GELD-Magazin, Oktober 2020

0123456789012 Österreich: Liebe zu viel Pferdestärken Ergo: Service-Sieger GENERALI Treibhausgas reduzieren DIE ZAHL DES MONATS 1.700.000 VERSICHERUNG . Kurzmeldungen „ Unsere Produkte werden auch von Maklern und Agenturen sehr geschätzt. “ Philipp Wassenberg, Vorstandsvorsitzender der ERGO Versicherung Einiges unter der Haube. Die Autos der Österreicher müssen vor allem eines sein: Stärker und schneller, das belegt eine Analyse der Wiener Städtischen. Ak- tuell liegt die PS-Stärke bei durchschnittlich 120 PS. Im Jahr 2010 betrug der österreichweite Schnitt noch knapp 100 PS. Das entspricht einer Steigerung von 20 Prozent in den vergangenen zehn Jahren. Wiener und Vorarlberger sind mit den stärksten Boliden unterwegs, schwächer motorisiert sind dagegen Ober­ österreicher und Kärntner. Die Wiener Städtische will allerdings umweltscho- nende Mobilität fördern, daher gibt es für schadstoffarme Fahrzeuge Prämien- Rabatte. Klima- und umweltbewusste Autofahrerinnen und Autofahrer werden mit dem Klimabonus in der Kfz-Haftpflichtversicherung belohnt. Mit einem Ausstoß von unter 141 g/km beginnt das Sparen – je nach Ausstoß reduziert sich die Prämie zwischen 10 und 20 Prozent. Bei einem reinen Elektroauto spart man in jedem Fall 20 Prozent. Ausgezeichnet. Einmal jährlich erstellt die Analyse- gesellschaft ServiceValue gemeinsam mit der Goe- the-Universität Frankfurt am Main das größte Ser- vice-Ranking Österreichs, eine breit angelegte Un- tersuchung zum erlebten Kundenservice. Im Jahr 2020 wurden rund 107.000 österreichische Kunden zu ihrer Servicezufriedenheit bei 408 Unternehmen aus 43 Branchen befragt. Dabei wurden auch in Summe Kundenurteile zu 24 heimischen Versiche- rungsunternehmen untersucht. Zu den Ergebnissen: Ergo liegt mit einem Serviceerlebnis-Wert von 77,1 Prozent deutlich über dem Branchenmittelwert von 68,4 Prozent und damit auf dem ersten Platz der Versicherungsbranche. Mit diesem Ergebnis konnte der Wert aus 2019 (75,5 %) nochmals gesteigert werden. Darüber hinaus hat sich Ergo heuer auch im Gesamt-Ranking aller Unternehmen von einem „Bronze“- auf einen „Silber“-Medaillenrang verbes- sert. Außerdem wurde die Haushalt-/Eigenheimver- sicherung „Ergo fürs Wohnen“ im Rahmen des Versi- cherungs Award Austria (VAA), einer Bewertung durch Versicherungsmakler und Vermögensberater, mit „sehr gut“ ausgezeichnet. „Unser erklärtes Ziel ist es, im Bereich der Schaden-/Unfallversicherung deutlich über dem Markt zu wachsen. Die Auszeich- nung unserer Haushalt-/Eigenheimversicherung beim VAA zeigt uns, dass die Produkte von Ergo auch bei Maklern und Agenturen sehr geschätzt wer- den“, so Philipp Wassenberg, Vorstandsvorsitzender der Ergo Versicherung. Kampf dem Klimawandel. Die Generali Group unterzeichnete die Forderung europäischer Wirt- schaftsführer und Investoren an die EU, die in- ländischen Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent zu reduzieren – verg- lichen mit dem Niveau von 1990. Längerfristiges Ziel ist es, den Rahmen für eine klimaresistente Erholung festzulegen und die erforderlichen grü- nen Investitionen zu ermöglichen, um bis 2050 klimaneutral zu werden. Die Generali unterstützt auch Arbeitsgruppen zur Förderung grüner Fi- nanzierungen, wie die Net-Zero Asset Owner Alliance, eine Gruppe von 29 Pensionsfonds und Versicherungsgesellschaften mit einem Investiti- onsportfolio in Höhe von rund fünf Billionen Dollar. Sie will die Netto-Treibhausgasemissi- onen ihrer Portfolios auf Null reduzieren. Rechtsstreit. Laut Europäischem und Oberstem Gerichtshof können Versi- cherungsnehmer, die nicht oder feh- lerhaft über ihr Rücktrittsrecht bei Le- bensversicherungen informiert wur- den, unbefristet vom Vertrag zurück- treten. Im Fall eines Rücktritts sind die Verträge rückabzuwickeln. Der VKI konnte dabei im Herbst 2017 ei- nen Vergleich mit der Versicherungs- branche erzielen. Drei größere Versi- cherer weigerten sich allerdings, die- ser Lösung beizutreten, unter ande- rem die FWU Life Insurance Austria AG (FWU). Der VKI brachte eine Sam- melklage gegen die FWU ein, Ende September begann der Prozess. Dabei vertritt der VKI 464 Betroffene, und klagt einen Kapitalverlust von 1,7 Mil- lionen Euro plus Zinsen ein. Credits: beigestellt; pixabay 74 . GELD-MAGAZIN – Oktober 2020

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