GELD-Magazin, Juni 2018

BANKING Panorama 24 ° GELD-MAGAZIN – JUNI 2018 DOPPELTE FREUDE. Der „FMVÖ-Recom- mender“ ist der österreichische Award für die Kundenorientierung von Banken und Versi- cherungen.Als Basis dient eine Umfrage unter 8000 Kunden österreichischer Banken,Versi- cherungen und Bausparkassen. Der Preis für den „Aufsteiger des Jahres“ ging diesmal an die HYPO NOE,die sich gleich um 52,5 Prozent verbesserte. Davon unabhängig, aber eben- falls erfreulich: Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat das Lang- und Kurzfrist- Emittentenrating der HYPO mit A/A-1 bestätigt und den Ausblick aufgrund des nachhaltigen Kapitalaufbaus von Stabil auf Positiv ange- hoben. „Das nachhaltige Festhalten an einer hohen Kapitalausstattung, einem risikoarmen Geschäftsmodell und die Sicherheit, aus- gehend von unserem 100Prozent-Eigentümer, dem Land Niederöster- reich, wird von Kunden, dem Kapitalmarkt und internationalen Rating- agenturen honoriert“, so Peter Harold, General- direktor der HYPO NOE. HYPO NOE: GOOD NEWS KREDITVERGABE. Laufend steigende Miet- kosten und das anhaltend niedrige Zinsniveau sorgen dafür, dass aktuell viele Menschen mit dem Gedanken spielen, ihren Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Gerade die der- zeit verhältnismäßig günstigen Konditionen für eine Kreditfinanzierung machen diese Überlegung für viele verlockend. Eine so weit- reichende Entscheidung wie die Aufnahme eines Kredits sollte dennoch gut durchdacht sein, meint man beim Österreichischen Ver- band Financial Planners. Für den Kauf einer Immobilie ist gute Planung unabdingbar.„In der Regel sehen Banken gerne 20 bis 30 Prozent Eigenkapital, die restliche Summe kann über einen Kredit finanziert werden“, erklärt Sonja Ebhart-Pfeiffer,Vorstandsmitglied des Verbands. Was die benötigte Kreditsumme anbelangt, so sollte man nicht den Fehler begehen, nur mit den reinen Anschaffungs- oder Baukosten zu kalkulieren. „Wenn man von einer 80 Quadrat- meter-Wohnung in ein 160 Quadratmeter-Haus zieht, ist es unrealistisch, keine Kosten für die Einrichtung anzusetzen“, bringt Ebhart-Pfeiffer ein plakatives Beispiel. Im Sinne der Planungs- sicherheit rät die Expertin auch dazu, eine VERBAND FINANCIAL PLANNERS: DER WEG ZUM EIGENHEIM längere Kreditlaufzeit zu vereinbaren – das senkt auch die monatli- che Kreditrate.Wobei als Faustregel gilt,dass man mit dem Pensionsantritt weitestgehend schulden- frei sein sollte. Darüber hinaus empfiehlt die Ex- pertin, mit der Bank des Vertrauens die Möglichkeit von Sondertilgungen zu vereinba- ren, falls doch mehr Geld für die Rückzahlung übrig bleibt. Das verkürzt entweder die Laufzeit oder senkt die monatliche Rate. Kredite können entweder mit einem Fixzinssatz oder mit variab- ler Verzinsung abgeschlossen werden – beides hat Vor- und Nachteile. Gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase lässt ein variabler Zinssatz die monatlichen Belastungen vermutlich über- schaubar erscheinen.Allerdings klettern diese parallel mit einem etwaigen Anstieg der Zinsen. Wer einen fixen Zinssatz vereinbart, kann sich für diese Zeit gegen das Kreditnehmer-Risiko steigender Zinsen absichern. Doch man muss sich bewusst sein:Mit jeder Absicherung gehen grundsätzlich auch Kosten einher. CREDITS: Manfred Burger, Zuercher Kantonalbank Oesterreich AG, Shutterstock, beigestellt LOBENSWERT. Eine aktuell vom Bundes- verband für Menschen mit Behinderung publizierte Studie zeigt, wie wichtig die Um- setzung von Maßnahmen für Menschen mit Behinderung ist. Denn nur rund 50 Prozent der Geschäfte auf Österreichs Einkaufsstraßen sind heute barrierefrei zugänglich – und nur 22 Prozent der Unternehmen erfüllen die gesetz- lich vorgeschriebene Quote bei der Einstellung von Menschen mit Behinderung. Löblich hin- gegen die UniCredit Bank Austria:Alle ihre 123 Filialen erfüllen die rechtlichen Vor- schriften und sämtliche Umbauten sowie Neuerungen wurden speziell im Hin- blick auf Barrierefreiheit konzipiert. Eine weitere Hilfe sind zum Beispiel Selbstbedienungs-Geräte in roll- stuhlgeeigneter Höhe, steuerbar mit Sprachausgabe. BANK AUSTRIA: BARRIEREFREI ZÜRCHER KANTONALBANK. Bei allen Möglichkeiten, die Fintechs bieten, büßt die persönliche Kundenbeziehung bei der Zürcher Kantonalbank Österreich nichts von ihrem hohen Stellenwert ein: „Wir sind absolut da- von überzeugt, dass die persönliche Beratung den komplexen Kundenbedürfnissen am be- sten gerecht wird“, so Vorstandsvorsitzender Lucien J. Berlinger. Der Wachstumspfad, auf dem sich die Privatbank befindet, gibt dem eingeschlagenen Weg Recht: Sie verzeichnet jährlich ein Wachstum von 15 bis 20 Prozent, im Jahr 2017 wurde das Geschäftsvolumen um 690 Millionen Euro auf insgesamt 2,1 Milliar- den Euro gesteigert. KUNDEN AN ERSTER STELLE CASH IS KING. Der diesjährige LGT Private Banking Report gibt einen interessanten Über- blick über die sich ändernden Bedürfnisse von aktiven Bankkunden in Österreich, Deutsch- land und der Schweiz. Erstaunlich hoch ist die Cash-Quote österreichischer Anleger, die zum Vorjahr unverändert bei 43 Prozent liegt.Öster- reichische Aktien stehen in der Alpenrepublik höher im Kurs als ausländische Titel.Werden Anleihen als Sicherheitspolster nach wie vor gerne gesehen, so fristen Derivate, Rohstoffe und andere alternativeAnlagen bei heimischen Investoren ein Schattendasein. Zugenommen hat die Akzeptanz von Online Banking-Ange- boten. Robo-Advisory und digitale Währungen sprechen nur einen kleinen Teil der Befragten an. Der Stellenwert persönlicher Beratung im Private Banking-Bereich bleibt jedenfalls unge- brochen hoch (siehe auch Beitrag rechts). LGT: NEUER BANKING REPORT

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