GELD-Magazin, April 2021

E s gibt viele verschiedene Möglich­ keiten, in Private Equity (PE), also den Markt für den Handel mit nicht börsennotierten Unternehmensbeteiligun­ gen, zu investieren. In den Jahren seit dem Platzen der Internetblase (2000 bis 2003) waren geschlossene Fonds besonders be­ liebt. Diese hatten allerdings den Nachteil fehlender Liquidität – Anleger mussten also Laufzeiten von bis zu 12 bis 15 Jahren aus­ sitzen, bevor sie ihr Investment zurücker­ hielten, oft allerdings weniger, als die an­ fängliche Investitionssumme. Es zeigte sich, dass nicht immer absolute PE-Experten am Werk waren. Dazu stellte sich die zweistö­ ckige Dachfondsstruktur als sehr kostenin­ tensiv heraus – von den Nebenkosten, wie Vorabgewinne an die fondsauflegenden Ge­ sellschaften, und weiteren Ausgaben ganz zu schweigen. Daher schwenkten viele Anle­ ger um und engagierten sich in ganz norma­ len Aktienfonds, die ausschließlich in bör­ sennotierte PE-Beteiligungsgesellschaften investieren und ganz normal an den Börsen gehandelt werden. Das Problem der hohen Dachfondskosten und fehlender Liquidität war damit beseitigt. Allerdings zeigten diese Fonds auf sogenanntes „Listed Private Equi­ ty“ eine starke Korrelation zu den gewöhn­ lichen Aktienmärkten. Nun gibt es aber auch die Möglichkeit, ohne Dachfondsstruktur in nicht gelistetes Private Equity zu investieren, das weit weniger stark im Gleichschritt mit den Börsen marschiert – wie das P3-Zertifi­ kat (ISIN DE0001734994). Dabei handelt es sich um ein Wertpapier auf die Partners Group Private Equity Performance Holding (P³), das an die Wertentwicklung eines Port­ folios aus internationalen PE-Anlagen ge­ koppelt ist. Das Zertifikat überwindet durch seine maßgeschneiderte Struktur die mit PE-Investitionen verbundenen Hürden der hohen Mindestanlagesummen, des Zugangs zu den besten Beteiligungsgesellschaften und der fehlenden Liquidität und eröffnet somit auch Privatinvestoren die Möglichkeit, in diese Anlageklasse zu investieren. P3-Zertifikat: „Equity Kicker“ Das Besondere dabei: Die schweizerische Partners Group, eine auf dem PE-Markt sehr erfahrene Gesellschaft, lässt die Zertifi­ kateinhaber auch an den eigenen PE-Invest­ ments teilnehmen, wodurch nur auf einer Investmentebene Gebühren anfallen. Das Papier ist täglich handelbar (an der Börse Stuttgart), der Spread ist meist erträglich und liegt normalerweise bei rund 1,5 Pro­ zent. Investiert wird in PE-Fonds renom­ mierter Gesellschaften und in Direktbeteili­ gungen, bei denen ebenfalls nur einmal Ge­ bühren anfallen. Und das Beste daran: Das Papier wird mit einem erheblichen Abschlag zum inneren Wert der Beteiligungen (NAV) gehandelt. Aktuell liegt der Discount bei rund 30 Prozent. Das Zertifikat läuft MÄRKTE & FONDS . Private Equity Spezielle Investments Die Private Equity Branche hat die Corona-Krise bisher gut gemeistert. Wir zeigen Chancen und Risiken von Eigenkapitaltransaktionen auf und stellen einige besondere Investments vor. WOLFGANG REGNER Credit: beigestellt; Pavel/stock.adobe.com „Ohne Private Equity wären viele Unternehmen gar nicht gegründet worden oder könnten kaum expandieren.“ Matthias Hallweger, CEO HMW Emissionshaus AG 36 . GELD-MAGAZIN – April 2021

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