch auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets. Kapitalmärkte: Viele Chancen Ausblick. Wie sehen Banker die aktuellen und zukünftigen Investmentchancen? Nils Kottke, Vorstandsmitglied im Bankhaus Spängler, zeigt sich durchaus zuversichtlich: „Die Konjunkturdaten haben uns in den letzten Wochen positiv überrascht, das trifft sowohl auf die Eurozone als auch auf die USA zu. Es zeichnet sich eine wirtschaftliche Erholung ab, das Thema Rezession hat sich verflüchtigt. Damit haben wir zu Jahresbeginn eigentlich nicht gerechnet.“ Die guten Konjunkturdaten sorgen somit weiter für Optimismus an den Kapitalmärkten. Bei Spängler sieht man noch immer attraktive Renditen bei Bonds – auch in der besten Bonität, sowohl bei Staats- als auch bei Unternehmensanleihen. Auf der Aktienseite hat 2024 mit einem bemerkenswerten Anstieg der Kurse begonnen. Angesichts der großen geopolitischen Spannungen muss man die Börsen aber genau beobachten. Nils Kottke, Vorstandsmitglied im Salzburger Bankhaus Spängler

Wahnsinnig praktisch ist Bargeld nicht immer: Vor allem wenn Unmengen von CentMünzen das Portemonnaie ausbeulen. Auch merkt man, dass es an der Supermarktkassa etc. viel schneller vorangeht, wenn Kunden lässig die Bankomatkarte oder gar das Handy zur Bezahlung hinhalten. Ist Cash somit ein Relikt aus „alten Tagen“, und gehört es eigentlich nur mehr abgeschafft? So einfach ist die Sache nicht. Absolut anonym Denn ein Vorteil kann Bargeld nicht genommen werden: es ist anonym. Und diese Anonymität wird mit Freiheit und Selbstbestimmung assoziiert. Zurecht, denn wer will schon seine gesamten finanziellen Gebarungen nachvollziehbar wissen? Wohl die wenigsten, weshalb sich Cash ungebrochener Beliebtheit erfreut: Die Ergebnisse einer OeNB-Studie zeigen, dass am Point-of-Sale Bargeld weiterhin das von der österreichischen Bevölkerung am häufigsten verwendete Zahlungsmittel ist. Trotz fortschreitendem Trend zur bargeldlosen Zahlung, insbesondere mittels Zahlungskarten, ist die positive Einstellung zu Scheinen und Münzen gleichbleibend stark ausgeprägt. Cash entspricht für immerhin 93 Prozent der Befragten mit Abstand am meisten den Vorstellungen eines optimalen Zahlungsmittels. Eine Aufschlüsselung der Ergebnisse zeigt, dass diese Einstellung mit steigendem Alter zunimmt. Zahlungskarten mit und ohne CodeEingabe liegen in den gesamten Ergebnissen recht nahe beieinander und werden von 88 bzw. 76 Prozent der Befragten als optimales Zahlungsmittel angesehen, wobei Zahlungskarten mit Code-Eingabe etwas besser abschneiden. Bezahl-Apps via Mobiltelefon oder Wearables werden deutlich weniger positiv wahrgenommen und entsprechen nur für 27 bzw. 20 Prozent einem optimalen Zahlungsmittel. Gläserner Bürger Sprich: Cash liegt unangefochten an der Spitze der Beliebtheitsskala. Schon deshalb wäre es seitens der Politik unklug, Bargeld abschaffen zu wollen. Das gilt jedenfalls in funktionierenden Demokratien; in autoritären Systemen kann das anders aussehen. Etwa in China, wo versucht wird, durch Kombination von Zahlungsströmen, Sozialversicherungskonto und Videoüberwachung den absolut gläsernen Menschen zu schaffen. Und tatsächlich ist im Reich der Mitte die Tendenz einer Bargeldverdrängung zu beobachten. Das treiben nicht zuletzt Plattformen wie Alipay oder WeChat-Pay unter wohlwollender Duldung Pekings voran. Bargeld wird in immer weniger Geschäften angenommen, bezahlt wird via Smartphone BANKING . Bargeld Cash bleibt King Die Angst geht um: Wollen die EU, allgemein die Politik oder gar finstere Finanzmächte unser heißgeliebtes Bargeld bald abschaffen? Das ist bei nüchterner Betrachtung der Sachlage nicht zu erwarten. HARALD KOLERUS Keine Panikmache: Papiergeld und Münzen werden uns erhalten bleiben. Credits: Archiv; AB Visual Arts/stock.adobe.com; WIFO/Eric Krügl 18 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 2/2024

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