GELD-Magazin, Oktober 2020

D er Covid-Virus grassiert wieder in Europa – die zweite Welle ist da. Auf der Landkarte, in der die Regionen mit hohen Infektionsraten markiert sind, dominiert bereits wieder die Signalfarbe Rot. Gegen- seitige Reisewarnungen, Maskenpflicht und Lokalschließungen nehmen zu, kein Thema beherrscht unseren Alltag mehr als Corona und ändert immer stär- ker unsere Gewohnheiten. An den Finanzmärkten zucken die Kurse auf und ab, die Visibilität der Unternehmensentwicklungen ist gering. Laufend tickern Nachrichten über Massenentlassungen und Sparprogramme über den Bildschirm – eigentlich zum Fürchten. Das ist die eine Seite der Coronakrise. Die andere jedoch ist, dass sich durch die Veränderung der Lebensumstände die Nachfragesituationen verändern. Onlineservices, E-Commerce und Gesundheitsbranche sowie deren Zulieferer erleben einen nie dagewesenen Boom. Viele werden zudem auf das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert, was zu steigenden Aufträgen im Bereich der Öko- logie und der Neuen Energien führt. In diesen Branchen ist tatsächlich viel Geld zu verdienen und kluge Fondsmanager haben ihre Portfolios längst dahin- gehend ausgerichtet (siehe Coverstory „Globale Aktienfonds“ ab Seite 28). Diese säkularen Aufschwünge funktionieren deshalb, weil die Wirtschaft gros- so modo mit unglaublich hohen Summen der Zentralbanken und Staaten am Laufen gehalten wird – Einkommensausfälle werden großteils ersetzt, Bela- stungen durch Steuern und Kreditraten aufgeschoben und staatliche Kreditga- rantien abgegeben. Dadurch blähen sich zwar die Bilanzen der Zentralbanken auf, die Zinsen werden bei Null gehalten und die Staatsverschuldungen steigen sprunghaft an, aber die stark negativen Effekte der Coronakrise auf die Wirt- schaft werden kupiert und auf einen langen Zeitraum gestreckt – das Finanzsy- stem bleibt dadurch stabil. Sparguthaben werden zwar sukzessive durch Nega- tivzinsen abgeschöpft, aber die Börsen halten sich in Summe auf relativ hohem Niveau. Wer also in dieser Sitution die Branchenrotation für sich nützt, kann damit gutes Geld verdienen. Mario Franzin, Chefredakteur GELD-Magazin Branchentrends editorial impressum MEDIENEIGENTÜMER UND HERAUSGEBER 4profit Verlag GmbH · MEDIENEIGENTÜMER-, HERAUSGEBER- UND REDAKTIONSADRESSE Rotenturmstraße 12, 1010 Wien T: +43/1/997 17 97-0 · E: office@geld-magazin.at · GESCHÄFTSFÜHRUNG Snezana Jovic, Mario Franzin · CHEFREDAKTEUR Mario Franzin REDAKTION Mario Franzin, Mag. Isabella de Krassny, Mag. Harald Kolerus, Michael Kordovsky, Wolfgang Regner, Moritz Schuh MSc, Mag. Christian Sec LEKTORAT Mag. Rudolf Preyer · GRAFISCHE LEITUNG Noura El-Kordy · COVERFOTO Matthew Benoit /stock.adobe.com · DATENANBIETER Lipper Thomson Reuters*, Morningstar · VERLAGSLEITUNG Snezana Jovic · EVENTMARKETING Ivana Jovic · PROJEKTLEITUNG Dr. Anatol Eschelmüller · IT-MANAGEMENT Oliver Uhlir DRUCK Berger Druck, 3580 Horn, Wiener Str. 80 · VERTRIEB PGV Austria, 5412 Puch, Urstein Süd 13. www.geld-magazin.at ABO-HOTLINE: +43/1/997 17 97-12 · abo@geld-magazin.at * Weder Lipper noch andere Mitglieder der Reuters-Gruppe oder ihre Datenanbieter haften für Fehler, die den Inhalt betreffen. Performance-Ranglisten verwenden die zur Zeit der Kalkulation verfügbaren Daten. Die Beistellung der Performance-Daten stellt kein Angebot zum Kauf von Anteilen der genannten Fonds dar, noch gilt sie als Kaufempfehlung für Investmentfonds. Für Investoren gilt es zu beachten, dass die vergangenen Performancewerte keine Garantie für zukünftige Ergebnisse darstellen. Oktober 2020 – GELD-MAGAZIN . 3

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