GELD-Magazin, Oktober 2020

01234567890 Geldvermögen: Es wächst und wächst Wasserstoff-Technologie: Großes Potenzial ENERGIEWENDE Gewinner und Verlierer DIE ZAHL DES MONATS 36 % BRENNPUNKT . Kurzmeldungen Österreich noch immer reich. Das globale Geldvermögen verzeichnete trotz COVID-19-bedingter Rezession der Weltwirtschaft im ersten Halbjahr einen leichten Anstieg um 1,5 Prozent. Dies geht aus dem aktuellen Allianz Global Wealth Report hervor. Zu verdanken ist das Wachstum den geld- und fiskalpoli- tischen Hilfspaketen der Zentralbanken und Finanzbehörden auf der ganzen Welt, die das Vermögen der Haushalte vorerst vor dramatischeren Folgen der Krise bewahrten. Haupttreiber der Entwicklung sind die Bankeinlagen, die um kräftige sieben Prozent zunahmen. In Österreich, das nach wie vor auf Rang 16 der reichsten Länder der Welt steht, wuchs das Geldvermögen der Haushalte in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres um 0,5 Prozent und liegt somit hinter dem internationalen Schnitt zurück. 2019 stieg das Brutto-Geldvermö- gen hierzulande noch um 6,2 Prozent, getrieben von Versicherungen und Pensi- onen, die um 7,9 Prozent zulegten, sowie Wertpapieren (plus 7,4 Prozent). Beliebtheit steigt. In Europa genießt Deutschland das Image der „Autofahrernati- on“ Nummer eins. In diesem Zusammenhang lässt folgende Erhebung von krypto- szene.de aufhorchen: Rund 30 Prozent der Deutschen würden sich zu bezahlbaren Preisen ein Wasserstoff-Fahrzeug kaufen. Bei den Männern beträgt der Anteil sogar 38 Prozent. Aber nicht nur die Beliebtheit, sondern auch die Nachfrage steigt an, jedenfalls in den Weiten des Internets. Immer mehr Menschen suchen via Google nach „Wasserstoff“ und „Wasserstoff-Aktien“. Im Juni dieses Jahres erreichte die re- lative Nachfrage den bisherigen Spitzenwert. Der Google-Trend-Score notierte bei 100, nie suchten mehr Menschen nach den genannten Suchbegriffen. Und wie sieht es mit der Beliebtheit an den Finanzmärkten aus? Der Börsenwert der Wasser- stoff-Aktie ITM Power erhöhte sich binnen eines Jahres um 467 Prozent. Auch Nel, PowerCell sowie Ballard konnten Zugewinne in Höhe von über 150 Prozent verbu- chen. Der Straßenverkehr ist übrigens für bis zu 30 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Wasserstoff könnte als umweltfreundliche Alternative punkten. Moderne Zeiten. Der Verkehr ist nach der Indus- trie der zweitgrößte Verursacher der Luftver- schmutzung. Keine neue Erkenntnis, der drama- tische Rückgang der Luftverpestung während des Corona-Lock Downs hat aber deutlich vor Augen geführt, welchen Schaden der Verkehr der Umwelt zufügt. Das steigende ökologische Be- wusstsein im Zuge der Pandemie wird wohl den Trend „weg von fossilen Brennstoffen“ beschleu- nigen. 2020 wird laut Axa IM auch ein Rückgang der Fahrzeugverkäufe mit Verbrennungsmotoren um 23 Prozent im Vergleich zu 2019 erwartet. Bei E-Autos wird ein Rückgang von 18 Prozent auf etwa 1,7 Millionen Stück prognostiziert. E-Fahrzeugen soll aber bereits in den nächsten vier Jahren eine Absatzerholung und der Verkauf von 6,9 Millionen Einheiten gelingen. Cash: Nicht mehr King. Die Corona- Pandemie beschleunigt nach einer ak- tuellen Studie der Unternehmensbe- ratung PwC Strategy& die Abkehr der europäischen Konsumenten vom Bar- geld. Nur noch 36 Prozent der Ver- braucher zahlen in zwölf europä- ischen Ländern bevorzugt in Cash. 2018 waren es noch 43 Prozent. Am liebsten wird nun mit Debitkarten und mobilen Bezahl-Apps eingekauft. Der Anteil der Konsumenten, die ihr Smartphone zum Bezahlen nutzen, hat sich von 11 auf 14 Prozent erhöht (Österreich: 12 %). Debitkarten stie- gen in der europaweiten Beliebtheit von 27 auf 31 Prozent (Österreich: von 22 auf 27 %). Kreditkarten hinge- gen konnten nicht von diesem Trend profitieren und blieben im europawei- ten Durchschnitt mit 19 Prozent gleich (Österreich: 8 auf 6 %). Credits: Daimler; pixabay 6 . GELD-MAGAZIN – Oktober 2020

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